Bahnhof Bern

06. November 2016 15:48; Akt: 06.11.2016 16:08 Print

Nun sollen Ampeln das Pendler-Chaos mildern

Der SBB ist das chaotische Treiben im Bahnhof Bern ein Dorn im Auge. Ab Montag sollen Ampeln das Vorwärtskommen für Pendler vereinfachen.

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Anfangs September wurden im Bahnhof Bern beim Perron 3 und 4 Signallampen installiert. Ab diesem Montag werden sie nun in Betrieb genommen: Die SBB testet im Bahnhof Bern, ob Reisende dank Fuss-Einbahnverkehr beim Treppenabgang der Gleise drei und vier rascher in die Unterführung gelangen. Ein Ampelsystem mit leuchtend roten und grünen Torbögen soll die Bahnkunden lenken.

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Während der Stosszeiten kommt es bei Zugsankünften auf den Treppen und Rampen zu Engpässen. Passagiere, die von der Unterführung zu den Gleisen wollen, kommen jenen in die Quere, die in der Gegenrichtung unterwegs sind.

Aktiviert, wenn Zugtüren geöffnet werden

Mit dem Versuch wollen die SBB testen, ob ein Ampelsystem Abhilfe schaffen kann. Sobald sich die Türen eines ankommenden Zugs öffnen, wird den Reisenden in der Unterführung mittels roter Ampel und rotem Torbogen signalisiert, dass sie die Treppe vorübergehend nicht benutzen können.

Nach 90 bis 120 Sekunden kann die Treppe dann wieder in beide Richtungen begangen werden, wie die SBB am Sonntag mitteilten. Die Rampe bleibt die ganze Zeit über in beiden Richtungen begehbar.

Kein Gedränge im Nadelöhr

Als zusätzliche Massnahme wird der Perronbereich zwischen Treppe und Rampenbrüstung auf dem Perron der Gleise 3 und 4 mit einer gelben Bodenmarkierung mit «Keine Wartezone» gekennzeichnet. Diese grell-gelbe Markierung soll Pendler darauf aufmerksam machen, nicht in diesem Nadelöhr stehen zu bleiben und so den Personenfluss nicht unnötig zu behindern. Auch die Wirksamkeit dieser Massnahme wird elektronisch gemessen, ohne das Rückschlüsse auf Einzelpersonen möglich sind. Der Versuch dauert bis voraussichtlich Ende 2016.

Die gelben Pfeile bleiben

Doch die Ampeln sollen die gelben Pfeilen am Boden nicht ersetzen, sondern ergänzen: Die am Boden und Decken aufgeklebte Markierung bleibt weiterhin bestehen. Damit sollen die Reisenden sensibilisiert werden, die getrennten Gehrichtungen einzuhalten, um zu den Stosszeiten schneller und komfortabler durch die Unterführung zu gelangen. Dieser Versuch wird noch bis Ende November 2016 weitergeführt.

«Anschluss wird aufgrund von Messdaten und gezielt eingeholten Kundenrückmeldungen entschieden, ob und in welcher Form die Richtungstrennung definitiv eingeführt wird», teilt die SBB mit.

Am Montag, 7. November werden nochmals SBB-Verkehrslenker vor Ort sein, um in den Morgenstunden auf die getrennten Gehrichtungen aufmerksam zu machen.

(miw / sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Quasi Modo am 06.11.2016 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn jährlich 100'000 Leute kommen

    ... muss auch die Infrastruktur schnell angepasst werden, Ampeln lösen das Problem nicht wirklich.

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  • gusti am 06.11.2016 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na toll

    einfach zu viele leute. und die regierungen wollen dies nicht erkennen. stoppt endlich die überbevölkerung sonnst gibt es noch mehr einschränkungen.

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  • Lukas am 06.11.2016 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja...

    Was man nicht alles unternimmt gegen die Überbevölkerung.Von mir gibt es nur noch ein schmunzeln...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • §§§ am 12.11.2016 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie wäre es mit einem Kreisel

    Das der Strassenverkehr flüssiger läuft hat man die Ampel verbannt und mit vielen Milionen Franken Steuergelder hunderte Kreisel gebaut. Jetzt muss doch irgendwer die vielen roten und grünen Lämpchen kaufen, und wer eignet sich da nicht besser als die vielen zahlungdkräftigen ÖV Benutzer.

  • Frau Blöd am 10.11.2016 05:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blöd, blöder am blödsten....

    Blöder geht einfach nicht mehr. Man könnte auch Nummernschilder für Fussgänger kreieren. Die geraden dürfen am Montag durch den Bahnhof und die ungeraden am Dienstag....

  • Brianna am 08.11.2016 04:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin froh,

    dass ich mit dem Rollstuhl die Treppe benützen darf, wenn die Rampe für mich auf rot steht. Macht sicher Spass.

  • Pendler am 08.11.2016 01:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rutschbahn

    Bitte Rutschbahn von Perrons aus installieren, damit sind die schneller leer und gut gelaunte Pendler. Aber nur einmal rutschen erlaubt, Kinder nur mit Begleitung. Und Gepäck nur bei Farbe Gelb. Nur so eine Idee.

  • Crigs am 07.11.2016 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LÖSUNGSVORSCHLAG

    All die Läden im Unter- und Erdgeschoss müssen verschwinden. Der freiwerdende Platz hilft mit, die Massen besser in den Griff zu bekommen. Es braucht Rolltreppen zu den Perrons ! Das Lädelisterben hat den Hauptbahnhof erreicht ! Der Bahnhof soll kein Laden sein !!!