Pädophiler verurteilt

28. Juni 2013 09:18; Akt: 28.06.2013 09:18 Print

«Der Täter war ein guter Schauspieler»

500 Knaben hat der Berner Oberländer Pädophile kontaktiert. Forensiker Josef Sachs erklärt die perfiden Taten des Kinderschänders.

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«Roland M. war ein guter Schauspieler»: Gerichtspsychiater Josef Sachs über den Oberländer Pädo.

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80 A4-Seiten in Teenie-Slang füllte ein Chat-Protokoll von «Anita» mit einem seiner Opfers. Wie beurteilen Sie das Vorgehen des Sex-Täters?
Sachs: Roland M. hat sich gezielt und berechnend auf die gleiche Stufe wie die Teenager hinuntergelassen - und die Buben gezielt mit Nacktbilder von Mädchen gelockt. Deren Sprache hat er aber nicht bewusst gelernt. Er muss also ein guter Schauspieler sein.

Was treibt einen Familienvater dazu, Buben anzuschreiben und zu missbrauchen?

Er suchte mit krimineller Energie den sexuellen Kick und die Anerkennung. Er muss nicht unbedingt pädophil sein, sondern wollte mit den Taten Macht ausüben.

Er missbrauchte einen Knaben gar in dessen Elternhaus.
Das ist in der Tat extrem dreist. Er brauchte offenbar immer stärkere Lusterlebnisse und wurde richtig süchtig danach.

Zwei Jahre lang erpresste und missbrauchte er die Buben. Warum flog er nicht auf?
Seine Taten blieben nicht zuletzt unerkannt, weil er keine körperliche Gewalt anwendete. Die Knaben fühlten sich auch mitschuldig - und hatten wohl Angst, dass ihnen die Geschichte sowieso niemand glaubt.

Seine Frau steht weiter zu ihm. Warum?

Sie kann sich wohl nicht eingestehen, dass sie sich derart in ihm getäuscht hat. Die Kinder brauchen nun professionelle Hilfe.

(am)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alain B. am 28.06.2013 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bild des Täters

    Nicht sehr schlau, das Portrait des Interviewten zum Titel zu stellen. Viele werden jetzt glauben, das sei das Bild des Täters.

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  • Anthony am 28.06.2013 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    hmmm

    Unfassbar. Wurde glaube ich sogar selber mal von einer/m angeschrieben mit Namen Anita oder sowas. Aber ich denke wenn man sich an einfache Gebote hält, zB wer man nicht kennt - nicht als Freund oder so akzeptieren, dann gleich wieder löschen.. Traurig das sowas vorkommt, bitte hart bestrafen.

  • Josy am 28.06.2013 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich wünsche ...

    ... den Opfern und deren Familien viel Kraft und ich hoffe, sie bekommen alle die notwendige Hilfe und Unterstützung um mit diesem schrecklichen Missbrauch fertig zu werden!!! Die Kinder trifft KEINE Schuld! KEINE! Sie sind Opfer der kindlich-jugendlichen Neugierde und wurden schwerwiegend misshandelt. Auch ohne Schläge und Prügel. Was ich dem Täter wünsche? Für diese Art von Vergehen gibt es keine Strafe, die gross genug wäre. Prophylaktische Kastration, chemisch und operativ wäre das Mindeste. Schützt unsere Kinder!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Prävention am 20.02.2015 21:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    M.M

    Ich denke, dass die Gesellschaft lernen muss, dass es Menschen mit dieser Neigung gibt. Ich bin absolut dafür, dass Täter die ganze Härte des Gesetztes spüren muss. Andererseits sollte jedoch viel mehr in die Prävention investiert werden, damit potentielle Täter möglichst früh lernen, es erst gar nicht soweit kommen zu lassen. Ich wurde als Kind übrigens auch missbraucht. Hass empfinde ich zum Glück nicht mehr.

  • thomas stebler am 28.06.2013 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    nicht therapierbar

    es zeigt sich wieder einmal....der täter ist vorbestraft und bekannt... unsere kuscheljustiz hält solche personen für therapierbar ?!

  • Opferberater am 28.06.2013 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Mitverantwortung

    Trotz der Verwerflichkeit der Taten - Aber sie hätten ohne das naive Verhalten der Opfer nicht geschehen können. Wer auf solche primitiven Tricks im Internet hereinfällt trägt eine gewisse Mitschuld. Hart formuliert aber wahr.

  • Monika Gruber am 28.06.2013 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Zölibat für Straftäter?

    Halbschlaue Aussagen eines Forensikers. - Warum sollte eine Ehefrau nicht zu ihrem Mann stehen, auch wenn dieser zum Straftäter wird? Fordern Sie das Zölibat für Straftäter? Oder die automatische Scheidung von der Pädophilie verdächtigten? Ich denke, der Gesellschaft ist mehr gedient, wenn ein Straftäter so viele stabile Beziehungen behält, wie möglich. Straftäter als Monster zu sehen, die nicht zur Gesellschaft gehören, zeigt vor allem ein ängstliches Menschen- und ein noch ängstlicheres Selbstbild.

    • Lisa am 28.06.2013 11:58 Report Diesen Beitrag melden

      Kinderschänder

      Liebe Monika, hier gehts nicht nur um eine Straftat, hier gehts um sexuelle Handlungen mit Kindern. Ich würde es nicht verstehen wenn die Ehefrau bei einem Kinderschänder bleiben würde.

    • Papstine am 28.06.2013 13:09 Report Diesen Beitrag melden

      Ich könnte nicht.

      Ich glaube, ich würde zu meinem Mann stehen, bei Mord, Totschlag, Raub, Drogen, was auch immer. Aber ein Mann der Kinder missbraucht, (zusätzlich noch Knaben im Alter meiner Söhne) dann wär Schluss und Aus und ich würde ihn nicht mehr kennen wollen. Auch wenn es Scheinheilig ist. Ich könnte nicht anders.

    • Fragende am 28.06.2013 13:15 Report Diesen Beitrag melden

      Was haben sie denn für Ansichten.

      Diese Frau ist selbst Mutter. Wäre schon komisch wenn sie akzeptieren würde das ein anderer Mann ihre Kinder missbraucht. Und Pädophile sind nicht therapierbar und heilbar.

    • Christian am 28.06.2013 13:54 Report Diesen Beitrag melden

      @Monika Gruber

      Finde ich überhaupt nicht. Sehe es genau umgekehrt. Ich denke, dass die Frau Angst hat und genau deswegen nichts unternimmt und alles beim Alten (vermeintlich normalen) lässt. Hätte sie Mut, würde sie ihn bestimmt verlassen ... Aber muss schon extrem sein. Wenn ich mir vorstelle, dass ich mit einer Frau über x Jahrzehnte zusammenlebe und dann kommt plötzlich heraus, dass sie minderjährige Mädchen missbrauchen würde. Krank! Den Opfern & Familien viel Kraft, Mut und Ausdauer.

    • Paulo am 28.06.2013 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Pastine

      wieso sollte den das Scheinheilig sein ?

    • Papstine am 30.06.2013 20:59 Report Diesen Beitrag melden

      @Paulo

      Ich glaube an die Ehe, als unauflösbarer, heiliger Bund. In guten wie in schlechten Zeiten, bis zum Tod. Dies lässt keine Ausnahme zu, denn jeder Mensch zieht seine Grenzen wieder anderswo. Aber in einem solchen Fall würde ich sicher die Scheidung verlangen. Darum Scheinheilig.

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  • Josy am 28.06.2013 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich wünsche ...

    ... den Opfern und deren Familien viel Kraft und ich hoffe, sie bekommen alle die notwendige Hilfe und Unterstützung um mit diesem schrecklichen Missbrauch fertig zu werden!!! Die Kinder trifft KEINE Schuld! KEINE! Sie sind Opfer der kindlich-jugendlichen Neugierde und wurden schwerwiegend misshandelt. Auch ohne Schläge und Prügel. Was ich dem Täter wünsche? Für diese Art von Vergehen gibt es keine Strafe, die gross genug wäre. Prophylaktische Kastration, chemisch und operativ wäre das Mindeste. Schützt unsere Kinder!!!