Schäferhündin entführt

07. März 2018 17:54; Akt: 08.03.2018 10:51 Print

«Ihre Pfotenspuren führten bis zum Zaun»

Eine Deutsche Schäferhündin wurde am Samstag in Weil am Rhein (D) aus ihrem Gehege entführt. Der Täter hinterliess Fussspuren im Schnee.

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Dreister Diebstahl in Weil am Rhein (D). In der Nacht auf Samstag wurde die reinrassige Deutsche Schäferhündin Hetta von ihrem Grundstück an der deutsch-schweizerischen Grenze entführt. Dabei ging der Täter nicht zimperlich vor und beschädigte auch einen Doppelstabzaun, um an das Vierbeiner heranzukommen.

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Hetta von Dunischenke, wie die Stammbaum-Hündin mit vollem Namen heisst, war in einem Gehege auf der Gartenanlage ihres Besitzers Reinhard D.* untergebracht. Sie habe es sehr genossen, im nahen Wald spazieren zu gehen, so Reinhard D.

Fussspuren im Schnee

Dass Hetta aber entlaufen ist, kann Reinhard D. nicht nur aufgrund des demolierten Zaunes ausschliessen. In der Tatnacht lag nämlich reichlich Schnee, welcher die Fussspuren des Täters wie auch Hettas Pfotenspuren sichtbar machten. «Innen führten Pfotenspuren zum verbogenen Zaun, draussen führen Fussspuren an die gleiche Stelle», berichtet D.

Dass ausserhalb des Grundstücks keine Pfotenspuren mehr auszumachen waren, lässt darauf schliessen, dass die Hündin getragen wurde. Er vermutet, dass der Täter sie mit präpariertem Futter sedierte, damit sie leichter mitzunehmen war. «Hetta ist momentan in der privaten Ausbildung für Schutzdiensthunde. Sie würde nicht mit jedem mitgehen», so D.

Stammt der Täter aus dem Bekanntenkreis?

Weil der Täter die Hündin aus dem Zwinger geholt hat, geht Dietmar Ernst, Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg, davon aus, dass er entweder Erfahrungen mit Hunden hat oder aus dem Bekanntenkreis von Reinhard D. stammt: «Es kommt selten vor, dass ein Fremder sich in das Gehege eines Hundes traut.»

Möglich sei, dass der Täter das Tier kannte, dann hätte bereits eine Vertrauensbasis bestanden. «In diesem Fall würde der Hund natürlich eher freiwillig mitgehen», erklärt Ernst. Die Polizei prüfe nun unter anderem im privaten Umfeld des Geschädigten, wer Interesse an der Hündin haben könnte – oder daran, Reinhard D. zu schaden.

Netzgemeinde hilft bei Suche

Reinhard D. sucht unterdessen weiter nach seiner Hetta. Den Zoll und die Grenzwache hat er bereits informiert und alle Tierheime in der Gegend abgeklappert. Und auch im Netz teilen Tierfreunde die Vermisstenmeldung der Hündin fleissig. Trotzdem gibt es bis jetzt noch keine Spur von Hetta.

*Name der Redaktion bekannt

(sis)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jack am 07.03.2018 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Jack russel

    Ist mir leider auch so gegangen... habe mein Hund seit dem nie wieder gesehen. Wünsche viel Kraft in der Situation und hoffentlich finden sie ihn wieder

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  • Naturfreund am 07.03.2018 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Im Wald alleine spazieren gehen ????

    Das darf doch wohl nicht wahr sein! Im Wald hat ein Hund IMMER unter Aufsicht zu sein! Er braucht nicht unbedingt angeleint zu sein aber der/die Besitzer/in muss den Hund jederzeit abrufen können. Fast alle Hunde jagen mal wenn sich die Gelegenheit ergibt. Vieleicht hat jemand beobachtet das sie auch diesen Alleingängen jagt und die Hündin darum abgeholt?

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  • Blixen am 07.03.2018 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Auch in Frankreich suchen

    Was für ein himmeltrauriger Kretin, der ein Tier stiehlt. Ich aktiviere mein Netz auch und hoffe, dass der Mensch einem von uns in die Finger gerät. Aber ja, sucht in der Nähe. Vielleicht ist das einer, der es daneben findet, einen Hund in einem Gehege zu halten und nicht im Haus.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Maria am 08.03.2018 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Tierhaltung ?

    Vernachlässigung eines Tieres. Spaziert alleine ohne Aufsicht im Wald umher ! Vermutlich auch ein Dasein sich selbst überlassen im Hinterhof.....

  • H R am 08.03.2018 05:10 Report Diesen Beitrag melden

    Fussspuren im Schnee

    Wirklich Dreist Hetta zu Klauen Irgen Jemann War das ganze ein Dorn im Auge Den Hund Im Wald Frei Laufen Lassen Ist Unverantwortliche Jäger Hätten sie Abschiessen Können Ohne Verwahrnung Ein Hund der sogar in Ausbildung Lässt Sich nicht einfach Mittnehmen Ich Hoffe Für Die Fammilie Das Mann Die Hette Rasch Findet Und Dem oder die Täter Hart Bestraften Ob Hette Zu Geld Gemacht Wurde ???

  • Gut Gebrüllt am 08.03.2018 01:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt hier der Tierschutz?

    Ein Fall für den Tierschutz? Ein Hund in Ausbildung was macht der Hund alleine im Wald? Kopf schütteln was sich gewisse unfähige Personen Hunde ausbilden dürfen mit solchen Zuständen ich bin empört. Hoffentlich kommt der Hund Nicht wieder zu dieser Person zurück die offensichtlich Hunde Frei ohne Betreuung herum streunen lässt!

  • Mrs. Crow am 08.03.2018 00:40 Report Diesen Beitrag melden

    Gehege

    Aus dem Gehege... Möchte mehr von diesem Gehege sehen, und schauen wie der Hund dort lebte. Trotzdem ist so etwas sicherlich schlimm.

  • Demokratos am 07.03.2018 23:51 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt ein paar Ungereimtheiten.

    Je länger, je mehr muss ich über den Schäferhund Halter nach denken.....