Gewaltaufruf gegen G-20-Gipfel

11. Juli 2017 03:51; Akt: 11.07.2017 12:39 Print

Junge SVP Bern zeigt die Reitschule an

Nachdem auf dem Dach der Berner Reitschule Gewaltaufrufe gegen den G-20-Gipfel in Hamburg prangten, soll nun die Staatsanwaltschaft aktiv werden.

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Prangte auf dem Dach der Reitschule in Bern: «Shoot G20», daneben ein Maschinengewehr. Bild: Franziska Rothenbuehler/«Der Bund»

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Es war ein Katz-und-Maus-Spiel auf dem Dach der Berner Reitschule. Zuerst stand da «Smash G20», was der Eigentümerin der Liegenschaft, der Stadt Bern, nicht gefiel. Sie liess die Sujets übermalen, wie der «Bund» berichtete. Dieses Spiel wiederholte sich mehrmals, bis am Schluss «Blow up G20» auf dem Dach prangte.

Das könnte nun ein juristisches Nachspiel haben: Die Junge SVP Bern will die Betreiber der Reitschule wegen dem offenen Gewaltaufruf gegen den G-20-Gipfel in Hamburg anzeigen, wie die Partei in einer Medienmitteilung schreibt. «Ich denke, dass der eindeutige Gewaltaufruf Wirkung zeigte», sagte Co-Parteipräsident Ad­rian Spahr.

Krawalle am G-20-Gipfel in Hamburg

Auch die Behörden wollen nicht mehr länger tatenlos zuschauen, wie der «Blick» schreibt. So soll die Berner Staatsanwaltschaft ein Verfahren prüfen, das klären soll, ob die Aufrufe auf dem Reitschuldach strafrechtlich relevant seien.

An den G-20-Protesten in Hamburg waren viele Schweizer dabei. Und nicht alle verhielten sich friedlich: Mehrere Schweizer wurden festgenommen.

(chk)