Stadt Bern

03. März 2017 15:48; Akt: 03.03.2017 15:48 Print

Cannabis-Projekt nimmt weitere wichtige Hürde

Das Forschungsprojekt für den Verkauf von Cannabis in Stadtberner Apotheken ist einen Schritt weiter: Die Kantonale Ethikkommission hat das Gesuch bewilligt.

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In Berner Apotheken soll Hanf legal abgegeben werden können. Nun muss noch der Bund grünes Licht erteilen. (Bild: Keystone/edi Engeler)

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Stadt und Universität Bern spielen den Ball nun dem Bund zu: Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) wird ein Gesuch beim Bundesamt für Gesundheit einreichen, um grünes Licht für den Start des Cannabis-Versuchsprojekts zu erhalten.

Die Studie soll den regulierten Cannabisverkauf in Apotheken prüfen. Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein, in der Stadt Bern wohnen und bereits Cannabis konsumieren, was mittels Haarprobe bestätigt werden muss. Für den Kauf des Cannabis wird den Teilnehmern eine Apotheke fix zugewiesen.

Gesundheitliche Risiken senken

Grosses Gewicht legte die Kantonale Ethikkommission bei ihrer Prüfung auf die Gewährleistung des Datenschutzes. Alle erhobenen Daten müssen vom ISPM streng vertraulich behandelt und dürfen an keine andere Stelle weitergereicht werden.

Studienleiter Matthias Egger freut sich: Viele Berner Kiffer würden sich Cannabis auf dem Schwarzmarkt kaufen, das einen stark schwankenden THC-Gehalt und Pestizide oder Pilzsporen enthalten könne. Mit dem Verkauf in den Apotheken könnten gesundheitliche Risiken vermindert werden, wird Egger in der gestern verschickten Pressemitteilung von Stadt und Uni zitiert.

Pilotprojekte in mehreren Städten

Das Bundesamt für Gesundheit muss nun noch eine Ausnahmebewilligung für Anbau, Einfuhr, Herstellung und Inverkehrbringen von Cannabis erteilen. Voraussetzung ist, dass die Betäubungsmittel der wissenschaftlichen Forschung dienen.

In mehreren Kantonen und Städten sind zum Umgang mit Cannabis politische Vorstösse hängig. Diese Städte und Kantone haben sich in einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. Pilotprojekte werden zurzeit auch in Basel, Genf und Zürich ausgearbeitet.

(sul/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • C. Annabis am 03.03.2017 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie und Nimmer

    Sagen Sie mal einem Weinliebhaber: Wein wird in der Apotheke abgegeben! Sowas also auch. Ich will legales Cannabis beim Fachhändler kaufen, einem Spezialitätengeschäft.

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  • L.A.M. am 03.03.2017 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    eeeeeeeeendlich

    Langsam aber sicher nimmt "Legalize It" Gestalt an. Ist langsam echt überfällig, eine riesige Freiheitsberaubung durch den Staat, dem gleichzeitig bei centeris paribus sehr hohe Steuereinnahmen (Bsp. Amerika/Amsterdam) entgehen. Somit allen Kiffern ein schönes Blazen am Wochenende, und auch allen anderen ein schönes Wochenende

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  • T.H.C am 03.03.2017 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Positiv

    Ein kleiner Schritt für Bern ein grosser für die Schweiz!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Worm77 am 04.03.2017 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlange stehen

    Ich wage mir nicht vorzustellen, wie lange die Schlangen vor Berner Apotheken werden, wenn dies nicht schweizweit eingeführt wird :-)

  • michel rupp am 04.03.2017 11:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist vielleicht harmlos

    aber es ist und wird immer eine Einstigsdroge bleiben. Ich sehe es an 3 alten Kollegen, dass es nicht nur beim Cannabis bleibt und das wünsche ich Niemandem deshalb nein zu diesem Zeug

    • Alkohol Ist gift am 04.03.2017 11:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @michel rupp

      Aber wenn am Wochenende Junge Leute sich in die Haare kriegen durch Alkohol ist es besser?

    • mäggi wenger am 04.03.2017 11:41 Report Diesen Beitrag melden

      Nichtraucherin

      Cannabis ist nicht immer eine Einsteiger Droge das stimmt gar nicht! Ich weis von mehreren drogensüchtigen dass sie zuerst Alkohol konsumiert haben und nicht Cannabis, Alkohol ist die schlimmste Droge und hat die meisten Süchtigen auf der ganzen Welt aber das wird immer verschwiegen.

    • Peter Schwarz am 04.03.2017 12:30 Report Diesen Beitrag melden

      Drogen sind immer eine Flucht

      Droge ist Droge und niemals gut. da haben sie recht. Cannabis ist jedoch meist die Droge der Jungen und zerstört allzu oft deren Zukunft wie Persönlichkeit.Der negative Einfluss auf die Psyche, Gedächtnis, Motivation, seelische Gleichgewicht wird noch viel zu wenig beachtet. Alkohol ist eher im Alter ein Problem.

    • So Ein Quatsch am 04.03.2017 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Der Alkohol ist mehrheitlich die erste berauschende Droge, wo Jugendliche konsumieren. Es ist omnipräsent, ob daheim, bei Verwandten oder in der Öffentlichkeit. Also wenn sie so wie mir scheint keine Erfahrung damit haben, sollten sie dass Reden anderen überlassen.

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  • Peter Moser am 04.03.2017 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wem nützt es?

    "cool"...wenn man die Statistiken in Colorado kennt = Cannabisfreigabe (mehr Süchtige, mehr Unfälle wegen Cannabis, mehr Leute in der Notaufnahme wegen Cannabis, mehr Jugendliche, die Cannabis rauchen) dann fragt man sich, wer denn ein Interesse hat, dass dies hier auch eingeführt wird?

  • arno am 04.03.2017 09:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staat und Stadt auf Irrwegen

    Das passt doch zur Stadt Bern, die rot-grüne Regierung wird sicher selber einen Verkaufsstand in der Reitschule aufstellen. Warum nicht, die Stadt kann das Geld brauchen um all die zukünftigen Soziallasten zu bestreiten. Die Frage bleibt: "Kann Canabis auch mit Sozialleistungen bezahlt werden, oder übernimmt das direkt der Staat?"

  • Sabrina am 04.03.2017 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bäh... es stinkt...

    Ich mag das jedem gönnen der sich das Zeug reinziehen will, ehrlich, aber ich verfluche schon jetzt den hässlichen Geruch den das Zeugs verteilt. Mir wird davon übel und schwindelig wenn ich schon nur wenig von dem Geruch wahrnehme... Aber ihr sollt euch freuen :-)

    • Sandra am 04.03.2017 09:11 Report Diesen Beitrag melden

      @Sabrina

      Freut mich zu lesen, dass ich eine Leidensgenossin habe. Ich reagiere mit Übelkeit auf diesen Gestank. Brennende Augen und ebenfalls Übelkeit treten z.B. umgehend auch auf, wenn eine "normalrauchgeschwängerte" Person ins Postauto steigt. Es ist zum K.....

    • Tja am 04.03.2017 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sabrina

      Denn anderen gehen vielleicht alle Sabrinas und Sandras, auf die Nerven;) zum Glück sind wir verschieden, obwohl dass manchmal heisst dass wir nicht dass gleiche empfinden oder einfach nicht gleicher Meinung sind.

    • mäggi wenger am 04.03.2017 12:32 Report Diesen Beitrag melden

      Parfümallergikerin

      Leiden müssen fast alle auf irgend eine weise, ich persönlich bin Allergisch auf die viel zu süssen und aufdringlichen Parfüms die sind zu meinem übel auch überall unterwegs. Ich bekomme Atemnot Husten, und, trotzdem verlange ich nicht diese zu verbieten und lasse den Mitmenschen ihr vergnügen.

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