Basler Fusion

28. September 2014 17:12; Akt: 29.09.2014 12:45 Print

Trotz Niederlage – Junge Basler geben nicht auf

Nach dem deutlichen Nein zur Fusionvorlage zeigt sich das Komitee «Jugend für ein Basel» zwar enttäuscht, will aber für ein geeintes Basel weiterkämpfen.

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Das Jugendkomitee «Jugend für ein Basel» lässt den Kopf trotz Fusions-Nein nicht hängen. (Bild: Dominique Artacho)

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Das Baselbieter Stimmvolk hat der Kantonsfusion eine deutliche Abfuhr erteil. Somit gehen die beiden Halbkantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt weiter getrennte Wege.

Trotzdem freut sich die Baselbieter Regierung über die Zustimmung des Stadtkantons. Sie plant deshalb eine Verstärkung der Partnerschaft der beiden Halbkantone. Konkret sollen in verschiedenen Bereichen kantonsübergreifende Ziele, strategische Stossrichtungen, Planungen und Vorgehensweisen festgelegt werden, so die Baselbieter Regierung.

Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP), die zu den Initianten der Fusionsprüfung gehört, sieht auch positive Seiten: Mit der Abstimmungskampagne sei ein Prozess in Richtung Partnerschaft angeschoben worden, was ein Schritt in die richtige Richtung sei. Dies sieht auch das Jugendkomitee «Jugend für ein Basel» so, obwohl die Enttäuschung über das Abstimmungsresultat gross ist.

Der Kampf ist nicht zu Ende

Wirklich überrascht zeigten sich die Vorstandsmitglieder des Komitee «Jugend für ein Basel» über das Nein zur Fusionsvorlage nicht, trotzdem sitzt die Enttäuschung tief. «Ich hätte mehr von den Baselbietern erwartet», gesteht Bálint Csontos vom Jungen Grünen Bündnis. Das Problem sieht er darin, dass vermehrt die ältere Generation an der Urne vertreten war.

Dies motiviert Samira Marti von der Juso BL umso mehr, weiterhin die Jugend zu mobilisieren. «Durch unser Jugendkomitee wurde der Dialog gestärkt. Dies wird sich auch zukünftig noch bemerkbar machen», ist Marti überzeugt. Doch vorerst warten sie den Vorschlag der Gegenpartei ab: «Nun liegt der Ball bei den Gegnern. Mal schauen, welche Ideen konkret zur Vertiefung der Partnerschaft vorgeschlagen werden», sagt Jan Kirchmayr von der Juso BL.

Für das Komitee steht aber fest: Der Kampf ist noch nicht zu Ende. «Aufgeben wäre der einfachste Weg, aber sicher nicht der beste», sagt Victor Bättig vom Jungen Grünen Bündnis. «Wir werden sicher nicht nochmals 50 Jahre bis zur nächsten Fusions-Abstimmung warten, sondern bleiben dran und werden die nächste Chance packen», fügt Csontos im Namen des Komitees an.

(da)