Vorwürfe gegen Flughafen

12. Dezember 2012 23:10; Akt: 12.12.2012 19:19 Print

«Auf dem Belpmoos geht es zu langsam vorwärts»

von Adrian Müller - Der Machtkampf um den Flughafen geht weiter: Skywork will weiter an der Kostenschraube.

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Skywork will auf dem Belpmoos hoch hinaus bei - bei tieferen Kosten. (Bild: Stefanie Nopper)

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Die Skywork-Investoren um Rolex-SprossDaniel Borer setzen den Flughafen massiv unter Druck: «Wir fordern bereits ab Januar tiefere Landegebühren, die Zeit drängt», so Borer, der sich an der Medienkonferenz erstmals als Airline-Chef betitelte. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat der 46-Jährige mit Investoren bereits 40 Prozent des Aktienkapitals der Betreibergesellschaft Alpar übernommen und verschiedene Arbeitsgruppen eingesetzt, um etwa den Verwaltungsrat nach seinem Gusto umzubesetzen.

Ziel der ganzen Übung sei, «Synergien in Millionenhöhe» zu schaffen. «Auf dem Belpmoos geht es einfach zu langsam vorwärts», so Borer. Konkrete Pläne zum Ausbau des Flughafens oder der besseren Nutzung der Infrastruktur nannte der Rolex-Erbe allerdings keine.

«Innere Blutung von Skywork stoppen»

Genauer äussert sich der Alpar-VR-Präsident Fritz Grossniklaus, der in Bedrängnis geraten ist: «Wir können uns etwa vorstellen, im Terminal Firmen-Events durchzuführen. Oder einen grossen Belpmoos-Lauf auf die Beine zu stellen.» Der Alpar mache das forsche Vorgehen von Skywork Sorgen, unter der ungewissen Zukunft litten auch die Angestellten: «Wir sitzen alle im gleichen Boot. Aber Skywork schreibt nach wie vor Verlust. Das ist wie eine innere Blutung, die gestoppt werden muss. Das ist eine grosse Herausforderung», so Grossniklaus.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jonny am 15.12.2012 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    DRUCK-DIKTATUR STOPPEN

    Das Problem muss an der Wurzel angefasst werden - und d.h. ABBAU auf allen Stufen - nur das ist nachhaltig - alles andere ist Sand in die Augen gestreut.

  • buhru am 14.12.2012 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    Belpmoos

    Belpmoos dringend ausbauen damit gemäss Doris Leuthart der Fluglärm gerecht verteilt werden kann , Muss Kloten um 50% entlastet werden. Unsere Regierung in Bern hat noch nicht gemerkt um was es geht: Weniger Luft- und Lärm- Belastung ist nur durch weniger Flugbewegungen lösbar.

  • Renè am 14.12.2012 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Es muss gar nichts vorwärts gehen

    Belpmoos darf nicht von Bau-Spekulanten verschandelt werden - wenn etwas gemacht werden muss, dann ist es ein Bau-Stop - die Finanz- und Wirtschafts-Krise lassen grüssen.

  • Freddy Hinz am 13.12.2012 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Vorwand?

    Ist denn nun das ganze Gerede von Übernahme, Synergien und besserer Nutzung bloss ein Vorwand? Wird da Druck aufgebaut mit dem einzigen Ziel, die Kosten für Skywork zu senken, damit die laufend kumulierenden Verluste ein wenig eingedämmt werden könnten? Ob sich da wohl jemand übernommen hat?

    • Peter Kunz am 13.12.2012 11:19 Report Diesen Beitrag melden

      Entgegenkommen

      Ist doch Borers Recht, mit einer allfälligen Aktienmehrheit im Rücken den VR nach seinem Gusto umzukrempeln und international erfahrene Leute zu postieren (bsp. Eggenschwiler vom Flughafen Hamburg). Der Flughafen muss auf die Bedürfnisse des Hauptkunden besser eingehen, sprich Gebühren senken (heute doppelt so teuer wie Basel). Ansonsten muss halt das Klumpenrisiko reduziert werden durch attraktive Angebote neuer Airlines, wobei in diese Richtung null Bewegung seitens Alpar zu verzeichnen ist.

    • Jeremias Gotthelf am 13.12.2012 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      Basel = Frankreich

      Einfach mal so zum Mitschreiben: Der Flughafen Basel produziert nach französischem Recht, nach französischen Löhnen, ohne Security-Kosten (staatlich) etc. Wenn schon vergleichen, dann bitte fair und mit Gleichem; nämlich mit Schweizer Flughäfen, auf denen es weder 1Euro Jobs noch Mindestlöhne von 400 Euro gibt!

    • Peter Kunz am 13.12.2012 15:52 Report Diesen Beitrag melden

      @JermiasGotthelf:

      Dann müssten Sie mir aber immer noch den erheblichen Unterschied zu den (Passagier-)Taxen in Genf erklären (CHF 35.- vs. 21.-).

    • Jeremias Gotthelf am 14.12.2012 12:23 Report Diesen Beitrag melden

      Kostenwahrheit bei den Passagiertaxen

      @Peter Kunz Am Flughafen Genf arbeiten mehrheitlich französische Grenzgänger zu anderen Gehältern als ein Schweizer. Übrigens ist die Flughafentaxe in Zürich SFr. 40.50, in Lugano SFr. 29, Altenrhein SFr. 49.50 und in Bern SFr. 35. Betrachtet man die Taxen aufgeteilt, hat Genf den niedrigsten Anteil an Security Kosten (SFr. 9.50). Diese werden wohl vom Kanton Genf als Hauptaktionär des Flughafens mitgetragen. Am Flughafen Bern liegt der Security-Anteil bei 19 Franken. Damit liegt der reine Airport Anteil an den Passagiertaxen in Bern bei 16 Franken

    • Jakobli am 15.12.2012 13:54 Report Diesen Beitrag melden

      Problem der Region BE

      Es kommt nicht so sehr auf die Höhe der Flughafengebür an, als darau, was der Passagier dafür bekommt. Und das ist sowohl in G, in B, wie in ZH mehr als in Bern. Und es ist schon so: Skywork bringt mehr ein als alle anderen zusammen. Und das wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Verständlich, dass sich Borer da rechtzeitig einbringen will. Etwas gar ländlich ist auch die Verkehrsanbindung am Boden zu nennen. Da schnarcht die Stadt Bern halt einfach weiter vor sich hin.

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