Basel

18. Mai 2017 10:17; Akt: 18.05.2017 13:55 Print

Zweiter «Problem-Polizist» wird freigestellt

Neue Entwicklungen im Basler Polizeikorps. Während einer der «Problem-Polizisten» entlastet wird, wird ein zweiter freigestellt.

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Das Basler Polizeikorps kommt nicht zur Ruhe. (Bild: Keystone)

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Es sind unangenehme Zeiten für den Basler Polizeidirektor Gerhard Lips, denn fast täglich gibt es Enthüllungen in seinem Korps. Im Fall des Feldweibels, der eine Kollegin nach einem Teamausflug geschändet haben soll, gibt es aber eine Wende, wie die bz Basel berichtet.

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«Das Verfahren betreffend den Ausflug im August letzten Jahres wird gemäss Schlussmitteilung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 18. Februar 2017 aufgrund der tatsächlichen und rechtlichen Feststellungen aller Voraussicht nach mit einer Einstellungsverfügung erledigt werden», schreibt Andreas Noll, Anwalt des Polizisten. Staatsanwaltschafts-Sprecher Nico Buschauer bestätigt dies gegenüber der Zeitung.

Weitere Anzeige hängig

Weiter hängig ist hingegen die zweite Strafanzeige gegen den Polizisten. In diesem Fall wird ihm vorgeworfen, während eines Gefangenentransports eine Frau ohne deren Einverständnis beim Umziehen gefilmt zu haben.

Der Anwalt hält gegenüber der Zeitung fest, dass «kein Film» erstellt worden sei. Ob der Polizist stattdessen einfach Fotos gemacht hat, bleibt hingegen offen. Der Freigestellte ist seit den 80er-Jahren Mitglied der Polizei.

Zweite Freistellung

Im letzten Jahr sorgte ein anderer langjähriger Polizist für negative Schlagzeilen. Wegen Amtsmissbrauchs musste er sich im Februar deswegen vor dem Strafgericht verantworten und wurde verurteilt. Er blieb aber weiter im Dienst.

Wie die «Basler Zeitung» am Donnerstag berichtet, ist dieser Polizist zurzeit ebenfalls freigestellt. Laut dem Bericht soll er während eines Kaderrapports der Frau eines Arbeitskollegen zu nahe getreten sein. Diese Frau, ebenfalls eine Polizistin, habe Anzeige erstattet. «Weil das Verfahren hängig ist, können wir zum Fall keine weiteren Auskünfte erteilen», sagt Polizeisprecher Martin Schütz auf Anfrage.

(aj)