Basel

29. November 2017 06:47; Akt: 29.11.2017 06:47 Print

Vandalen zerstören gezielt Info-Tafeln für Touristen

Mehrere der schmucken neuen Info-Stelen für Touristen in Basel sind bereits zerstört worden. Der Schaden beträgt Tausende von Franken. Die Stadt will nicht länger zusehen.

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Fast drei Millionen Franken liess sich die Stadt Basel im Sommer die neuen Info-Stelen kosten. Die schlichten, schwarzen Glas-Säulen dienen an 17 Standorten der Information und Orientierung von Touristen. An zentralen Plätzen sind sie gar mit Displays ausgestattet – eine moderne und schmucke Visitenkarte der Stadt. Und offenbar auch ein beliebtes Ziel von Vandalen.

Denn an mehreren Standorten wurden die Stelen in den vergangenen Wochen mutwillig demoliert. Jüngster Fall ist die Stele am Totentanz, deren Verglasung anfangs Woche in tausend Scherben geschlagen wurde. Über die Täter und ihre Motive ist zurzeit noch nichts bekannt. Die Vandalen hinterliessen keine politischen Botschaften.

Sachschaden geht in die Tausende

Das Basler Präsidialdepartement, das die Stelen aufstellen liess, weiss über die Vandalen-Akte Bescheid. «Drei Standorte sind bislang betroffen», so Peter Gautschi, Generalsekretär des Departements, auf Anfrage von 20 Minuten. Zweimal sei es zu Beschädigungen bei der Anlegestelle für Hotelschiffe beim St. Johann-Park gekommen und nun auch einmal bei der Kaserne und einmal beim Totentanz. Der Sachschaden beläuft sich allein im St. Johann-Park auf rund 3500 Franken.

Das Präsidialdepartement hat noch keine Anzeige erstattet. Das werde zurzeit geprüft, so Gautschi. «Da jetzt neu mehrere Stelen eines Gesamtsystems betroffen sind, präsentiert sich die Situation anders und man will diese analysieren», so die offizielle Begründung.

«Prüfen Einsatz von Panzerglas»

Untätig zuschauen, wie weitere Stelen Opfer von Vandalen werden, will das Präsidialdepartement aber nicht. Man sei nun im Gespräch mit der Stelle, die für den Unterhalt der Info-Säulen zuständig ist, um diese allenfalls besser gegen Vandalismus zu schützen. «Der Einsatz von Panzerglas wird geprüft», so Gautschi.

(daf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler50 am 29.11.2017 07:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig bestrafen

    Sollte man sie erwischen,bitte nicht schon wieder Bestrafung a la Kleinkinder. Nicht Mal Finanziell sondern z.B. ein paar tausend Sozialarbeit in den Gemeinden.Abfälle auflesen kann man überall;

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  • Denkpause am 29.11.2017 07:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu schade ...

    ... gibt es die Gegner der Videoüberwachung. Diese könnte bei der Identifizierung vieler Täter/innen aller Art sehr hilfreich sein, und auch so manches verhindern. Klar ist, dass es unter den Gegnern der Videoüberwachung eben solche Menschen hat, die Ungutes tun. Wer nichts zu verbergen hat, hat keinen Grund, gegen diese Überwachung zu sein.

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  • Will auswandern am 29.11.2017 07:02 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz gefällt mir nicht

    Schon komisch, in Japan gibt es sowas nicht. Dort verhalten sich die Menschen anständig und respektvoll. Hier in der Schweiz herrscht eine einzige Ellbögelerkultur. Es ist nicht wirklich ein angenehmes Land, diese Schweiz. Leider wird man hierhin geboren und kann sich dann seine Nationalität und den Lebensraum nur bedingt aussuchen, sofern man nicht privilegiert ist und zum feudalen 1% der Weltbevölkerung zählt. Leider komme ich hier auch nicht dazu, so viel Geld anzusparen, um auszuwandern und eine Existenz in einem Land meiner Wahl aufzubauen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • egalos am 29.11.2017 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    ignoranten

    merken diese ignoranten nicht, dass dies schlussendlich wir steuerzahler bezahlen müssen? ist doch logisch! dem kanton oder der gemeinde ist es doch egal ob diese ersetzt werden müssen oder nicht! wir bezahlen es einfach mit unseren steuern...!

  • Jury am 29.11.2017 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ach, die Dinger sind "schmuck"

    Danke für den Hinweis. Ist mir selber doch tatsächlich entgangen.

  • Stefan am 29.11.2017 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Das sind doch keine

    Vandalen, sondern Aktivisten.

  • Markus am 29.11.2017 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Stört das nur mich?

    Wiso kostet eine Werbetafel mehr als ein Premium Fahrzeug? Echt gestört das man bei der Stadt anscheinend jeden betrag aufrufen kann und dann wird lächelnd bezahlt.

  • Wulline am 29.11.2017 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Fragen

    Eine Stele kostet demnach also CHF 176'470? Was denkt man sich bloss dabei ?