80'000 Besucher

16. Juli 2017 16:18; Akt: 16.07.2017 16:18 Print

Güsche war zum ersten Mal total ausverkauft

So viele Leute wie noch nie – und trotzdem blieben alle friedlich: Die Veranstalter des Gurten Festival ziehen eine positive Bilanz. Auch nächstes Jahr soll das Openair am Mittwoch starten.

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Jan Delay von den Beginnern sorgten auf dem Güsche für viele wippende Hände – und ohrenbetäubenden Lärm. (15. Juli) Einmalige Stimmung auf dem Gurten: die Hauptbühne kurz nach Sonnenuntergang. (15. Juli) Auch der isländische Singer-Songwriter Asgeir trat auf dem Gurten auf. Talent hat er, der Mann. (15. Juli) Seven lieferte am Gurten eine solide Leistung ab. Sein typischer Soul-Funk-Sound kam an. Gemütlicher Einstieg in den letzten Abend des Gurtenfestivals 2017. (15. Juli) Der Aargauer sagte am Schluss des Konzerts: "Da, wo ich wohne, in Luzern, haben wir zwar einen See. Aber keinen Berg!" Applaus aus dem Publiikum. (15. Juli) Saint Motel sind der erste Act auf der Hauptbühne am Samstagnachmittag. (15. Juli) Die US-Band aus Los Angeles hatte mit "My Type" ihren grössten Erfolg. (15. Juli) Schnulze und Schnultze brachten die Casa Bacardi zum Kochen. Volles Haus am frühen Samstagnachmittag. (15. Juli) Wehe dem, der nicht mittanzt zu "Fiesta Mexicana" und "Griechischer Wein". (15. Juli) Mach mal Ketchup, Alte! Oder ist das Sonnencrème? Szene aus der Sleeping Zone. (15. Juli) Ja ja, drei Tage auf dem Gurten sind hart, lang ... und sehr sehr anstrengend. (15. Juli) Fritz Kalkbrenner war der letzte Act auf der Hauptbühne am Freitag. Letztes Jahr spielte hier schon Bruder Paul. (15. Juli) Da ging es aber richtig ab: Fans beim Konzert von Casper am Freitagabend auf dem Gurten. (15. Juli) Bevor am Freitagabend Fritz Kalkbrenner auf die Bühne tritt, war der deutsche Rapper Casper am Zug. Und lieferte fette Beats, die den Gurten einigermassen erschüttern liessen. (14. Juli) "Im Ascheregen" heisst einer der grössten Hits des 34-Jährigen. (14. Juli) Nach einem ziemlich sonnigen Tag wird es langsam kühler. Die Temperaturen sinken von Freitag auf Samstag auf rund 12 Grad ab. (14. Juli) Kuno Lauener, Frontmann von Züri West, spielt am Freitag auf der Hauptbühne. Zumindest der Auftakt des Konzerts war allerdings doch eher verhalten. (14. Juli) So sieht die Zeltstadt respektive Sleeping Zone übrigens von oben aus. Tür an Tür respektive Hering an Hering. (14. Juli) Und das war der Güsche von oben während des Konzerts von Züri West am Freitag. Schöne, grosse Menschenmasse. (14. Juli) So sieht das also aus, wenn 20'000 Menschen den Berner Hausberg füllen. (14. Juli) Nach 17 Jahren ist die Band heuer auf Abschiedstournee. Das Publikum hat während dem ganzen Konzert gehüpft, getanzt und kräftig mitgesungen. «Danke für eure Energie», bedankte sich die Band zum Abschied. (14. Juli) Auch Polizisten waren auf dem Gurtenfestival zugegen – und schienen ein beliebtes Fotosujet abzugeben. (14. Juli) Das änderte sich jedoch, als Irie Révoltés auf der Hauptbühne spielten. Die Musiker aus Heidelberg haben die Bühne gerockt. (14. Juli) Das erste Konzert am Freitag ging schliesslich im Zelt über die Bühne. Folk-Sängerin Lissie aus den USA verzauberte die Besucher. Trotzdem genossen die meisten das Konzert im Sitzen. (14. Juli) Andere zogen sich einfach möglichst luftige Kleider über. (14. Juli) und fand sie nicht nur in Form von Bier. (14. Juli) Manch einer suchte da Abkühlung ... (14. Juli) (Festival-)Sommer, Sonne, Sonnenschein: Keine Wolke am Himmel und Temperaturen um 25 Grad für die Festivalbesucher am Freitag. (14. Juli) Trotzdem hatten bereits früh am Morgen (respektive Mittag, ist ja schliesslich Festival) alle ein Lachen auf den Lippen. (14. Juli) Tag drei auf dem Güsche schien eher langsam und verkatert zu starten. (14. Juli) Die Imagine Dragons zeigten auf der Hauptbühne eindrücklich, was sie drauf haben. Los gings mit "Thunder". (13. Juli) Nach ein paar Minuten ging es dann weiter. Die Zuschauer liessen sich jedenfalls nicht wirklich beirren. (13. Juli) Heimspiel für zwei Berner: Lo & Leduc treten am Donnerstagabend auf dem Gurten auf. Der Berg jubelt. Weit und breit sind keine freien Plätze auf der Liegewiese mehr auszumachen. Stark! (13. Juli) Lo beeindruckte mit einer Rap-Spontaneinlage: Drei Wörter wurden ihm vorgegeben, die er in einen Songtext einbauen musste. Lorenz Häberli (so sein bürgerlicher Name) bestand den Test mit Bravour. (13. Juli) Pegasus aus Biel waren der erste Act auf der Hauptbühne am Donnerstag. Sie spielten praktisch alle bekannten Hits wie «Skyline», «Man on Mars» oder «Technology». (13. Juli) Frontmann Noah Veraguth feierte dabei gleich seinen 30. Geburtstag. Das Publikum war vorbereitet und gratulierte dem Sänger herzlich. (13. Juli) Nein, nein, Regen ist nicht in Sicht. Dieses Teil dient wohl eher als Sonnenschutz. (13. Juli) Güsche, here we are! Viel Spass an den vier verrücktesten Tagen von Bern. (13. Juli) Eine Art Openair-Workout? Pürzlibaum vor dem Zelt. Wems dabei nicht schlecht wird ... (13. Juli) Sie hat die Haare schön fön frisiert. Oder so ähnlich. (13. Juli) Tatsächlich kann man sich auf dem Gurten die Haare machen lassen. Schliesslich muss man für den abendlichen Flirt in Form und hübsch sein. (13. Juli) Mach mal Pause: Hinter den Kulissen wird schon mal grilliert. Kein Festival ohne Cervelat. (13. Juli) Tag 2 auf dem Gurten. Ein kurzer Rückblick auf eines der Highlights von gestern: House of Pain gaben auf der Zeltbühne Vollgas. Spätestens bei ihrem Überhit «Jump Around» blieb kein Füdli mehr still. (13. Juli) Wer sagt denn, auf dem Gurten sei am Mittag noch nichts los? Jene, die sich sportlich betätigen wollen, tun das auf der Wiese vor der Hauptbühne. (13. Juli) Andere lassen das Ganze etwas gemütlicher angehen. In der Zeltstadt mit Blick auf die Berner Alpen wacht man gerade erst auf. (13. Juli) Gemütlich, wer eine Luftmatratze dabei hat. Bloss eincrèmen sollte man sich natürlich am heutigen Tag auch. (13. Juli) Es heisst ja: Nach dem Aufstehen soll man viel trinken. Gedacht, gemacht. (13. Juli) Andere entspannen sich mit Getränk und Zigi bei einer der 20-Minuten-Lounges. (13. Juli) Geht natürlich auch alleine und eignet sich bestens für ein kleines Nickerchen zwischendurch. (13. Juli) Guten Morgen, die Damen. Gut geschlafen? (13. Juli) Der letzte Act auf der Hauptbühne: Macklemore. Der 34-jährige Rapper aus Seattle ist zum ersten Mal zu Gast auf dem Gurten. (12. Jul) In seinen Texten geht es es häufig um sozialkritische Themen. Kein Wunder, wetterte Macklemore auf der Bühne unter anderem gegen US-Präsident Donald Trump. Royal Blood sind der zweite Act auf der Hauptbühne am Mittwochabend. (12. Juli) Die Briten, auch wenn es abgedroschen klingen mag, rocken den Gurten mit ihrem harten Gitarrensound. (12. Juli) Den Fans gefällt es jedenfalls. Ohne Ohrenstöpsel ist das dann aber doch ein ziemlich lautes Konzert. (12. Juli) Und da kann man auch schon mal einen Stuhl nehmen, um hinzuhören und abzugehen. (12. Juli) Dieser Mann ist eine Wucht: Rag 'n' Bone Man ist der erste Hauptact am Gurtenfestival 2017. Und er hat noch viel mehr zu bieten als nur «Human». Glücklich, wer zu den ersten gehörte, der aufs Gelände durfte. Unser Fotograf hat uns versichert: Dieser Mann war sogar der allererste, der Gurtenluft 2017 schnuppern durfte. (12. Juli) Mit Sack und Pack geht es dann Richtung Sleeping Zone. (12. Juli) Ab zu den Zelten – und dann wohl erst mal ein kühles Bier. (12. Juli) Ja, so richtig gemütlich ist so ein Openair natürlich nur mit der richtigen Unterlage. Bei so angenehmen Temperaturen wie heute Donnerstag sowieso. (12. Juli) Die Helfer sind im Dauereinsatz, um einen reibungslosen Ablauf des Festivals zu garantieren. (12. Juli) Es hat zwar viele Wolken. Trotzdem: Sonnenschutz muss sein. Auch dieses Jahr verteilen fleissige Helferinnen und Helfer eifrig Sonnencrème. (12. Juli) Jedes Jahr beliebt: Die 20-Minuten-Lounges. Abhängen, Alter, weisch! (12. Juli) Nein, nein, dieser junge Herr ist nicht schon betrunken. Er gehört zu den Helfern und gönnt sich eine kurze Pause. (12. Juli) Die Flirt-Bändeli von Dosenbach gibt es auch dieses Jahr wieder zu haben. Wer es wissen will, wählt: Für alles zu haben. (12. Juli) Und los gehts: Die Zelte stehen, das Bier ist noch kalt, bald spielen die ersten Bands. Der Güsche kann kommen. (12. Juli) Einige geben sich mit ihren Zeltbauten doch einige Mühe ... aber was ist denn in diesem Gehäuse tatsächlich geschehen ...? «Tatort» reloaded. (12. Juli) Jung, wild und natürlich auch wahnsinnig sexy: Ladys and Gentlemen, das Güsche-Publikum 2017. (12. Juli) Gilt natürlich auch für diese beiden Herren. Allzu viel Orangensaft dürfte in der Pet-Flasche allerdings nicht drin sein. (12. Juli) Ach ja: Der Gurten-Humpen gehört wie immer zur Grundausstattung eines jeden Gurten-Gängers. (12. Juli)

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Die 34. Ausgabe des Gurtenfestivals war ein voller Erfolg: 80'000 Besucher haben das Openair auf dem Berner Hausberg besucht – zum ersten Mal seit der Gründung 1977 waren alle vier Festivaltage ausverkauft. Sprecher Simon Haldemann nennt verschiedene Erfolgsfaktoren: «Das Programm vom Mittwoch vermochte besonders viele Junge anzulocken. Und dann hatten wir natürlich perfektes Festivalwetter.»

Trotz der enormen Besuchermasse hatten die Sicherheitskräfte wenig Arbeit: «Unsere Besucher waren dieses Jahr besonders gut erzogen», sagt Haldemann. So habe es kaum Schlägereien gegeben und sei zu fast keinen Sachbeschädigungen gekommen. Auch die Kantonspolizei Bern spricht von einer ruhigen Festival-Ausgabe.

Taschendiebstähle am Donnerstag

Dennoch hatten sich einige schwarze Schafe unter die Besucher gemischt: «Plötzlich war mein Rucksack aufgeschlitzt und das Geld fehlte», sagt eine Festivalbesucherin. Sie war nicht die einzige: «Am Donnerstagabend wurden uns aussergewöhnlich viele Diebstähle gemeldet», sagt Haldemann. In den meisten Fällen seien Taschen aufgeschnitten worden. Freitag und Samstag habe sich dies jedoch glücklicherweise nicht wiederholt: «Wir haben unsere Besucher immer wieder darauf hingewiesen – möglicherweise auch darum nicht.»

Dass das Festival heuer bereits am Mittwoch begann schadete dem Ambiente nicht: Das «Mittwoch bis Samstag»-Konzept ist für die Organisatoren vollends aufgegangen. Haldemann: «Es war ein Pilotversuch. Jetzt müssen wir mit den Behörden an die Auswertung.» So gelte es etwa zu eruieren, ob die Lärmklagen zugenommen hätten. Geht es nach den Veranstaltern, wollen sie in Zukunft an diesem Konzept festhalten. «Es wurde immer schwieriger, einen würdigen Headliner für den Sonntag zu finden, da die grossen Acts tendenziell nicht bei Tageslicht spielen wollen», erklärt Haldemann.

61 Konzerte und 63 DJs

Gesamthaft haben 61 Konzerte und 63 DJs die Besucher auf dem Hausberg zum Tanzen und Feiern gebracht. Der Mittwoch startete Hip-Hop-lastig. Das Hip-Hop-Duo Macklemore & Ryan Lewis verstand das Publikum zu animieren. House of Pain sorgte mit gutem altem Old-School-Hip-Hop für gute Laune.
Am Donnerstagnachmittag hatte der Singer-Songwriter Faber schon ein ganzes Zelt gefüllt. Seine kontroversen Lieder berührten und regten zum Tanzen an. Danach brachten die Berner Lo&Leduc mithilfe des Publikums den gesamten Berg zum Beben.

Vor allem der eigens für den «Güsche» kreierte Freestyle-Rap von Lo mit den Wörtern Gurtenbähnli, Jeans for Jesus und Mauersegler begeisterte. Später ging es mit Imagine Dragons und The Bloody Beetroots rockig zu und her.
Grosse Headliner am Freitag waren der Musikproduzent Fritz Kalkbrenner und die Lokalmatadoren Züri West. Letztere erfreuten bei ihrem Heimspiel mit einem neuen Album. Abgeschlossen haben das Festival am Samstag unter anderem die Hip-Hop-Musikgruppe Beginner und der Trash-Punk-Musikproduzent Bonaparte.


Über 3500 Personen auf Dating-App

Für Aufregung auf dem Festivalgelände sorgte die dieses Jahr neu lancierte Dating-App «Güsche Date» des Stadtberner Energieversorgers Energie Wasser Bern (ewb). Während dem viertägigen Festival haben sich über 3500 Personen auf der App angemeldet und zahlreiche Treffen vereinbart. Nach dem Festival geht die App bis zum nächsten Jahr in den Schlafmodus.

(cho/sda)