Saint-Imier

22. August 2017 14:04; Akt: 06.09.2017 11:00 Print

Berner Gemeinde entgeht knapp einer Katastrophe

In Saint-Imier ist Baumaterial abgerutscht. Diverse Autos wurden beschädigt. Eine Person wurde verletzt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Gemeinde Saint-Imier im Berner Jura ist am Montag nur knapp einer Katastrophe entgangen. Mehr als 600 Meter Leitungsrohre sind von einer Baustelle auf dem Hausberg, dem Mont-Soleil, abgerutscht und bis in den Ort geschossen. Glücklicherweise wurde nur eine Person leicht verletzt.

«Es hätte noch viel schlimmer ausgehen können», sagte Gemeindepräsident Patrick Tanner am Dienstag vor den Medien. Bäume und Sträucher hätten den Rutsch der Metall- und Plastikrohre ein wenig abgebremst.

Die Rohre rissen Grünzeug, Äste und Bäume mit sich und beschädigten auch eine Stromleitung. Rund dreissig Fahrzeuge wurden beschädigt. Auf dem Parkplatz des Spitals, mitten im Wohngebiet, kam die Fracht dann zum Stillstand.

«Eine heikle Sache»

Dort fielen die Rohre zum Teil auf Autos und drückten diese ein. In einem Fahrzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt eine Person. Sie zog sich nur leichte Verletzungen zu.

Das Spital wurde nicht beschädigt und es mussten auch keine Gebäude evakuiert werden. Der Zugang zum Spital ist aber eingeschränkt. Auf den Betrieb des Spitals sollte sich der Zwischenfall nicht gross auswirken, wie Spitaldirektor Dominique Sartori ausführte. Die Patientenaufnahme sei sichergestellt. Der Verkehr werde umgeleitet.

Auch am Dienstagmorgen lagen noch Rohre auf dem Spitalparkplatz und im Wald. Spezialisten kümmern sich nun um die Räumung. «Eine heikle Sache», wie Tanner ausführte.

Grosser Sachschaden

Die Baustelle auf dem Mont-Soleil dient dem Bau einer Wasserleitung. Dazu wurde ein Loch durch die Bergflanke gebohrt. Die Rohre lösten sich vom Bohrgestänge. Die Einsatzkräfte wurden gegen 16.40 Uhr alarmiert, dass Rohre und Bäume eine Strasse blockierten. Erste Abklärungen ergaben, dass die Rohre von der Baustelle auf dem Mont-Soleil stammten.

Erschwerend für die Einsatzkräfte kam dazu, dass der Rutsch eine Stromleitung beschädigte hatte. Neben der Polizei standen unter anderem Feuerwehrkräfte, eine Ambulanz und zahlreiche weitere Spezialisten im Einsatz.

Der Vorfall verursachte Schäden von mehreren hunderttausend Franken. Weshalb die Rohre ins Rutschen kamen, ist noch offen. Die Polizei hat Abklärungen an die Hand genommen.

(woz/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lecramsong am 22.08.2017 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glöggli gha

    Hoppala, na wenn da nicht alle ein Riesen Schwein hatten...

  • Jonas am 22.08.2017 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Unternehmen

    (Ich spreche nicht Deutsch, ich benutze also einen übersetzer. Entschuldigen Sie für die Fehler.) Ich kennen sehr gut diese Baustelle. Das Unternehmen ist alemannisch. Es ist auch eines der zuständigsten Unternehmen im Bereich bei speziellen Bohrungen von der Schweiz. Es sind also keine billigen Arbeiter, wie einige sagen.

    einklappen einklappen
  • Lebensarchitekt am 22.08.2017 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück keine Personenschäden

    Blech- und Naturalschäden kann man ersetzen - ein Menschenleben nicht - zum Glück sind keine Menschenleben davon betroffen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marianne Lüchinger am 22.08.2017 22:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwein gehabt

    Es ist unglaublich, wie da fahrlässig mit Baumaterialien umgegangen wird. Solch heikle Sachen gehören in die Hände von Spezialisten und müssen fachgerecht gesichert werden. Die Verantwortlichen haben Schwein, dass keine Menschen und Tiere zu Schaden kamen. Und wer bezahlt den enormen Schaden?

  • Bürger am 22.08.2017 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Die natar löst die Probleme

    Mist !! hätte ich meinen Schummel Seat Ibiza Diesel hier Parkiert, hätte ich Von der Versicherung ein hübsches sümmchen bekommen ( Vollkasko, Elemntarschäden ) So spare ich mir den Update und muss mich nicht mehr aufregen wenn mein Motor nach dem Update stottert.

  • Bärner am 22.08.2017 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zahlen tun andere

    Sind diese Berner Jurassier überhaupt versichert? Oder muss der rechtschaffene Schweizer über eine Prämienerhöhung deren flatterhaften Lifestyle finanzieren?

    • Kip am 23.08.2017 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bärner

      Diese flatterhaften und deiner Meinung nach wenig rechtschaffenen Bernjurassier haben tatsächlich zum Teil eine Versicherung. Und ja, in einigen Häusern hier hat es sogar schon fliessend kaltes und warmes Wasser.

    einklappen einklappen
  • Kramer Jörg am 22.08.2017 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten was da der Auslöser war

    Was da in den Kommentaren wieder gemutmasst wird. Themen werden an den Haaren herbei geschrieben, wie Parteipolitik, Herkunft der Bauarbeiter, Dieselabgase, Zeitdruck, Vertuschung, etc., bevor überhaupt die Ursache für den Absturz der Rohre bekannt ist. Mont Soleil ist 1289 MüM und St-Imier 820 MüM. Wie können dann Rohre 600 Meter in die Tiefe abrutschen, wenn die Differenz von der Bergspitze bis zum Bahnhof nur 469 Meter sind?

    • Innerschweizer am 22.08.2017 20:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kramer Jörg

      Wo steht etwas von 600 Meter in die Tiefe?

    • Anyhabibi am 22.08.2017 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kramer Jörg

      bevor sie sich weiter künstlich aufregen... artikel nochmal lesen.... dort steht das 600m Rohre den Hang herunter gerutscht sind.

    • Morlem am 22.08.2017 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kramer Jörg

      Das waren 600 Laufmeter Rohr. Bei 6m je Rohr, sind das dann 100 Stk. Rohr.

    • Kramer Jörg am 22.08.2017 22:21 Report Diesen Beitrag melden

      Recherchiert nochmals

      Ja ok. Es sind 600 Meter Rohre. Wieso müssen soviele Rohre da hinauf, wenn die ganze Strecke nur 469 Meter Höhendifferenz beträgt, was 78 Rohre zu 6 Meter sind. Somit wäre der Rohrlagerplatz oben auf dem Mont Soleil mit 22 Rohren "überlagert" gewesen. War dies der Grund für ungenügende Sicherheit? Weil zuviel Material für den Platz zu schwer wurde?

    • RS am 22.08.2017 22:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kramer Jörg

      Um zu verstehen ob 600m Rohr "überlagert" sind wäre es gut zu wissen von wo nach wo denn die Leitung gebaut werden soll. Steht das denn irgendwo im Artikel?

    • Marianne Lüchinger am 22.08.2017 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kramer Jörg

      Die sind vielleicht nicht den schnellsten, geraden Weg gerutscht. Kurve hier, Kurve da, das läppert sich zusammen...

    • sackgsicht am 22.08.2017 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kramer Jörg

      alter vielleicht wurde ja auch ein rohrblock verlegt, dreimal zwei lagen übereinander oderso. wasser gas abwasser und elektrizität läuft nicht alles durch dieselbe leitung.

    • Gia Cobbo am 22.08.2017 23:36 Report Diesen Beitrag melden

      besserwissen

      @Kramer: die guten Arbeiter bohren nicht vertikal, da man dann unten ja nicht ans Ende kommt. Sondern schräg. Dann wird die Strecke halt schon mal 600 m lang. Vermutlich auch länger, aber da waren vielleicht noch nicht alle Rohre am Strang...

    • Kramer Jörg am 23.08.2017 01:20 Report Diesen Beitrag melden

      Glück im Unglück

      @Alle. Der Widersinn liegt darin, dass Rohre nach oben transportiert und dort gelagert wurden, die erst ganz unten verbaut werden sollen. Sie müssen dazu also wieder hinunter. Mit ein paar Zwischenlagern lagern dort gerade soviele Rohre, wie zum verbauen benötigt werden. Mit Just-in-time-Planung kommen immer nur soviele Rohre in den Hang, wie gerade verbaut werden können. Kleinere Lager sind auch besser zu sichern und im Fall der Fälle rutschten nicht 100 Rohre gleichzeitig den Hang hinunter. Die werden nun über die ganze Strecke verteilt zum Stillstand gekommen sein. Einige erst im Ort.

    einklappen einklappen
  • Simon am 22.08.2017 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VW

    Jetzt kann sich der Golf Besitzer wenigstens das upedate wegen dem Diesel Skandal sparren...

    • Lustig am 22.08.2017 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Simon

      Hm, nicht jeder Golf ist ein Diesel. Aber Ihr Sarkasmus ist genial. Warum melden Sie sich nicht beim TV? Dann kann man sich endlich wieder auf die Schenkel klopfen.

    • E6 am 22.08.2017 19:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Simon

      Ein Golf weckt halt Emotionen. Gut so.

    • mike am 22.08.2017 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Simon

      @Simon das rote Auto das du siehst ist ein VW Polo GTI. das ist ein Benziner! und kein Diesel. Naja so ist es wenn man keine Ahnung von Autos hat.

    • Mike am 22.08.2017 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E6

      Das ist ein Polo GTI!! Und kein Golf. Das sieht man doch.

    • Bad Company am 22.08.2017 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mike

      Was auch immer. Er hebt sich auf alle Fälle wohltuend ab von den Kisten li und re.

    • rodi am 22.08.2017 20:37 Report Diesen Beitrag melden

      @mike.

      Wenn man eine Ahnung von Autos hat. hat man keinen VW so ist es doch!

    einklappen einklappen