25 Rappen pro Minute

17. Mai 2018 18:02; Akt: 17.05.2018 18:48 Print

Premium Bike-Sharing ist auch premium im Preis

Pick-e-Bike heisst das erste Bike-Sharing in Basel. Anstatt Billigvelos à la oBike stehen den Nutzern 250 hochwertige E-Bikes aus Schweizer Produktion zur Verfügung.

Das Basler Bike-Sharing Pick-e-Bike geht mit hochwertigen Stromern an den Start. (Video: lb)
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Beim Bike-Sharing tat sich in Basel lange nichts: Die Regierung wies Avancen von O-Bike und Co. stets erfolgreich ab. Man wollte keine Flut von Billigvelos auf Basels Strassen, die in erster Linie die knappen Veloparkplätze auf der Allmend verstopfen. Nun ist es aber auch am Rheinknie soweit: Am Donnerstag ist ein privates Bike-Sharing an den Start gegangen, das die Konkurrenz in anderen Schweizer Städten punkto Qualität des Rollmaterials weit hinter sich lässt.

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Der Anbieter Pick-e-Bike stellt 250 hochwertige E-Bikes der Schweizer Marke Stromer in Basel und sieben stadtnahen Gemeinden zur Verfügung. Die Flotte soll im Sommer um 60 E-Scooter ergänzt werden, wie das Unternehmen mitteilte. Pick-e-Bike ist ein Joint-Venture der Baselland Transport AG, des Stromkonzerns Elektra Birseck und der Basler Kantonalbank.

«Stromer ist der Tesla unter den E-Bikes»

«Wir wollen den Kunden daheim abholen und nicht an der Haltestelle stehen lassen», erklärt BLT-Direktor Andreas Büttiker. Er betont auch, dass die Fortbewegung mit dem Stromer Spass machen solle. «Der Stromer ist der Tesla unter den E-Bikes», so Büttiker. «Ich hoffe, dass wir trotz der E-Bikes in Zukunft auch noch ein paar Kunden in Tram und Bus haben.»

Das Sharing-Angebot sei ein Experiment, so Büttiker weiter. «Wir wissen nicht, wie gross die Nachfrage ist», sagt er. Die Elektro-Velos seien zunächst in der Stadt und den umliegenden Gemeinden verteilt, je nach Bedarf, würden mehr angeschafft und die Velos umverteilt. «Wenn sich an einer Stelle mehrere Velos sammeln, werden diese von Mitarbeitern der Jobfactory wieder verteilt», erklärt dazu Andreas Ruesch von der Basler Kantonalbank.

Konkurrenz billiger, aber ohne E-Bikes

Die Velos können via App mit dem Smartphone freigeschaltet werden. Der Minutenpreis für die Nutzung der E-Bikes liegt bei 25 Rappen. Zum Vergleich: Die Publibikes der SBB kosten für die erste halbe Stunde 3 Franken, danach 5 Rappen pro Minute. Das O-Bike kostet 1.50 Franken pro halbe Stunde. Die günstigeren Konkurrenzprodukte sind in Basel nicht verfügbar, es sind aber auch keine E-Bikes darunter.

Pick-e-Bike ist anders als Publibike nicht mit dem Swisspass verknüpft. «Eine Anbindung ist zurzeit auch nicht geplant», sagt Büttiker. Der Swisspass biete keinen Mehrwert für den Kunden. Hingegen tüftle man an einer Verbindung zur U-Abo-App, wobei Inhaber des Verbundsabos von Rabatten profitieren könnten.

Kanton beobachtet mit Interesse

Das Basler Bau- und Verkehrsdepartement beobachtet das Projekt: «Wir sehen das Angebot als Versuch, den wir mit grossem Interesse verfolgen und begleiten», sagt Sprecherin Nicole Stocker. Der Kanton bereite aber nach wie vor selbst eine Ausschreibung für Bike-Sharing in Basel-Stadt vor. Wie das Angebot in Basel-Stadt dereinst aussehen werde, sei derzeit noch offen, ebenso welche Rolle E-Bikes im Verleihsystem einnehmen werden.

Private lancieren ein Premium-Bike-Sharing
Bildstrecke: Anstatt Ramschvelos à la oBike stehen den Nutzern von Pick-e-Bike 250 hochwertige E-Bikes aus Schweizer Produktion zur Verfügung.

(lha)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JiggaBoo am 17.05.2018 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wucher!

    15 CHF die Stunde ist eine absolute Frechheit!!! dafür bekomme ich eine TNW Tageskarte....

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  • Herr Paternoster Live im Fundbüro am 17.05.2018 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    das gute STROMER Bike wird vermutlich sogar in Polen landen

  • Melanie am 17.05.2018 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schneller...

    Was heisst hier schneller als in Zürich unterwegs? Mit smide fahre ich schon seit Monaten mit 35 km/h durch die Stadt :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom am 20.05.2018 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzocke

    viel zu teuer. 25 Rappen pro Minute???? wenn ich das Velo 8 Stunden habe für eine Velotour, kostet es 120.- Franken. Ist dass euer ernst?

  • diogeness am 18.05.2018 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Positive Auswirkung

    Ich finde es gut, dass die so teuer sind. Dadurch werden diese Supervelos nicht gebraucht und ich fühle mich sicherer als Fussgänger.

  • Feuerfest am 18.05.2018 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stromer

    Habe mit diesen Fahrenden Brandbomben gearbeitet. Es gibt nichts unzuverlässigeres als ein Stromer! Als zusatzprodukt kann man von Stromer eine Feuerfeste Akkutasche kaufen, das sagt ja wohl alles?! Viel vergnügen damit, ich warte die ersten Schlagzeilen freudig ab :)

    • Marc Lauper am 19.05.2018 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Feuerfest

      Ich fahre schon über 3 Jahre ein Stromer st2, und bin noch nie im Stich gelassen worden. Und die Batterie ist immer noch gut im Schuss.

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  • G. Perez am 18.05.2018 07:38 Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn - Trendbenennung

    Hört doch mit diesem blöden "Sharing" auf. Es ist eine Vermietung. Vielleicht etwas abgeändert, aber immer noch eine Vermietung.

  • emf949 am 18.05.2018 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr elitär

    Eine typische StadtFahrt dauert ungefähr 20 Minuten: hin und zurück kostet der Spaß 10 Franken. Ziemlich teuer. Eher für Touristen gedacht. Leider nicht mit anderen Abos kompatibel. Fazit : überteuer