AKW-Inspektion

11. Oktober 2012 09:36; Akt: 11.10.2012 10:05 Print

Experten nehmen Mühleberg unter die Lupe

von Markus Ehinger - Das Bundesgericht entscheidet bald, ob das AKW Mühleberg 2013 vom Netz muss. Sind deshalb jetzt 15 Inspektoren vor Ort?

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Blick in den geöffneten Reaktordruckbehälter des Kernkraftwerks Mühleberg. (Bild: Keystone)

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Im Dieselgeneratorenraum des Notstandsystems des AKW Mühleberg ist Rauchen strengstens verboten. Trotzdem fanden Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) dort Zigarettenstummel. Das war vor zwölf Jahren, als das AKW letztmals von einem Operational Safety Review Team unter die Lupe genommen wurde.

Seit dieser Woche ist wieder ein 15-köpfiges Team in Mühleberg und prüft die betriebliche Sicherheit. An die grosse Glocke hängen will die BKW die Inspektion nicht. Der Journalist Thomas Angeli vermutet in seinem privaten, atomkritischen Blog, dass die Inspektion für das Bundesgericht durchgeführt wird. Das Gericht entscheidet in den nächsten Monaten, ob Mühleberg Mitte 2013 der Stecker gezogen wird. «Da käme ein positiver Bericht der Experten gerade zum richtigen Zeitpunkt», sagt Angeli.

Dementi der BKW

Eine Verbindung zum bevorstehenden Gerichtsurteil verneint BKW-Sprecher Antonio Sommavilla: «Es gibt keinen direkten Zusammenhang. Es ist in unserem Interesse, dass wir allfällige Inputs zur weiteren Verbesserung der Betriebssicherheit erhalten.» Die Inspektoren sind noch bis am 25. Oktober in Mühleberg. Ihr Bericht wird in drei Monaten erwartet. Einen Zigarettenstummel sollten sie nicht mehr finden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • E. Nergie am 14.10.2012 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Immer schön abschalten...?

    Abschalten und das Risiko verlagern? Ist dass nicht ein bischen Augenwischerei der Kernkraftgegner? Wo kommt denn der Strom dann her? Aus den Kohlekraftwerken der Nachbarländer, den UltraBrütern aus Frankreich, den Solarzellen die in China/Korea mit riesigem Energiebedarf und von Wanderarbeitern unter schlechtesten Arbeitsbedingungen ohne grosse Umweltauflagen hergestellt werden? Klar, irgendwann ist die Betriebszeit definitv vorbei, aber solange es an einer sinnvollen, sauberen und bezahlbaren Alternative mangelt sollte man den Stecker nicht zu früh ziehen.

  • Patrick Dreier am 12.10.2012 00:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit

    Die Lüge von billigen Atomstrom

  • S. Trom am 11.10.2012 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso, wenn es läuft?

    Wetten dass, dass selbst wenn 15 Experten grünes Licht geben, die Atomkraftgegner weiterhin Hysterie verbreiten? Und, dass sie weiterhin die Fakten zu ihren Gunsten zurechtbiegen? Und, dass sie weiterhin Subventionen in Milliardenhöhe für Grüne Technik abholen und die Strompreise trotzdem massiv steigen werden?

    • blooper am 11.10.2012 15:16 Report Diesen Beitrag melden

      Hauptsache Günstig?

      Solange der Strom Billig ist, solls gut sein? Wie kann man Fakten zurechtbiegen? Fakt ist dass die KKW's in der CH alt sind, und diverse Schäden und Mängel aufweisen. Fakt ist dass der Atomstrom günstig ist. Fakt ist dass die CH bei einem atomaren Unfall, wie es bereits in anderen Länder geschehen ist, praktisch komplett zerstört/ ubewohnbar wäre. Einigen interessiert nur sein eigenes "ICH", und ob's günstig ist. Ich verstehe solche Menschen nicht.

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  • Dr. Richard Ballif am 11.10.2012 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Die älteste AK vom Netz nehmen

    Abschalten und zwar SOFORT! Die Rissen im Kernmantel sind nur mit 6 Zuganker verbessert worden. Der älteste AK vom Netz, denn das Risiko ist zu Gross wenn über 150.000 Menschen ihre Wohnung praktisch Lebenslang verlassen müssen!

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