Zäziwil BE

11. August 2016 17:25; Akt: 11.08.2016 17:25 Print

Pflanzenschutzmittel schuld am Bienensterben

Nun ist klar, warum Mitte Mai mehrere Bienenvölker in Zäziwil verendeten: Sie starben an einer Chemikalie. Ein 37-jähriger Mann wird sich vor Gericht verantworten müssen.

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Ein erneutes Bienensterben in der Region Zäziwil erinnerte die Imker in der Berner Gemeinde an den Vorfall aus 2014, bei dem ganze Bienenvölker wegen eines verunreinigten Pflanzenschutzmittels verendeten. Auch diesmal ist ein Pflanzenschutzmittel schuld: Die unsachgemässe Anwendung des Mittels hat Mitte Mai dieses Jahres dazu geführt, dass in Zäziwil mehrere Bienenvölker verendeten. Das haben Ermittlungen der Fachstelle Umweltkriminalität und Arbeitssicherheit der Berner Kantonspolizei ergeben, wie sie am Donnerstag mitteilt.

Die Fachstelle hat ihre Ermittlungen abgeschlossen und auch herausgefunden, wer für den Tod der Bienen verantwortlich ist. Es handelt sich um einen 37-jährigen Mann, der das Pflanzenschutzmittel nachweislich nicht fachgerecht angewendet hat. Er wird sich nun wegen Widerhandlungen gegen das Umweltschutz-, das Landwirtschafts- und das Chemikaliengesetz vor der Justiz verantworten müssen.

2014 waren 172 Bienenvölker betroffen

Schon im Jahr 2014 war es in Zäziwil und Umgebung zu einem Bienensterben gekommen. Dieses ging darauf zurück, dass bei einem Hersteller von Pflanzenschutzmitteln irrtümlicherweise ein Insektizid in ein Fungizid geriet. 172 Bienenvölker fielen damals diesem Irrtum zum Opfer.

(sda/kaf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • morgaine am 11.08.2016 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einstein sagte...

    einstein sagte es bereits; sterben die bienen, stirbt auch der mensch! nicht, dass es um letzteren schade wäre, aber mit der bestäubung beginnt der lebenszyklus in der natur. wenn ich nun weiss, dass in china und in den usa bereits heute von hand bestäubt wird, denke ich mit grauen an die zukunft...

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  • sergio am 11.08.2016 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Wir alle wissen, wenn diese Tierchen nicht mehr existieren, wirds mit der Welt noch schneller bergabgehen...

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  • R. Feller am 11.08.2016 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vergiften

    In der Landwirschaft wir die grösste Umweltverschmutzung betrieben. Wen man sieht was da alles gespritzt wird, vergeht fast der Appetit auf Essen. Nur im Ausland ist es noch schlimmer. Leider hat auch in der Landwirtschaft die Gewinnorientierung einzug gehalten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Eidgenosse modi am 22.08.2016 22:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nervengift

    Spritzmittel sind eine art nervengift das ist schreklich zusehenzumüssen wie die tiere sterben Wissenschaftler sollten eine wirksame aber auch insektenfreundliche wariante erfinden den ohne Bienen sterben wir . Aber wir dürfen auch niemanden verklagen weil er einen 1 maligen fejlergemacht hat fehler können jedem passieren .

  • Nora am 12.08.2016 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbieten

    Chemikalien sprühen und dann als Bio verkaufen , so sieht alles aus . Es soll verboten sein Giftige Chemie zu sprühen ,

    • Ironie am 14.08.2016 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nora

      Ab jetzt kaufe ich nur noch Bio Honig.

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  • Swissgirl am 12.08.2016 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bienensterben

    Ein Bekannter von mir ist Bieneninspektor. Oft erzählt er von Schwierigkeiten, nicht nur mit den Bienen, sondern mit Imkern. Bienenvölker sind teuer, daher kommt es zur illegalen Einfuhr von oft kranken Völkern. Der Biene setzen viele Faktoren zu. Da ist die Varoamilbe, Pilze, zu wenig Nahrung da es immer weniger Bienenpflanzen gibt, und die Spritzmittel machen ihnen dann noch den Garaus. Gespritzt wird um des Ertrages Willen! Wir, die Menschen, haben die Natur aus dem Gleichgewicht gebracht. Gesetze reichen nicht, Umdenken und handeln ist in vielerlei Hinsicht gefragt.

    • Hene am 13.08.2016 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissgirl

      Apropos zuwenig Nahrung. Die interessante Frage wäre, wieviel Honig man in den Stöcken lassen sollte, damit die Bienen ihre Abwehrkräfte optimal aufbauen können. Darüber spricht niemand.

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  • Ginge auch am 12.08.2016 07:29 Report Diesen Beitrag melden

    anders

    Es ist allen bekannt dass gewisse Mittel die Gespritz werden nicht gesund sind. Da diese in der Schweiz Produziert werden, die Lobi sehr mächtig ist Spritz man weiter und schaut weg. Die stellungsnahmen dass diese Mittel vom gesetz zugelassen sind zeigt die Haltung. Gesunheit Spilt in der Lebensmittel Produktion keine Rolle, haupsache man Kassiert. Eigentlich sollten unsere Behörden der Sache nach gehen, gestartet wird, doch die Transvormation geht schnell und alles verläuft im Sand. Wann werden unsere Landwirte Modern? Insekten gegen Parasiten, biocontrol lässt grüssen.

    • Beobachter am 14.08.2016 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ginge auch

      Kluger Vorschlag, hätte ich hier nicht erwartet, aber wo sind denn all die Insekten, Vögel wo denn? Ich sehe schon lange fast keine mehr, ausser Fliegen und vereinzelt mal Mücken, von Vögel praktisch nichts mehr. Es gäbe in der Hinsicht so einiges zu untersuchen, nur dürfen es das Bundesamt und andere Staatlich finanzierte Betriebe nicht. Soweit sind wir schon.

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  • Bienenfreundin am 12.08.2016 06:43 Report Diesen Beitrag melden

    Helft den Bienen

    Ob Pflanzenschutzmittel oder nicht. Fakt ist, die Imker nehmen den Bienen ihre Nahrung weg und füttern sie mit Zuckerwasser. Niemand kann überleben, wenn man von Zuckerwasser leben muss. Die Honigproduktion gehört kontingentiert. Mindestens die Hälfte der Honigwaben müssten den Bienen überlassen werden, dann klappt es vielleicht auch mit der Abwehr und dem Überleben.

    • Dominik Gundlach am 12.08.2016 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bienenfreundin

      Mit Verlaub, Bienenfreundin: Sie erzählen sowas von Unsinn! Honigproduktion kontingentieren, Imker schikanieren - und zum Schluss will keiner mehr Imker sein! Nur weiter so! Ach, übrigens: Ich bin auch ein Bienenfreund - ein echter, mit entsprechenden Kenntnissen!

    • Bienenfreundin am 12.08.2016 07:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Dominik Gundlach

      Man kann übrigens auch Imker sein, die entsprechenden Schulungen besuchen, die Bienen pflegen und auf Krankheiten prüfen und ihnen den ganzen Honig überlassen. Das würde man dann Uneigennützigkeit im Namen der Biene nennen.

    • Imker am 12.08.2016 08:10 Report Diesen Beitrag melden

      Symbiose

      @Bienenfreundin Da wir mit den Bienen eine Symbiose eingegangen sind, hat es die Honigbiene wesentlich besser als andere Insekten in unserer "Kulturlandschaft". Es ist schändlich wenn man seinen Teil der Partnerschaft nicht einhält aber es ist auch genau so schändlich das Leben von Mitmenschen durch Gesetze und Reglemente bestimmen zu wollen. Wer gegen die Natur arbeitet wird schon noch die Rechnung für sein persönliches Verhalten bekommen und es an seinen eigenen Bienen spüren, dafür braucht es keine neuen Regeln.

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