Deutsche Grenze

18. Dezember 2012 23:11; Akt: 19.12.2012 09:53 Print

Schmuggel vor Weihnacht hat Hochkonjunktur

von Benjamin Rosch - Es wird nicht nur viel in Deutschland eingekauft, es wird auch viel in die Schweiz eingeschleust: Die Grenzwache erwischt bis zu 100 Leute wöchentlich, die illegal Waren einführen.

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Täglich fängt die Grenzwache bei Basel 50 bis 100 hundert Schmuggler ab. (Bild: Grenzwache BS)

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An der Grenze läuft es derzeit rund: Aufgrund des starken Frankens reisen viele Schweizer ins grenznahe Deutschland, um dort Geschenke oder den Festbraten billiger zu kaufen. Damit einhergehend boomt auch der Schmuggel. «Im Dezember stellen wir jedes Jahr eine Zunahme fest», sagt Grenzwacht-Sprecher Patrick Gantenbein. Als Indikator dafür gelten die Zahlen der selbstdeklarierten Einkäufe: Letztes Jahr taten dies knapp 9'000 Personen, im laufenden Jahr sind es bis jetzt über 11' 000. Zudem mehrten sich in letzter Zeit Fälle, bei denen Waren im grossen Stil illegal in die Schweiz eingeschleust würden.

Pro Woche sind das im Schnitt etwa 50 Verstösse. «In Spitzenzeiten aber auch das Doppelte», so Gantenbein. «Besonders Frischfleisch wird oft unverzollt eingeführt, manchmal gar unter dem Kindersitz – die Schmuggler werden immer kreativer.» Die Palette reiche von Möbeln über Brillen bis zu Brautkleidern. «Einmal geschnappt sagen viele, die Zollbestimmungen nicht gekannt zu haben.»

Dass Einkaufstouristen nun dem Basler Detailhandel das Weihnachts-Geschäft vermiesen, ist aber nicht der Fall. «Natürlich ist die Situation nicht ganz einfach. Wir sind aber mit den aktuellen Verkaufszahlen sehr zufrieden», sagt Mathias Böhm, Geschäftsführer des Vereins Pro Innerstadt.

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