Kampfhunde-Attacke

06. September 2016 05:48; Akt: 06.09.2016 08:30 Print

Ist Hund Bandido unschuldig?

von Simon Ulrich - D.S. soll von Hund Bandido angegriffen und verletzt worden sein. Hundebesitzer A.S. weist die Anschuldigungen vehement zurück.

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Der Berner D. S.* sagte, er sei am Dienstag von einem Dogo Argentino angegriffen und übel im Gesicht verletzt worden. Nun wehrt sich der Hundebesitzer: «Ich war schockiert, als ich die Anschuldigung an meinen Hund gelesen habe», sagt der sichtlich aufgebrachte Hundebesitzer A.S.* aus Uettligen. Die Darstellung des Opfers D.S.* sei schlichtweg falsch. «Seine Verletzungen stammen nicht vom Hund. Wenn das Tier ihn tatsächlich gebissen hätte, sähe sein Gesicht ganz anders aus», so der Hundehalter.

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Auf dem Nachbargrundstück liegen die ausgehängten Lamellen einer Jalousie. Hier sprang D.S. letzten Dienstag die vier Meter hohe Mauer hinunter, um sich vor Hund Bandido zu retten. Der 36-Jährige half an diesem Tag einem Freund bei dessen Lieferservice aus und brachte asiatisches Essen an die Adresse des Hundebesitzers. Gemäss eigenen Angaben stürmte das Tier auf ihn zu, warf ihn zu Boden und verletzte ihn schwer im Gesicht. Nachdem er den Hund mit den Beinen habe abwehren können, sei dieser ihm nachgeeilt. Der Nachbar hat den waghalsigen Sprung mit eigenen Augen gesehen. «Mit einer der Lamellen wollte er sich gegen den Hund verteidigen, falls dieser ebenfalls in die Tiefe gesprungen wäre.»

«Es hat kein Kampf stattgefunden»

«Es hat kein Kampf zwischen Mann und Hund stattgefunden», lässt der Anwalt von Hundebesitzer A.S. ausrichten. Die Verletzung habe er sich zugezogen, als er bei seinem Fluchtversuch hingefallen ist. Ausserdem habe er sich gegenüber dem Hund falsch verhalten. Anstatt ruhig zu bleiben, habe er das Essen fallen lassen und den Hund als «Scheissköter» bezeichnet.

Wie es mit Hund Bandido weitergeht, ist derzeit noch unklar. Gegen den Besitzer hat D.S. Anzeige bei der Polizei erstattet. Diese muss nun gemeinsam mit dem Veterinärdienst abklären, wie der Fall gelaufen ist.

*Name der Redaktion bekannt

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Msonestee am 06.09.2016 06:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht fair !

    Ich glaube dem Besitzer vom Hund Bandido. Wenn der Hund ihn wirklich angegriffen hätte, würde es anders aussehen ! Aber bravo ! So schnell wird ein unschuldiges Tier , schuldig gemacht, nur weil er als Kampfhund bekannt ist....

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  • Turiddu am 06.09.2016 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wau wau

    Ist schon merkwürdig dass man am Boden verletzt ist so ein Hund praktisch an der Gurgel hat und denn noch gelingt eim die flucht?Praktisch unmöglich!aus so einer Position gelingt dem menschen keine zwei meter!also die Version des lieferboys scheint mir erfunden zu sein!

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  • Emmely am 06.09.2016 07:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fraglich

    Das war mein 1. Satz, nachdem ich den Bericht, über den Angriff gelesen hatte: Nie und nimmer hat da ein Angriff stattgefunden, ansonsten sähe das Gesicht ganz anders aus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • o0oklaineo0o am 06.09.2016 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DNA-Probe?

    ich denke wenn es der Hund war, hätte man def. bei den Verletzungen eine DNA-Probe machen können und so ganz einfach nachweisen ob die Wunden vom Hund stammen oder nicht. Hmm würde aber auch behaupten, dass er grössere Wunden hätte, wenn er von einem solchen Hund angegriffen wurde. Beim Sprung hat er sich sicher irgendwo verletzt oder ist aufgeschlagen...oder gar beim Entnehmen der Lamellen. Steht wohl Aussage gegen Aussage...leider verlieren die Hunde meistens. :-(

  • Emmely am 06.09.2016 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Ich befürchte das der Hund die Zeche bezahlen muss, da er zu den sogenannten " Kampfhunden" gehört. Das macht mich traurig. Wir halten selber eine Rasse die man zu den Kampfhunden zählt. Als Halter eines solchen Hundes steht man stärker unter Beobachtung, als Halter eines so genannt normalen Hundes. Das sollte sich jeder Halter bewusst sein und sich gegenüber den Mitmenschen so verhalten, das auch nicht Hundefreunde, keine Angst haben müssen.

  • Nikita am 06.09.2016 09:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lachhaft

    Wenn der Hund den Mann wirklich angegriffen hätte, wären die Verletzungen um einiges massiver. Als ich im ersten Bericht die Fotos sah, musste ich fast lachen. Das sind Sturzprellungen und kein Hundebiss. Aber Hauptsache, es muss wieder ein Hund dran glauben.

  • Karlo am 06.09.2016 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Dobermann

    Ich hatte ein prächtiges Dobermann Weibchen und der Pizzakurier hat immer vor dem Eingang zum Anwesen gezittert und geschwitzt. Das merkte sie natürlich.. Aber Sie hätte ihn nie im Leben angegriffen. Höchstens den Pizzakarton entrissen haha. Sie liebte Pizza. Ich bestellte deshalb immer zwei. :) - Wurde aber immer als Kampfhund abgestempelt weil sie böse aussah so kupiert wie sie war. Trotzdem der liebste Hund und Schmusi.

  • Daniel S am 06.09.2016 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Bisswunden

    Das sind ganz klar keine Bissverletzungen sondern sehen für mich aus wie Platzwunden.