Spatenstich Skateranlage

26. April 2016 14:21; Akt: 26.04.2016 16:23 Print

«Es ist ein historischer Moment»

Am Dienstag begann der Bau des Skateparks vor der Reitschule. Mit der neuen Anlage soll die Schützenmatte belebt und Konfliktprävention betrieben werden.

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Nach jahrelangem Warten ist es nun endlich so weit: Am Dienstag fiel der Spatenstich für die Skateranlage auf dem Vorplatz der Berner Reitschule. «Es ist ein bisschen ein historischer Moment», sagte Gemeinderätin Franziska Teuscher vor den Medien. Ab Ende August können Skateboarder unter dem Eisenbahnviadukt ihre Flips, Grabs und Spins üben.

Betrieben wird die sogenannte Skatebowl vom Verein sk8.be, der über zehn Jahre lang für das Projekt gekämpft hat. Die Stadt Bern unterstützt die Anlage mit einem einmaligen Beitrag von 240'000 Franken und stellt den Betreibern das Terrain unter dem Viadukt unentgeltlich zur Verfügung. Die Baukosten betragen laut Initiator Pablo Cherpillod Lobsang 330'000 Franken – noch fehlten dem Verein 25'000 Franken. «Am Mittwoch starten wir die Wemakeit-Kampagne, damit solle die Summe doch noch erreicht werden», sagt er aber.

«Unterstützung der IKuR»

Der Stadtregierung geht es nicht nur um die Förderung eines Trendsports, sondern auch um die Belebung der Schützenmatte: Die Umgebung des autonomen Kulturzentrums Reitschule ist durch Drogenhandel, Gewalt und Kriminalität in Verruf geraten. Die Stadt hat deshalb einen Planungsprozess angestossen, der nicht nur den Platz direkt vor der Reitschule, sondern gleich die ganze Schützenmatte umfasst. Zur Diskussion steht, die 145 Parkplätze aufzuheben und stattdessen verschiedene Angebote für Familien, Kinder, Junge und Ältere zu schaffen.

Mit der Skatebowl wird nun ein erstes Projekt umgesetzt. «Wir haben uns nie eingebildet, dass wir die Lösung für das Problem sein könnten», sagte Lobsang. Doch der Verein hoffe, die Skateranlage sei ein Input dafür, den Platz gut zu nutzen, und ein Ansporn für andere Gruppen, ihre Ideen umzusetzen. Die Anlage werde auch von den Reitschülern unterstützt, sagte Alex Haller, Leiter des Stadtberner Jugendamts, anlässlich des Spatenstichs vom Dienstag. Die Reitschulbetreiberin Ikur begrüsse das Projekt ebenso wie andere Interessengruppen.

«Sport im öffentlichen Raum als Konfliktprävention»

Die Skatebowl sei auch das erste grössere Projekt der Stadt Bern im Bereich Strassensport, betonte Gemeinderätin Franziska Teuscher: «Sport im öffentlichen Raum ist ein zukunftsweisender Ansatz zur Konfliktprävention.» Die Vorortsgemeinde Köniz unterstützt die Anlage mit 5000 Franken. Schliesslich verbrächten auch viele Könizer Jugendliche ihre Freizeit vor der Reitschule, sagte Gemeinderat Thomas Brönnimann.

Die 18 mal 22 Meter grosse Skatebowl wird aus einem Stück Beton gegossen und bildet eine Art Landschaft, in der die Skater ihre Tricks ausführen können. Die schüsselförmige Anlage steht jedermann zur Verfügung. Der Verein selber sieht regelmässige freie Trainings vor und will mehrmals jährlich grössere Skater-Events durchführen.

(kaf/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lemontree am 26.04.2016 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skater

    Ich freue mich für die Skater...als mein Sohn noch skatete..wurden sie vielerorts verjagd..es ist sinnvoll ihnen mehr Raum zu geben...

  • Anna am 27.04.2016 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skaten

    Es erstaunt mich , dass viele Leute das Skaten als Sport am Rande betrachten und mit Problemen gleichsetzen...in anderen Ländern gehört es schon lange zum Alltagsbild ! Als ich noch zur Schule ging , in Solothurn , besuchte mein Bruder in Zuchwil einen Skaterclub.Das liegt über 30 Jahre zurück ! Damals träumten wir von den coolen Skatanlagen in Amerika..wir kauften Magazine und die Poster hängten wir an unsere Wände.Gruss...anna

  • Andi F am 01.05.2016 15:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Es ist eine win win Situation Skater können ihr Dope und andere Drogen am gleichen Ort kaufen an dem sie skaten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andi F am 01.05.2016 15:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Es ist eine win win Situation Skater können ihr Dope und andere Drogen am gleichen Ort kaufen an dem sie skaten.

  • Anna am 27.04.2016 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skaten

    Es erstaunt mich , dass viele Leute das Skaten als Sport am Rande betrachten und mit Problemen gleichsetzen...in anderen Ländern gehört es schon lange zum Alltagsbild ! Als ich noch zur Schule ging , in Solothurn , besuchte mein Bruder in Zuchwil einen Skaterclub.Das liegt über 30 Jahre zurück ! Damals träumten wir von den coolen Skatanlagen in Amerika..wir kauften Magazine und die Poster hängten wir an unsere Wände.Gruss...anna

  • Besogter Vater am 26.04.2016 20:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber zahlen inkl. Landmiete

    In anderen Gemeinden müssen Vereine, welche sinnvollen Sport betreiben und Jugendliche von der Strasse holen ihre Hallen und Plätze selber finanzieren. Nicht so in Bern, da bringt die Stadt Jugendliche auf die Strasse direkt neben Dealer. Wie ist so was möglich?

    • Pat Riot am 27.04.2016 09:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Besorgter Vater

      Also macht die Stadt Bern etwas richtig und andere Gemeinden etwas gehörig falsch. In den meisten Gemeinden, die ich kenne, wird Sport jedoch gefördert,

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  • Lemontree am 26.04.2016 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skater

    Ich freue mich für die Skater...als mein Sohn noch skatete..wurden sie vielerorts verjagd..es ist sinnvoll ihnen mehr Raum zu geben...

  • Motzimuus am 26.04.2016 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten und Tee trinken..

    Es ist unglaublich was für ein Geschrei hier gemacht wird,wegen ein paar Skater die dann den Park besuchen,ihr müsst noch eine Zahlstelle bauen damit sie für die Unkosten aufkommen.Die Parkplätze werden einfach gestrichen,ja Frau Teuscher seid ihr stolz das der Schandfleck nun abgedeckt wird durch die Anlage.Kein Mensch wehrt sich dagegen es wäre besser gewesen ihr hättet wieder eine Markthalle gebaut.Weil die Leute wollt ihr alle in der Stadt haben aber es wird immer mehr gegen die Autofahrer gemacht,wenn man von Auswärts kommt gibt es fast keine Möglichkeit mehr für längere Zeit zu parkieren

    • Hilde am 26.04.2016 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Armer autofahrer

      Gibt 2 super lösungen: 1. du bleibst einfach zu hause, denn motzis, die etwas gegen Sportarten haben, die nicht von mafiösen Vereinen wie die FIFA finanziert werden gibts genug, oder 2. komm doch einfach mit den Zug.

    • M.W. am 26.04.2016 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Motzimuus

      Diese Parkplätze waren sowieso der SBB. Wer den Schritt in die richtige Richtung nicht anerkennt, sollte vielleicht mal die Augen öffnen.

    • Urs Scheidegger am 26.04.2016 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Motzimuus

      lieber Motzimuus, wenn Sie den Artikel richtig gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass der Skaterpark unter die Brücke kommt. Dort gibt es aber keine Parkplätze die man den ach so armen Autofahrern wegnehmen könnte. Noch viel Vergnügen beim Aufregen

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