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Schüsse bei Zwangsräumung
14. August 2012 09:36; Akt: 14.08.2012 16:05 Print
Berner wegen Polizistenmord angeklagt
Er tötete bei der Zwangsräumung seiner Wohnung im bernischen Schafhausen einen Kantonspolizisten. Jetzt muss sich der 35-jährige Roger F. wegen Mordes vor Gericht verantworten.
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Roger F.*, der im Mai letzten Jahres in Schafhausen im Emmental einen Polizisten erschoss, kommt wegen Mordes und Mordversuchs, eventuell wegen vorsätzlicher Tötung und Versuchs dazu vor Gericht. Das hat die zuständige Staatsanwaltschaft entschieden.
Die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau teilte am Dienstag mit, sie habe ihre Untersuchungen abgeschlossen und beim Regionalgericht Emmental-Oberaargau Anklage gegen den Beschuldigten erhoben.
Sie wirft Roger F. auch Gefährdung des Lebens sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte vor. Wann der Prozess stattfindet, ist noch offen.
Gleich nach Tat festgenommen
Roger F. konnte unmittelbar nach der Tat festgenommen werden und befindet sich im vorzeitigen Strafantritt. Er ist grösstenteils geständig.
Am Morgen des 24. Mai 2011 waren zwei Kantonspolizisten und ein Betreibungsweibel mit der Zwangsräumung der Wohnung des Beschuldigten in Schafhausen im Emmental beauftragt.
Weil sich Roger F. nicht bemerkbar machte, verschafften sich die Beamten im Einverständnis mit den Eigentümern Zugang zur Wohnung.
In diesem Moment schoss Roger F. mehrfach mit seiner ehemaligen Dienstpistole der Armee auf die Beamten.
Tödliche Schüsse in Brust und Bauch
Der 39-jährige Wachtchef von Rüegsauschachen BE wurde dabei zweimal tödlich am Oberkörper und Unterbauch getroffen und verstarb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmassnahmen noch am Tatort.
Der zweite Kantonspolizist erlitt einen Durchschuss des Oberarms, der im Spital behandelt werden musste. Er steht heute wieder im normalen Polizeidienst.
Der Betreibungsweibel wurde während der Auseinandersetzung nicht verletzt, musste jedoch aufgrund dieses Vorfalls seine Tätigkeit aus psychischen Gründen aufgeben.
Die Tötung des Polizisten löste in der Öffentlichkeit grosse Betroffenheit aus.
* Name der Redaktion bekannt
(sda)

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