Kanton Bern

24. März 2017 13:42; Akt: 24.03.2017 13:42 Print

Das Volk soll über Olympia entscheiden

Grüne und Mitstreiter fordern eine Volksabstimmung darüber, ob sich der Kanton Bern an einer Schweizer Kandidatur für Olympia 2026 beteiligen soll.

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Die Grüne Fraktion des Berner Kantonsparlament will, dass das Volk das letzte Wort hat.

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Die Olympiakandidatur «Sion 2026» hat Anfang März eine erste Hürde genommen. Der Exekutivrat von Swiss Olympic sprach sich für das Projekt aus. Am 11. April entscheidet das Sportparlament.

Umfrage
Soll das Volk darüber entscheiden, ob sich der Kanton Bern an einer Schweizer Kandidatur für die Olympia 2026 beteiligen soll?
78 %
15 %
3 %
4 %
Insgesamt 867 Teilnehmer

Neben dem Wallis sind auch die Kantone Bern, Freiburg und Waadt beteiligt. In Bern würden Eishockey-Wettbewerbe ausgetragen, in Kandersteg Skisprung-Wettkämpfe und in Thun käme ein olympisches Dorf zu stehen.

Kantonsregierung steht hinter «Sion 2026»

Die Berner Kantonsregierung begrüsst die allfällige Kandidatur von Sion. Allerdings hat nun die Grüne Fraktion des Berner Kantonsparlaments mit Mitstreitern aus SP, EVP, GLP, EDU und SVP einen Vorstoss lanciert. In diesem fordern sie, dass das Volk darüber entscheiden soll, ob sich der Kanton Bern an einer Schweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2026 beteiligen soll. Die Frage soll den Stimmberechtigten möglichst frühzeitig vorgelegt werden und nicht erst im Stadium fortgeschrittener Planung, wie die Motionäre in einer Mitteilung schreiben.

Olympische Winterspiele seien mit hohen finanziellen Aufwendungen für den Staat und mit Eingriffen in die Natur verbunden. Dies verlange nach einer demokratischen Legitimation, bevor «die Regierungsräte und Stadtpräsidenten im stillen Kämmerlein zusagen und Versprechungen machen». Der Regierungsrat solle baldmöglichst die vorgesehene Beteiligung des Kantons Bern an der Schweizer Olympiakandidatur 2026 dem Grossen Rat zum Beschluss vorlegen. Stimmt das Parlament zu, könne der Beschluss dem Volk vorgelegt werden.

Swiss Olympic und Bund sollen für Kosten aufkommen

Entscheidend für eine Annahme oder Ablehnung der Kandidatur werden die Kosten sein. Die vorgesehenen 24 Mio. Franken sollen von Swiss Olympic, dem Bund und den betroffenen Regionen übernommen werden. Die Berner Kantonsregierung hatte bereits Ende vergangenen Jahres eine allfällige Kandidatur von «Sion 2026» begrüsst und eine Million Franken aus dem Lotteriefonds in eigener Kompetenz bereitgestellt.

Das Geld soll jedoch nur fliessen, wenn die Finanzierung für die gesamte Kandidaturphase gesichert ist und der Bund ebenfalls mitzieht.

(stm/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ein Leser am 24.03.2017 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    Olympia

    Das sollen die berner Stimmbürger entscheiden. Ich empfehle eine Ablehnung.

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  • L T am 24.03.2017 15:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bern......kein Geld

    Bern wird nicht mitmachen, die brauchen das Geld für bewilligte Demonstrationen, Chaoten und das "sogenannte Kulturzentrum"

  • Cavi33 am 24.03.2017 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufhören mit diesem Blödsinn

    Und im Tessin ist die Verpflegung der Sportler, klingt doch alles gut oder!?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Berner Bär am 27.03.2017 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Stopp dem Olympia-Wahn!

    Wann hört dieser helvetische Olympia-Wahn auf? Egal, ob Bündner - die sollten es nun nach drei Mal "Nein!" wirklich begriffen haben - oder Walliser: Hört mit dieser Megalomanie auf! Oder ist es wirklich nötig, dass man ein Verbot solcher Sport-Grossveranstaltungen in die Verfassung schreiben muss?

  • Dan.P am 26.03.2017 20:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeichen setzen

    Wir berner müssen zusammenstehen und nun ein zeichen setzen, damit die olympischen spiele in der schweiz eine chance hat. Dieses land hat die möglichkeiten und die vielen bestehenden anlagen die genutzt werden können und müssen!! Bringen wir die olympischen winterspiele in die schweiz! Ins herzen des wintersports

  • Schämu am 26.03.2017 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das geht nicht

    Solange diese Kantone aus dem NFA unterstützt werden sollen sie einer Kandidatur nur davon träumen.

    • Jörg Oberli am 27.03.2017 09:19 Report Diesen Beitrag melden

      FINANZAUSGLEICH

      Meine Worte! Nicht Grössenwahnsinn sondern Demut ist angesagt! Am Tropf der Schweiz hangen, und dann sowas. Uebrigens: Der Kanton Bern war einst einer der finanzstärksten Kantone. Aber die Politiker der Neuzeit haben diesen Stand mit Fleiss heruntergewirtschaftet!

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  • ruwan12 am 25.03.2017 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NEIN!

    die sollen besser das Geld in die AHV oder in die Bilung stecken als in so einen Schwachsinn!

  • jürg am 25.03.2017 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja

    ich wäre für eine Olympia in der ganzen schweiz wir haben alles von der skisprungschanze über alpin rennstrecken, eishallen bis zur bobbahn! ist besser all die bestehenden Anlagen nutzen als wie in Russland oder korea alles meu bauen und danach verkommen zu lassen!

    • Sergio am 25.03.2017 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @jürg

      Du hast null Durchblick. Für eine Olympiade müssen die Stadien ganz andere Fassungsvermögen haben, das Programm so schnell durchgezogen werden, dass kombinierte Stadien kaum reichen und so viele verschiedene Sportarten ausgetragen werden, dass wir noch nicht für die Hälfte brauchbare Anlagen hätten. Der Hammer kommt immer noch dem "Hey easy, kostet euch gar nichts". Schau einfach alle anderen Austragungsstätten an. Auch Kanada hatte viele Anlagen, Albertville, etc. Alles Verlustgeschäfte.

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