Rentner im Hungerstreik

28. Juni 2017 09:44; Akt: 28.06.2017 09:44 Print

Peter Hans Kneubühl ins Spital eingeliefert

Seit Ende Mai ist der inhaftierte Bieler Rentner wieder im Hungerstreik. Nun wurde er ins Inselspital verlegt. Dies, weil er zu schwach sei.

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Er sei ein Opfer des Staats, schrieb Peter Hans Kneubühl Ende Mai in einem Brief. Deshalb bleibe ihm nichts anderes übrig als der Hungerstreik. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hörte der inhaftierte Rentner auf zu essen. Er wollte damit bezwecken, dass er von der Station Etoine ins Regionalgefängnis Thun verlegt wird.

Nun wurde er aber offenbar woanders hingebracht. Laut dem «Bieler Tagblatt» musste er aufgrund seines geschwächten Zustands auf die bewachte Station des Inselspitals verlegt werden. Aus «medizinischen Gründen» dürfe er auch keinen Besuch empfangen, schreibt die Zeitung.

Kneubühl will, dass sein Fall neu untersucht wird

Der 74-Jährige war bereits im Januar in den Hungerstreik getreten. Nach rund sechs Wochen brach er diesen jedoch ab, weil er mit Valentin Landmann einen neuen Anwalt erhielt. Mittlerweile hat er sich jedoch wieder vom bekannten Zürcher Juristen getrennt.

Der Fall begann 2010, als Kneubühl bei der angekündigten Räumung und Zwangsversteigerung seines Elternhauses einem Polizisten in den Kopf schoss und danach neun Tage auf der Flucht war. Vor Gericht wurde er jedoch wegen einer wahnhaften Störung für schuldunfähig erklärt. Dagegen kämpft der Rentner bis heute und fordert, dass der Fall neu aufgerollt wird.

(vro)