Skimming

16. März 2017 18:13; Akt: 19.03.2017 18:43 Print

Betrüger manipulieren mehrere Geldautomaten

Berner und Solothurner wurden Opfer von Skimming. Ihnen wurde illegal Geld vom Konto abgehoben. Etliche Karten wurden gesperrt.

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Auf Facebook schreiben mehrere User, dass etliche Bankautomaten in den Kantonen Solothurn und Bern manipuliert worden seien. In der Fachsprache spricht man von Skimming, dabei werden die Daten der Bankkunden über verstecke Geräte wie Kameras oder falsche Tastaturen kopiert. Laut den Nutzern sind Automaten in den solothurnischen Gemeinden Bettlach, Bellach und Langendorf sowie in den Berner Gemeinden Brügg und Aegerten betroffen. Die User meldeten auch, dass es sich dabei vor allem um Filialen der Raiffeisenbank handle.

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Mehrere Finanzinstitute betroffen

Dort hat man Kenntnis von den Vorfällen.
«Wir können bestätigen, dass in Brügg ein Bancomat von Raiffeisen betroffen ist», sagt Patrick Humbel von der Raiffeisenbank. Wie gross der dabei entstandene Sachschaden sei, will Raiffeisen nicht bekannt geben. Wie viele Kunden davon betroffen seien, wisse Humbel nicht.

«Sicher ist jedoch, dass auch andere Finanzinstitute betroffen sind», sagt er. Etwa wenn ein Kunde an einem Raiffeisen-Bancomaten mit einer EC-Karte Geld abhebe. Seit Anfang Jahr verzeichnet die Raiffeisen acht Fälle von Skimming – generell würden diese seit Sommer 2016 zunehmen. Humbel betont aber: «In so einem Fall übernehmen die Finanzinstitute der Karteninhaber den Schaden vollumfänglich.»

Polizei bestätigt Vorfälle

Die Kantonspolizei Bern bestätigt, in den letzten Tagen mehrere Fälle von Skimming Kenntnis zu haben. «Zwischen dem 13. und 15. März hat es im Kanton Bern drei Meldungen von manipulierten Geldautomaten gegeben», sagt Regina Aeberli, Mediensprecherin der Kantonspolizei. Es handle sich dabei um zwei Fällen aus Brügg und einen aus Evilard.

Fedpol stellt keine Welle fest

Das Fedpol stellt eine eher tiefere Anzahl von Fällen fest. Skimming komme zwar in verschiedenen Kantonen immer wieder vor, eine Welle sei jedoch derzeit nicht feststellbar, erklärt Lulzana Musliu, Mediensprecherin des Fedpol. Dieses empfiehlt, die Sicherheitsmassnahmen beim Abheben von Geld zu beachten: PIN nur geschützt eingeben und Geoblocking einzurichten, also die Karte für bestimmte Länder sperren zu lassen.

(stm)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Iris am 16.03.2017 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist mir schleierhaft

    Ust mir nicht klar, wie bei Banken, die eine Überwachungskamera haben, die Gängster seelenruhig an den Bankomaten manipulieren können. Das dauert doch seine Zeit, bis das eingebaut wird. Warum gibt es keinen Alarm wenn da gebastelt wird? Heute ist doch so etwas möglu ich!!

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  • Rolando am 16.03.2017 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich kanns mir nicht vorstellen.

    Also ich würde gerne mal bei einer Bank so einen manipulierten Bankomaten anschauen, ob einem da wirklich nichts auffällt.

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  • Wiffwiff am 16.03.2017 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bahnhof Bern

    Also doch! Wollte am Montagabend am Bhf. Bern beim Raiffeisenautomaten Geld holen. Angeblich zweimal PIN falsch eingegeben. Aus Sicherheit versuchte ich kein drittes Mal mehr. Was mir auffiel, der Automat war wackelig und die Tasten zu weich. Danke für den Bericht! PIN geändert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rhone Strand am 19.03.2017 06:57 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach kurz warten

    Wir wohnen im einem kleineren Ort und trotzdem kenne ich viele Leute nicht.An unserm Ort hat es mehrere Geldautomaten.Wenn ich Geld beziehen will, dann warte ich eine kleine Zeit bis jemand von mir bekannten Person Geld bezieht, wenn es bei dieser klappt, dann beziehe ich den gewünschten Betrag, bis heute klappte das immer.

  • H.G. am 18.03.2017 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aegerten

    Der Raiffeisen-Bankomat in Brügg kann gut manipuliert werden, er steht an einer schlecht einsehbarer Stelle, nachts beziehe ich kein Geld dort. Und wo steht in Aegerten ein Bankomat?

  • Bürger am 17.03.2017 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Bessere Fotos und härtere Strafen

    Der Staat muss reagieren.

  • Guter Kunde am 17.03.2017 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsorge

    Ich hab schon vor Jahren den Maximalbezug auf 500.-/Tag reduzieren lassen. Also selbst wenn ich ''gehackt'' werde ist der Schaden überschaubar.

  • Omega am 17.03.2017 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man will, dann kann man

    Es muss bekannt gegeben werden, damit auch die Fandung erfolgreich sein kann. Und noch eine Frage, wofür sind Kameras intstaliert? Werden sie nicht ausgewertet? Dort kann man doch sehen wie man eine Tastatur wechselt, wann und welche Konten sich beschädigt werden. Das kann man alles rausfinden. Wenn man natürlich will