Kantonslabor BS

30. Januar 2018 16:19; Akt: 30.01.2018 16:20 Print

Salmonellen in Sesam entdeckt

Das Kantonslabor Basel-Stadt hat bei der Untersuchung von importierten Sesamsamen Bakterien festgestellt. Proben enthielten Salmonellen und multiresistente Keime.

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Im Zuge einer Untersuchung von importierten Sesamsamen sind dem Kantonslabor Basel-Stadt von 39 drei Proben aufgefallen. In einer von ihnen konnten Salmonellen nachgewiesen werden, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Zwei weitere waren mit multiresistenten Keimen belastet.

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Das salmonellenhaltige Produkt aus Indien wurde nach Rücksprache mit den dortigen Behörden an den Exporteur zurückgeschickt, heisst es. «Dies geschah, bevor die Produkte in den Handel gelangten», sagt Peter Brodmann, stellvertretender Kantonschemiker.

Die Produkte mit resistenten Keimen dürfen jedoch verkauft werden. «Sie machen nicht krank, können sich aber im Körper festsetzen und beispielsweise nach einer Operation Infektionen auslösen», erklärt Brodmann.

Sesam ist keimanfällig

Mit 700 Tonnen pro Jahr betrage der Importanteil von Sesamsamen aus Indien in die Schweiz etwa 50 Prozent. Anlass zur Untersuchung habe gegeben, dass die Ware oft Keime enthalte. Zu diesem Zweck seien die Proben zwischen Januar und Dezember 2017 an zwei Basler Zollstellen zur Untersuchung sichergestellt worden.

«Zu einer Kontamination mit Salmonellen kann es entweder während der Anbauphase kommen oder nach der Ernte, wenn die Samen zur Trocknung ausgelegt werden», so die Mitteilung. Dies treffe auch auf den Befall mit Antibiotika-resistenten Bakterien zu.

Die Belastung mit Salmonellen ist nicht ungewöhnlich und kann laut Brodmann durch Erhitzen beseitigt werden. So könnten die Bakterien zum Beispiel auf rohem Poulet vorkommen, das vor dem Verzehr erhitzt werden sollte.

Wenigstens nicht radioaktiv

Das Kantonslabor hat auch erfreuliche Nachrichten: Die Proben wurden auf Radioaktivität getestet und es wurde keine bedenkliche Belastung gefunden. Die Werte für strahlende Isotope von Strontium und Cäsium lägen unter 0,2 Becquerel pro Kilogramm. Der gesetzlich erlaubte Höchstwert ist bei 600 Becquerel pro Kilo angesetzt.

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • spiral am 30.01.2018 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Transparenz?

    Wow, da bin ich echt froh, dass ich nicht verstrahlt werde... viel wichtiger hingegen fände ich, dass die Produkte mit den resistenten Keimen offen gelegt würden!

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  • Roman G. am 30.01.2018 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Bye bye sesam

    Da man nicht sieht in welche Produkte der Keimbefallene Sesam gekommen ist werde ich wohl in Zukunft einfach darauf achten gar keine Produkte mit Sesamsamen mehr zu kaufen. Ich kaufe sowieso am liebsten regionale Produkte.

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  • SG am 30.01.2018 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .........

    Eine Ladung erwischt,die anderen 99 wurden schon verkauft.Es sind ja nur immer Stichproben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mir-wird-übel am 01.02.2018 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Und Tahin?

    Ist doch auch aus Sesam gemacht. Gerade bei Bio-Produkten aus Reformhäusern wäre ich skeptisch, ob da alle in der Produktionskette die Hände gewaschen haben!

  • Marc am 31.01.2018 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Always look on the bright side of life

    Ach, das ist doch schön Ich lande zwar wegen ner Lebensmittelvergiftung im Krankenhaus, aber immerhin bin ich nicht auch noch verstrahlt, nur weil ich Sesam gegessen habe. Was sind wir doch fortschrittlich.

  • Sepp am 30.01.2018 23:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kriminell....

    Lebensmittel mit multiresistenten Keimen zum Verkauf zuzulassen ist nach meinem subjektiven Empfinden schlicht und einfach kriminell - und das von unseren eigenen Angestellten!! Wie das rechtlich möglich ist ???

    • Bartli am 31.01.2018 01:42 Report Diesen Beitrag melden

      Sammelklage ggf

      Sesam in Knäckebrot. Muss ich mir schriftlich bestätigen lassen, dass die nicht befallen waren? Was ist wenn ja?

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  • E. Coli am 30.01.2018 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    der Boomerang

    Resistente Keime sind eine Folge von Antibiotika. Da die Lebenszyklen der Bakterien kürzer ist und mehr davon existieren (in Zahl), ist die Möglichkeit von Mutationen, die resistente Linien hervorbringt, auch gross. Dafür haben wir das Immunsystem. Es ist ein Tauziehen, in welches die Medizin eingreift, ohne über die Konsequenzen zu informieren. Hauptsache, man kann Geld mit Medis verdienen. Die Medizin - subjektiv ein Segen - ist objektiv gesehen ein Pfusch in den Genpool der behandelten Organismen.

  • Tatjana am 30.01.2018 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts für Kinder

    Drum lass ich meine Kinder nicht mehr Sesame Street schauen.