Zwischennutzung

19. Mai 2016 05:50; Akt: 19.05.2016 05:50 Print

Warmbächli-Brache wird mit Bar und Gärten belebt

von Annina Häusli - Auf dem Berner Warmbächli-Areal soll künftig eine Bus-Bar für einen kulturellen Treffpunkt sorgen. Eine entsprechende Baupublikation wurde am Mittwoch veröffentlicht.

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Unter dem Motto «vom Quartier – fürs Quartier» will der Verein Warmbächlibrache das leerstehende Areal zwischennutzen. So soll bis 2018 auf dem Areal im Berner Holligenquartier unter anderem ein Gastro-Bus den Durst der Anwohner löschen. Der Verein hat ein entsprechendes Baugesuch zur Zwischennutzung eingereicht, wie dem «Anzeiger der Region Bern» am Mittwoch zu entnehmen ist.

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Erste Projekte bereits umgesetzt

Der Bus mit eingebauter Bar steht sonst während der Skisaison in Grindelwald. Nun soll das Gefährt mit Jahrgang 1960 im Sommer jeweils auf dem ehemaligen KVA-Areal die Anwohner mit kühlen Getränken versorgen. «Der Bus soll die Menschen anlocken», sagt Samuel Jaggy vom Verein Warmbächlibrache. Sowohl im wie auch ausserhalb des Fahrzeugs soll es jeweils bis zu 30 Sitzplätze geben. Der Bus steht derzeit noch in einer Einstellhalle und wartet auf seinen Einsatz. Sobald das Gesuch bewilligt ist, soll er den Anwohnern auch als kultureller Treffpunkt dienen.

Daneben sind weitere Projekte angedacht, etwa verschiedene Gärten für Urban Gardening, ein Tischtennistisch oder ein Pétanque-Platz. Auch eine kleine Bühne soll die Steinwüste beleben. Einige Projekte wurden bereits umgesetzt – zum Beispiel ein Biotop, das verschiedenen Kleintieren einen Lebensraum bietet. «Auf einem Robinson-Spielplatz toben sich bei schönem Wetter bereits heute Kinder aus», so Jaggy. So werkelten am Mittwochnachmittag die Väter Ralf und Roland aus Bern mit ihren Kindern am Spielplatz. «Wir verwandeln die Wüste in eine Spielstätte», heisst es von Seiten der Bauarbeiter.

Nur positive Rückmeldungen

Bei der vbg Quartierarbeit freut man sich über die Zwischennutzung: «Das Bedürfnis der Quartierbevölkerung ist da», sagt Désirée Renggli. Die Quartierarbeit habe sich im Vorfeld auch selbst aktiv für die Klärung der Rahmenbedingungen eingesetzt. Auch von Seiten des Stadtplanungsamtes Bern ist man dem Projekt gegenüber positiv eingestellt. «Zwischennutzungen sind sinnvoll», so Christoph Rossetti. Da sie zeitlich begrenzt seien, könnten auch Experimente durchgeführt werden.

Um auf die Zwischennutzung aufmerksam zu machen, veranstaltet der Verein am 4. und 5. Juni ein Brachenfest. Auch kann man sich am 12. Juni beim Brachen-Velocross auf dem Areal als Rennfahrer versuchen. «Die Rückmeldungen aus der Nachbarschaft sind bisher vorwiegend positiv gewesen», sagt Jaggy.

Bis 2013 stand auf dem Areal die alte Kehrichtsverbrennungsanlage (KVA). Nach der Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale Forsthaus wurde diese nach 50 Jahren abgebrochen – seit dem liegt das Areal brach. Ab 2018 soll ein neues Quartier mit 250 Wohungen und Platz für Gewerbe entstehen. Jaggy findet es schon jetzt schade, das Areal dann räumen zu müssen. «Vielleicht finden wir ja einen neuen Platz», hofft er aber.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Echo vom Bärgli am 19.05.2016 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Spass danach

    Und wenn dann die Bauarbeiten anfangen sollen, muss erst die Räumung des Areals durchgesetzt werden. Schliesslich hat man ja dann schon das "Gewohnheitsrecht"...

  • Marie aus dem Quartier am 19.05.2016 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    .....schade, dass nicht eine wunderschöne Parkanlage entsteht :-) Da hätte ich mich riesig darbüber gefreut.....eine grüne Anlage welche nach einem strengen Arbeitstag zum relaxen einlädt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marie aus dem Quartier am 19.05.2016 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    .....schade, dass nicht eine wunderschöne Parkanlage entsteht :-) Da hätte ich mich riesig darbüber gefreut.....eine grüne Anlage welche nach einem strengen Arbeitstag zum relaxen einlädt!

  • Echo vom Bärgli am 19.05.2016 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Spass danach

    Und wenn dann die Bauarbeiten anfangen sollen, muss erst die Räumung des Areals durchgesetzt werden. Schliesslich hat man ja dann schon das "Gewohnheitsrecht"...