Chefsache

21. Dezember 2011 23:17; Akt: 21.12.2011 21:21 Print

Regierung gibt gas bei Zwischennutzung

von Jonas Hoskyn - Die Regierung will mithelfen, in der Stadt neue Zwischennutzungen zu ermöglichen. Politiker und Stadtplaner wollen aber Taten statt Worte sehen.

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Freiflächen wie das ehemalige nt-Areal sind gesucht.

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Die Regierung gibt Gas im Bereich Zwischennutzungen: Eine Vermittlungsstelle im Bereich Stadtentwicklung soll künftig als Drehscheibe zwischen Nutzern und Privatwirtschaft dienen. Ein Leitfaden soll die politischen Rahmen­bedingungen abstecken. Diese Vorschläge präsentierte der Regierungsrat nun als Antwort auf einen gut zwei Jahre alten Vorstoss der Grossräte Tobit Schäfer und Mirjam Ballmer.

«Es ist erfreulich, dass die Regierung nun handeln will», so Schäfer. Allerdings sollten auf die Worte auch Taten folgen: «Es gibt einige Areale und Immobilien im Besitz des Kantons, bei denen man sofort loslegen könnte», so Schäfer. Auch Städteplaner Matthias Bürgin findet: «Die Verwaltung sollte mal über die Bücher.» Denn eigentlich ist der Zeitpunkt ideal: «Es gab noch nie so viele Freiflächen wie jetzt mit der Deindustrialisierung», so Städteplaner Philippe Cabane, der zusammen mit Bürgin das nt-Areal mitbegründet hat.

Besonders im Fokus steht aktuell das Hafengebiet, für das Anfang 2o12 eine Ausschreibung lanciert wird. Auch die Erlenmatte und der Dreispitz sind weiterhin ein Thema, wenn auch im kleineren Rahmen. Ein Objekt wie das nt-Areal wird wohl kaum mehr zu finden sein: «Grössere Objekte gibt es vor allem im grenznahen Ausland oder im Baselbiet», so Bürgin. Sonst gehe der Trend eher in Richtung kleinere Flächen à la Stellwerk oder Hinterhof.

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