Erschossener Polizist

31. Mai 2011 14:52; Akt: 31.05.2011 17:28 Print

«Wir versuchen, das Unerträgliche zu ertragen»

Im bernischen Heimiswil ist die Beisetzung und Trauerfeier für den Polizisten im Gang, der letzte Woche im Emmental bei einem Einsatz mit einer Armeewaffe getötet wurde. Hunderte Kameraden sind angereist.

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In Heimiswil hat die Trauerfeier für den Polizisten begonnen, der letzte Woche bei einem Einsatz in Schafhausen im Emmental erschossen wurde. Hunderte Angehörige der Berner Kantonspolizei sind angereist, um ihrem verstorbenen Kollegen die letzte Ehre zu erweisen.

Sie haben sich in der Turnhalle versammelt, wo die Trauerfeier in der Kirche übertragen wird. Stefan Blättler, Kommandant der Berner Kantonspolizei, wird sich im Verlauf der Feier an die Trauergemeinde wenden.

Wachen bleiben am Nachmittag geschlossen

Damit möglichst viele Mitarbeiter der Kantonspolizei teilnehmen können, bleibt ein Grossteil der Wachen am Nachmittag geschlossen.

Normal geöffnet seien aber die Wachen in Bern (Waisenhausplatz und Bahnhof), Biel und Thun, teilte die Kantonspolizei Bern mit. Die Erreichbarkeit der Polizei bleibt demnach via die Hauptnummer sichergestellt. Auch die Notrufnummern werden regulär bedient.

«Das Leben ist kurz, aber doch von unendlichem Wert»

Der Kommandant der Berner Kantonspolizei, Stefan Blättler, hat den Angehörigen und Dienstkollegen an der Trauerfeier für den erschossenen Polizisten am Dienstag sein Beileid ausgesprochen.

«Wir stehen zusammen und versuchen, das Unaussprechliche in Worte zu fassen, das Unfassbare zu begreifen, das Undenkbare zu verstehen und schliesslich das Unerträgliche zu ertragen», sagte Blättler in der Kirche Heimiswil. Er schilderte den getöteten Polizisten als zuverlässig, pflichtbewusst, hochanständig und kameradschaftlich - «schlicht als feinen Menschen».

Der Polizist habe die Menschen gern gehabt, sei aber kein Träumer gewesen. Er sei sich der Gefahren und Risiken seines Berufs gewiss gewesen. Die Art und Weise seiner Arbeit und wie er Werte auf ganz natürliche Art und Weise gelebt habe, strahle weiter aus und könne den Hinterbliebenen als Wegmarke und Orientierungshilfe dienen, sagte Blättler.

Der Polizeikommandant rief den rund 1000 Anwesenden ein Wort des Kirchenlehrers und Bischofs Franz von Sales in Erinnerung: «Das Leben ist kurz, aber doch von unendlichem Wert, denn es birgt den Keim der Ewigkeit in sich.»

Der 39-jährige Polizist war am vergangenen Dienstag in Schafhausen erschossen worden. Als er zusammen mit einem Kollegen für eine Zwangsräumung eine Wohnungstür öffnen wollte, fielen unvermittelt Schüsse. Der mutmassliche Täter, der 35-jährige Wohnungsmieter, wurde verhaftet.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ein Bürger und Eidgenoss am 01.06.2011 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Danke der Polizei!

    Danke! Danke all den Poliziten und Polizistinnen die trotz geringer Anerkennung und berechtigten Forderungen nach wie vor die Motivation haben für den Bürger da zu sein! Und der Familie des Opfers viel Kraft für die schwere Zeit! RIP! dem Kollegen!

  • Laredo am 31.05.2011 22:36 Report Diesen Beitrag melden

    Die Polizei hat einen Kameraden verloren

    Mein Beileid den Hinterbliebenen. So traurig dieses Schicksal auch ist, es ist ein Schicksal von Tausenden, welche in unserem Lande, auf der ganzen Welt passieren u immer wieder passieren werden - heute, morgen und in jeder Zukunft. Wichtig ist, die Lehren und Schlüsse draus zu ziehen, damit mögliche zukünftige Vorfälle anders verlaufen, das Risiko minimiert wird u damit nicht wieder Partner u/o Kinder ihre Elternteile verlieren. Ein Wunschgedanken, ich weiss u doch sollte es möglich sein. Die Polzei hat einen Kameraden verloren...

  • Klartext am 31.05.2011 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Die armen Polizisten

    ja auch sie haben unser unerträglichen Politiker zu ertragen.

  • Peter Luginbühl am 31.05.2011 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    herzliches Beileid

    Mein herzliches Beiled der Familie des getöteten Polizisten sowie seiner Kammeraden. Vielen Dank allen welche sich trotz dieser lausigen und rückgradlosen Gesetzgebung jeden Tag für das Wohl und den Schutz der Allgemeinheit einsetzen. Es muss schwer sein, wenn man egal was man macht, aus der Sicht der Fehlbaren immer alles falsch macht. Um am Ende auch noch mit dem Leben bezahlen muss.

    • Stefan Meier am 31.05.2011 19:20 Report Diesen Beitrag melden

      auf den Punkt gebracht.

      das triffts!!

    • Laredo am 31.05.2011 22:40 Report Diesen Beitrag melden

      @Luginbühl

      Stimmt genau Herr Luginbühl! Man kann sich manchmal ärgern über unsere Polizisten, aber was hier geschah, das geht zu weit u steh' mit ihnen in Reih und Glied u trauere mit ihnen.

    • Marco am 01.06.2011 00:09 Report Diesen Beitrag melden

      Beileid

      Schliesse mich kommentarlos an.

    einklappen einklappen
  • gelöscht am 31.05.2011 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    gelöscht

    • Peter Luginbühl am 31.05.2011 17:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Menga Gehts noch?

      Mein Gott ist das alles was Ihnen einfällt? Das ist echt unterste Schublade.

    einklappen einklappen
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