Gerettet

19. September 2013 20:55; Akt: 19.09.2013 20:55 Print

Zwei Berner Kühe erhalten Asyl in Spanien

von Tabea Waser - Viel Mühe um zwei Kühe: Eine Tierschützerin bringt zwei Tiere in einen Gnadenhof nach Madrid.

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Diese Kuh und ihr Kalb haben einen weiten Weg vor sich. (Bild: SIE)

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Die Tierschützerin Edith Zellweger hat kürzlich einem Milchbauern aus Boll Kuh Pisa samt Kälbchen Perle für 6000 Franken abgekauft. Dies im Auftrag einer Anwohnerin, die beim Vorbeijoggen besagte Kuh sah, wie sie ihr Kalb zur Welt gebracht hat. «Kälber sind in der Milchwirtschaft bloss Abfallware, das letzte Stündchen hätte für das Tier bald geschlagen», so die Tierfreundin. «Ich wollte ein Zeichen setzen und die Tiere vor der skrupellosen Ausbeutung als Nutztiere retten.»

20-Stunden-Reise nach Madrid

Nachdem Zellweger trotz emsiger Bemühungen keinen passenden Gnadenhof in der Schweiz gefunden hat, werden die Tiere nun morgen vom Emmental ins Hinterland von Madrid gefahren – auf den Hof eines deutschen Tierschützers. «Es ist eine Schande für die Schweiz, dass Schweizer Kühe in einem ausländischen Gnadenhof untergebracht werden müssen», so Zellweger. Eigens für die Fahrt wurde ein klimatisierter Bus angeschafft. Die Kosten für den Transport übernimmt die Stiftung ProVegan. Die Fahrt dauert rund 20 Stunden. Insgesamt kostet die Aktion rund 10 000 Franken – den Kauf des Busses nicht eingerechnet.
«Die Fahrt ist zwar eine Belastung für die Tiere, aber wenigstens können sie zusammenbleiben und werden nicht geschlachtet», so Zellweger.