Anti-EU-Fest

20. November 2012 23:58; Akt: 20.11.2012 19:37 Print

SVP feiert 20 Jahre Nein zum EWR in Biel

von Christian Holzer - Die SVP plant am See eine grosse Feier zum 20-Jahre Jubiläum des EWR-Neins. Bereits regt sich dagegen Widerstand.

storybild

Bundesrat Christoph Blocher, umrahmt von Sicherheitsleuten, an einer SVP-Kundegebung in der Berner Altstadt. (Bild: Lukas Lehmann)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach dem von Ausschreitungen geprägten SVP-Umzug von 2007 und dem letztjährigen Familienfest auf dem Bundesplatz plant die Volkspartei erneut eine nationale Veranstaltung im Kanton Bern - diesmal in Biel. Mit einem «Gedenktag» will die Partei am 2. Dezember den Volksentscheid gegen den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) von 1992 im Hayek-Park am Bielersee feiern. Bis zu 1000 SVP-Anhänger sollen dem Anlass beiwohnen, bei dem auch Böllerschüsse, Fahnenträger und eine Rede von Christoph Blocher geplant sind. Aber warum ausgerechnet in Biel? OK-Präsident Hans Fehr (SVP ZH): «Biel steht für wirtschaftlichen Aufschwung und ist eine weltoffene Stadt.»

Genau daran stören sich linke Politiker: «Das die SVP ausgerechnet in der Industriestadt Biel Barrikaden feiern will, finde ich schizophren», sagt Niklaus Baltzer, Präsident der SP Biel. Gerade die Uhrenindustrie sei schliesslich auf Exporte ins Ausland angewiesen – das EWR-Nein verkompliziere das eher. Auch die Grüne Politikerin Daphne Rüfenacht fühlt sich politisch provoziert und würde eine friedliche Gegenveranstaltung begrüssen.

Auch andernorts regt sich Widerstand. Auf der links-alternativen Webseite Indymedia wird bereits auf das Fest hingewiesen. Drohen wieder Krawalle wie in Bern? «Wir werden die Lage laufend analysieren und ein entsprechendes Dispositiv stellen», sagt Nicolas Kessler von der Kapo Bern.

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • honey bohboh am 21.11.2012 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Fürs Volk?!

    Jupi widermal ein Familienfest der SVP. Mal schauen ob es wieder 1,2 Millionen Franken sind, die dem Steuerzahler aus der Tasche gezogen werden!

    einklappen einklappen
  • Alex Sölsch am 21.11.2012 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    EWR ist nicht EU

    Und wiedermal zeigt sich, dass es viele gibt, die nicht zwischen dem EWR (mit all unseren EFTA Freunden) und der EU unterscheiden können.

  • Hardermanndli am 21.11.2012 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Klar, dass sich die linken daran stören

    Klar, dass sich die linken daran stören, das waren schon immer schlechte verlierer!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex Sölsch am 21.11.2012 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    EWR ist nicht EU

    Und wiedermal zeigt sich, dass es viele gibt, die nicht zwischen dem EWR (mit all unseren EFTA Freunden) und der EU unterscheiden können.

  • honey bohboh am 21.11.2012 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Fürs Volk?!

    Jupi widermal ein Familienfest der SVP. Mal schauen ob es wieder 1,2 Millionen Franken sind, die dem Steuerzahler aus der Tasche gezogen werden!

    • Berner Bär am 21.11.2012 16:02 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Familienfest der SVP

      @Honey bohboh: Es handelt sich absolut nicht "um ein Familienfest der SVP", sondern um eine Gedenkfeier zum 20. Jahrestag des EWR-Neins. Diese Veranstaltung wird von verschiedensten Organisationen getragen. Und wenn die Linke nur annährend so tolerant wäre, wie sie es von den andern fordert, müsste kein grosses Sicherheitsdispositiv aufgezogen werden.

    • Gusti am 21.11.2012 16:28 Report Diesen Beitrag melden

      Die Linken haben es in der Hand.

      Die Linken haben es in der Hand.

    einklappen einklappen
  • Hardermanndli am 21.11.2012 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Klar, dass sich die linken daran stören

    Klar, dass sich die linken daran stören, das waren schon immer schlechte verlierer!

  • brügger fernand am 21.11.2012 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    An alle Besserwisser

    Wenn damals dem EWR zugestimmt worden wäre, würden wir im gleichen Schlamassel wie alle anderen EU Staaten in Schulden versumpfen

    • Miggu am 21.11.2012 17:50 Report Diesen Beitrag melden

      Alles Spekulation

      Vielleicht wären wir aber genauso reich wie Norwegen.

    • stefan roth am 23.11.2012 13:49 Report Diesen Beitrag melden

      ewr ist nicht gleich eu mitgliedschaft

      der ewr hat nichs mit einer eu mitgliedschaft zu tun. aus dem grund wären wir auch nicht im euro! genauso wenig wie unsere efta partner norwegen / island / lichtenstein. es würde uns aber das ständige theater mit den bilateralen verträgen ersparen.

    einklappen einklappen
  • Mike Müller am 21.11.2012 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    unterste Schublade

    Da stört sich die SP am Austragungsort, da drohen schon die Grünen mit sog. friedlichen Gegenveranstaltungen. Die Anmassung politischen Gegenpartei vorzuschreiben was sie zu tun und zu lassen haben ist unterste Schublade. Wenn die SVP dies tun würde, wäre die Empörung riesig und wochenlang ein gefundenes Fressen für die Medien. Da wird doch wieder einmal das Gefühl verstärkt, dass in der Parteienlandschaft in der CH mit 2 verschiedenen Ellen gemessen wird.

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren