Blausee

13. September 2017 16:24; Akt: 13.09.2017 16:24 Print

Untersuchung gegen Ausfischen eingestellt

Das Ausfischen am Blausee, bei dem Laien alljährlich zur Angelrute griffen, wurde von Tierschützern stark kritisiert. Sie erstatteten Anzeige. Doch das Verfahren wurde nun eingestellt.

Der Dachverband Berner Tierschutzorganisationen hat diese Szenen beim Blausee-Ausfischen 2016 festgehalten. (zvg)
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Beim Ausfischen am Blausee im letzten Oktober haben sich die Verantwortlichen nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nicht der Tierquälerei schuldig gemacht. Die Behörde hat eine Strafuntersuchung gegen vier Beschuldigte der Blausee AG eingestellt.

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Die Berner Tierschutzorganisationen (DBT) hatte gegen die Blausee AG Anzeige erstattet. Dem Tierschutz war sauer aufgestossen, dass Laien und Kinder ohne Fischerpatent gezielt angesprochen wurden. Er kritisierte, dass die Blausee AG zuliess, dass gefangene Fische am Haken herumzappeln gelassen und fotografiert wurden, dass Fische mit ungeeignetem Gerät mehr schlecht als recht betäubt worden seien oder dass mit Zangen an noch lebenden Fischen herumoperiert wurde.

Aufsichtspersonen der Blausee AG seien zwar vor Ort gewesen, hätten aber nicht eingeschritten. Nachdem 20 Minuten darüber berichtet hatte, stellten die Verantwortlichen das Ausfischen ein.

Blausee-Mitarbeiter hielten sich an Vorschriften

Wie die Blausee AG nun mitteilte, erhärtete sich der Verdacht der Tierquälerei nicht. Die Mitarbeiter hätten sich an die geltenden Vorschriften gehalten. Sie seien den tierschutzrechtlichen Pflichten unter anderem mit einem Merkblatt nachgekommen, das detaillierter sei als jenes des Kantons.

Die Verantwortlichen des jährlichen Anlasses hatten laut eigenen Angaben bereits im Sommer 2016 entschieden, künftig auf das Ausfischen in der bisherigen Form zu verzichten. Im kommenden Oktober soll der Mitteilung zufolge ein neues Konzept in kleinen Gruppen getestet werden. Ab 2018 soll es demnach Angelkurse «unter kompetenter Leitung» geben.

Hinter der Blausee AG stehen prominente Namen. Im Jahr 2014 übernahmen der Swiss Economic Forum-Gründer Stefan Linder, Globetrotter-Chef André Lüthi und Ex-Nationalbankchef Philipp Hildebrand das Ausflugsziel mit seiner Forellenzucht.

(ct/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • S.B. am 13.09.2017 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso Angeln ohne Fischerbrevet

    Laien sollen nur in geführten, kleinen Gruppen zugelassen werden mit fachkundiger Betreuung.

  • Jean-Claude am 14.09.2017 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt vor dem Tier

    Als Fischer verurteile ich das Fischen ohne Kenntnis und Verständnis für Jerdermann/frau. Das fachgerechte Töten (Kiemenschnitt) ist für Patentfischer vorgeschrieben. Solche Anlässe als Tourismusspiel gehören verboten. Sie schaden nur dem fairen Fischer.

  • N.C am 13.09.2017 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sauerei

    Fischen ist schon okay wenn's keine Tierquälerei ist. Leute die keine Ahnung haben sollten Finger davon lassen und so wie die auf dem Video streng gebüsst. Auch Fische sind Lebewesen. geht gar nicht so.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean-Claude am 14.09.2017 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt vor dem Tier

    Als Fischer verurteile ich das Fischen ohne Kenntnis und Verständnis für Jerdermann/frau. Das fachgerechte Töten (Kiemenschnitt) ist für Patentfischer vorgeschrieben. Solche Anlässe als Tourismusspiel gehören verboten. Sie schaden nur dem fairen Fischer.

  • Markus am 13.09.2017 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bischen

    Da würde ich eher ein fröhliches Burkafischen organisieren. Fängt bestimmt jeder Laie eine.

  • N.C am 13.09.2017 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sauerei

    Fischen ist schon okay wenn's keine Tierquälerei ist. Leute die keine Ahnung haben sollten Finger davon lassen und so wie die auf dem Video streng gebüsst. Auch Fische sind Lebewesen. geht gar nicht so.

  • Don Siluro am 13.09.2017 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Nur mit Prüfung

    Das Fischen sollte den Menschen überlassen werden, die die dafür notwendigen Skills haben. Also eine entsprechende Prüfung absolviert haben. Diese Leute wissen, wie man Fische tiergerecht behandelt. Sollte ein Fisch geschont sein, haben sie gelernt, diesen schonend zurückzusetzen. Sie kennen die Schonmasse und Schonzeiten der Fische, können diese sofort identifizieren. Sie haben die nötige Ausrüstung, um artgerecht zu fischen.

  • Fischer am 13.09.2017 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gibts doch gar nicht

    Die Fischerei Gesetze in der Schweiz sind sowieso schon uebertrieben und irgendwo sollen die Neulinge ja lernen wie man fischt, toetet. Diese Gesellschaft ist so verweichlicht das ich mir manchmal denke wer nicht selber jagen/fischen/anbauen kann sollte gar kein Recht auf Essen haben.

    • Denker am 14.09.2017 08:21 Report Diesen Beitrag melden

      @Fischer

      Also wenn so ein Lernprozess in der Fischerei aussieht, dann mal gute Nacht! Stellen Sie sich das mal in einer Kita vor: Kind fällt runter, man steht drauf, weiter will ich gar nicht denken. Sorry dass sind einfach nur Väter welche ihrem Spross etwas cooles bieten wollen, keine Ahnung vom Fischen, kein Respekt vor der Natur. Und wie lange es geht bis ein Veterinäramt eingreift haben wir letzthin in der Ostschweiz gesehen, oder Moment...war es einfach ein Neuling Bauer?

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