Riehen BS

25. Januar 2018 15:15; Akt: 25.01.2018 16:22 Print

Einbrecher schlagen in einer Nacht zehnmal zu

von David Frische - In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist es in Riehen zu einer Einbruchserie gekommen: Zehn Betriebe sind ihr zum Opfer gefallen.

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Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag entsprechende Informationen von 20 Minuten. Sie berichtet von zehn gewerblichen Betrieben, in die die Täter einbrachen oder es zumindest versuchten. Dabei handelt es sich offenbar um eine Serie: «Wir gehen jeweils von derselben Täterschaft aus», so Kriminalkommissär Peter Gill.

20 Minuten weiss, dass sich die Einbrüche im Riehener Dorfzentrum ereignet haben. Betroffen sind unter anderem eine Metzgerei, ein Schlüsseldienst, ein italienisches Modegeschäft, zwei Restaurants sowie eine Papeterie. Die betroffenen Betriebe sind im ganzen Riehener Dorfzentrum verteilt, von der Wettsteinstrasse über die Bahnhofstrasse bis in die Rössligasse.

«So etwas habe ich noch nie erlebt»

«Es war schrecklich, als ich heute Morgen in die Papeterie kam», schildert die Angestellte Angela Hammann das Erlebte. Die Einbrecher von letzter Nacht seien brutal vorgegangen. «Ich traf eingeschlagene Scheiben und ein verwüstetes Büro an. Schränke wurden rausgerissen und die Täter versuchten offenbar, eine weitere Türe aufzubrechen». Geld hätten sie aber keines gestohlen, da die Kasse bei Ladenschluss jeweils geleert werde. «So etwas habe ich in Riehen noch nie erlebt», berichtet die 58-Jährige.

Der Ladenbesitzer Jürg Blattner kam wie gewohnt um halb 6 Uhr morgens in sein Geschäft, als er eine offene Türe vorfand. «Ich wusste, da stimmt etwas nicht», erzählt er gegenüber 20 Minuten. Der 60-Jährige ist froh, dass die Täter nichts entwendet haben. «Bei uns liegen keine Wertsachen herum», so Blattner, der seine Papeterie in Riehen seit rund 30 Jahren führt. Zu Schaden gekommen ist trotzdem einiges: Die Einbrecher hätten jede Schublade geöffnet.

Aufwendige Spurensicherung

Die Kriminaltechnik sichert laut Staatsanwaltschaft nun die Spuren der Einbrecher, die Fachgruppe Einbruchsdelikte ermittelt, wie Gill erklärt. Das dürfte dauern, denn «die Spurensicherung ist aufwendig», so der Kriminalkommissär.