Berner Ständerat

18. Oktober 2015 18:46; Akt: 18.10.2015 21:03 Print

SP, BDP und SVP hoffen weiter auf Sitz im Stöckli

Die Berner Ständeratskandidaten müssen in den zweiten Wahlgang. Spannen SVP und BDP nun zusammen?

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Das Kopf an Kopf-Rennen der Berner Ständeratskandidaten geht in eine zweite Runde: Keiner der elf Kandidierenden erreichte am Sonntag das absolute Mehr von 152'860 Stimmen.

Dennoch war der Berner Rathaussaal bei der Verkündung der Wahlresultate voller Emotionen; der zuletzt ausgezählte Wahlkreis Bern-Mittelland mischte die Karten neu: So schloss Werner Luginbühl von der BDP mit 151'069 Stimmen am besten ab. Dicht gefolgt vom bisherigen SP-Ständerat Hans Stöckli: In einer nervenaufreibenden Aufholjagd stach er den SVP-Kontrahenten Albert Rösti aus und landete mit 144'805 Stimmen auf Platz zwei. «Stöckli will ins Stöckli zurück», lautete seine Parole bei der Bekanntgabe. Heuer konnte er rund 20'000 Stimmen mehr verzeichnen als bei seiner Wahl im Jahr 2011.

Enttäuschung bei der SVP

Während der Bieler SP-Politiker jubelte, zog SVP-Mann Rösti aus Uetendorf ein langes Gesicht: Der Favorit vom Sonntagnachmittag musste schliesslich mit dem dritten Platz Vorlieb nennen, er kam auf 136'055 Stimmen. Verloren sei aber noch nichts, verkündet er dennoch. Er will am 15. November erneut um einen der beiden Ständeratssitze kämpfen.

Für den zweiten Wahlgang sei sicher denkbar, eine Zusammenarbeit mit dem BDP-Ständerat Werner Luginbühl zu suchen, sagte Rösti. Luginbühl wollte sich zu einer möglichen Zusammenarbeit mit Rösti im Hinblick auf den zweiten Wahlgang gestern nicht äussern. Sein gutes Abschneiden erklärte Luginbühl damit, dass er als konstruktiver und lösungsorientierter Politiker wahrgenommen werde. Die Wahlbeteiligung lag beim ersten Wahlgang 48,8 Prozent.

Die Parteien werden in den nächsten Tagen entscheiden, wen sie in den zweiten Wahlgang schicken. Allgemein wird angenommen, dass die drei Führenden erneut antreten. Bei dieser Ausgangslage werden die Wähler Mitte November entscheiden, ob der Kanton Bern weiterhin eine geteilte Standesstimme hat oder ob zwei Bürgerliche im Ständerat sitzen.

(miw/nc/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom am 18.10.2015 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was haben die 2 bisherigen

    die letzen 4 Jahre gemacht? Keine Ahnung. Auf jeden Fall nichts für den Kanton Bern.

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  • YevhenKonoplyanka am 18.10.2015 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top Politiker

    Das sind meine 3 Favoriten, nicht nur wegen der Partei sondern auch aufgrund der Persöhnlichkeit. Lugunbühl ist manchmal ein bisschen zu wenig von seiner eigenen Meinung überzogen.

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  • Berner Aus Bern am 18.10.2015 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oberland

    Stöckli ist ein rechter Linker, Luginbühl ein linker Rechter und Rösti ein moderater SVPler. Sprich alle einigermasen Wählbar. Ich will aber nicht 2 Oberländer als Kantonsvertreter. Von daher ist Stöckli gesetzt und den Rest wird sich zeigen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ici Cest Bienne am 19.10.2015 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wähler sollten mal nach Biel kommen

    Dann würden sie sehen, was sie dem Kt. Bern antun mit der Wahl von Stöckli. Mit jedem anderen Kandidaten könnte ich leben, aber nicht Stöckli.

  • Hansli am 19.10.2015 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    EWS müsste gehen

    Jetzt ist es soweit EWS muss gehen. Was ich immer noch lustig finde wenn EWS geht erinnert mich das an eine Aussage von Martin Landolt bei Schawinski hat er nicht gesagt EWS bleibt bzw. wird durch eine geheime Wahl wiedergewählt? Mal schauen was passiert.

    • Cornelia Schlumpf-Widmer am 19.10.2015 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hansli

      Und was bitte hat Evelyne Widmer-Schlumpf jetzt mit der Berner Ständeratswahl zu tun. Falscher Kanton und falscher Rat. Und - sie bleibt dennoch.

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  • Berner Bär am 19.10.2015 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Bürgerlicher Schulterschluss notwendig

    Jetzt gibt es für die Bürgerlichen nur eine Möglichkeit: Rösti und Luginbühl gemeinsam als "Paket" auf eine Liste.

    • Berner am 19.10.2015 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Berner Bär

      Als würde die SVP mit der BDP zusammenspannen.

    • Paul am 20.10.2015 06:46 Report Diesen Beitrag melden

      Ja woher....

      Die BDP wäre schlecht bedient, wenn sie Rösti unterstützen würde. Die Mitte braucht im Ständerat ein Gegengewicht zum Nationalrat, der nun von rechts mit 101 Sitzen dominiert wird. Wenn Mitte/Links im Ständerat eine Mehrheit hat, können die Mitteparteien wieder das Zünglein an der Waage spielen, aber das heisst auch, dass sie in den Nachwahlen weder FDP noch SVP unterstützen werden. Genau dasselbe Spiel findet in Freiburg statt, wo CVP/SP richtigerweise ihre Kandidaten gegenseitig unterstützen.

    • Berner Bär am 20.10.2015 08:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Berner

      Es wäre die BDP, die über ihren Schatten springen müsste! Aber eben, wenn man nur "Hass auf die SVP" als einzige Maxime hat (Ich habe gleich zwei BDPler in meinem unmittelbaren beruflichen und privaten Umfeld...).

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  • Vreneli vom Frienisberg am 19.10.2015 06:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nie gegen den Wind

    logisch hört man von Schmittchen-Schleicher alias Herr W. Luginbühl nie etwas!! er richtet sich nach dem Wind....

  • Berner Aus Bern am 18.10.2015 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oberland

    Stöckli ist ein rechter Linker, Luginbühl ein linker Rechter und Rösti ein moderater SVPler. Sprich alle einigermasen Wählbar. Ich will aber nicht 2 Oberländer als Kantonsvertreter. Von daher ist Stöckli gesetzt und den Rest wird sich zeigen