14. Juni 2006 23:05; Akt: 14.06.2006 23:06 Print

Souvenirschildkröten sterben bei Transport

Die Schildkrötenfreunde Basilienses schlagen Alarm: Viele Basler bringen aus den Ferien lebende Schildkröten nach Hause – meist mit tödlichen Folgen für das Tier.

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Jedes Jahr kaufen Touristen in Nordafrika maurische Landschildkröten oder in Italien, Spanien und Portugal Schmuckschildkröten, die auf Märkten unter teils katastrophalen Bedingungen angeboten werden. «Die Händler geben sogar Tipps für den Schmuggel, beispielsweise in Zigarettenschachteln», berichtet Claudia Sommerhalder von den Schildkrötenfreunden Basilienses.

Traurige Konsequenz: Die meisten Tiere sterben. Manche der überforderten Halter wenden sich auch an die Schildkrötenfreunde. «Die korrekte Haltung ist aber teuer – die Ausrüstung kostet rund 1000 Franken», so Sommerhalder.

Der Verein reagiert nun mit einem Info-Flyer, den er in 100 Reisebüros der Region sowie am Autobahn-Grenzübergang Weil auflegen darf. «Das ist eine gute Sache, speziell auf die Reisezeit hin», lobt Patrick Gantenbein, Sprecher der Grenzwache Basel.

Sabine Knosala