Bahnhof Bern

14. Oktober 2012 22:00; Akt: 15.10.2012 09:22 Print

Baldachin wird zum Szenetreff für Alkis

Randständige treffen sich neustens unter dem Baldachin. Pinto und Stadt sehen kein Problem – ÖV-Passagiere schon.

storybild

Viele ÖV-Passagiere stören sich am neuen «Alki-Treffpunkt» unter dem Baldachin. (Bild: CHO)

Fehler gesehen?

Bei der 11er-Busstation unter dem Baldachin zeugen leere Bierdosen und Zigarettenstummel vom Gelage der letzten Nacht. Jeden Morgen sei es das gleiche Bild, nervt sich Pendlerin Claudia Moser: «Es ist widerlich. Abends wird das Bänkli zum Alki-Treffpunkt.»

Die Gassenarbeiter von ­Pinto haben Kenntnis davon. «Saisonale Verlagerungen von Szenetreffs gibt es oft», sagt Leiter Silvio Flückiger. Sie seien mit der Gruppe bereits in Kontakt getreten und intervenieren regelmässig. «Solange die Passagiere aber noch genug Platz ­haben, sehe ich kein Problem.» Mehr dürften es aber nicht werden, sonst sei Ärger programmiert «und das wollen wir verhindern.»

Man behalte die Situation im Auge, sagt Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP): «Mittelfristig ist es das Ziel, dass sich die Szene an einem anderen Ort trifft.» Die Busstation sei nicht als Treffpunkt geeignet – egal für welche Gruppierungen.

Bernmobil nimmts gelassen

«Wir beobachten die Situation und auf Meldungen von Passanten haben wir auch schon Kontrollen unter dem Baldachin durchgeführt», sagt Kapo-Sprecher Andreas Hofmann. Die Polizei sei in Kontakt mit den Leuten unter dem Baldachin.

Bei Bernmobil hat man bisher keine negativen Rückmeldungen erhalten. «Wer sich an der Situation stört, steigt vielleicht einfach vorher aus», sagt Sprecherin Annegret Hewlett.

(CHO)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bert Brenner am 15.10.2012 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Gnade

    Bern besteht vermutlich aus 60% Staatsangestellten und genau diese, die vom Staat profitieren, wollen die hässlichen Alkis jetzt weg von Plätzen haben. Die Arroganz der Linken kennt offenbar keine Grenzen. Statt diese Leute sozial aufzunehmen, verdammen sie sie von den öffentlichen Platzen. Sehr sozial.

    einklappen einklappen
  • RaoulDuke am 15.10.2012 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Treffpunkt

    Abgesehen davon, dass sich nicht nur "Alkis" dort treffen, sollte sich die ach so linke Stadt Bern überlegen, wie sie mit den Süchtigen (seien es Drogenabhängige oder Alkoholiker) umgehen will. In der letzten Zeit wird praktisch nur noch auf Repression und Vetreibung gesetzt. Dabei geht vergessen, dass man so keine Probleme löst - im Gegenteil. Es wäre an der Zeit, eine zweite Anlaufstelle (oder zumindest erweiterte Öffnungszeiten) sowie einen würdigen, zentralen Treffpunkt für Alkoholiker und Randständige anzubieten. Damit liesse sich die Situation massiv entschärfen.

  • Mario Bondi am 16.10.2012 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    «Wer sich an der Situation stört, steigt vielleicht einfach vorher aus» Ganz Schwache Aussage Frau Hewlett. Und da wird einem gesagt das die Preise für den ÖV gerechtfertigt sind. Schlimmes Stadtbild!!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thom Weidmann am 16.10.2012 14:26 Report Diesen Beitrag melden

    Toleranz

    Lasst doch diese paar Alkis "am schärme si". Die stören mich nicht. Pendlerin Moser findet es widerlich. Was sagt sie zum Dreck der täglich,bes. Wochenende, durch Disco-Besucher in der Oberstadt produziert wird?

  • Mario Bondi am 16.10.2012 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    «Wer sich an der Situation stört, steigt vielleicht einfach vorher aus» Ganz Schwache Aussage Frau Hewlett. Und da wird einem gesagt das die Preise für den ÖV gerechtfertigt sind. Schlimmes Stadtbild!!!

    • Marc am 17.10.2012 09:35 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz

      Also wie ich Frau Hewletts Aussage verstehe, sagt sie nicht, wer sich daran stört solle vorher aussteigen, sondern dass sie bisher keine Reklamationen erhalten haben weil vermutlich die Leute, die es stört, vorher aussteigen. Ist nicht das gleiche. Aber ja, es ist ein schlimmes Stadtbild, vor allem gleich beim Ausgang vom Bahnhof wo alle Touristen heraus kommen. Wie heisst es doch so schön: Der erste Eindruck zählt. Aber Moment, ist kein Problem, diesen hatten sie ja schon bei der Einfahrt in den Bahnhof mit der reichlich verzierten Reitschule....

    einklappen einklappen
  • RaoulDuke am 15.10.2012 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Treffpunkt

    Abgesehen davon, dass sich nicht nur "Alkis" dort treffen, sollte sich die ach so linke Stadt Bern überlegen, wie sie mit den Süchtigen (seien es Drogenabhängige oder Alkoholiker) umgehen will. In der letzten Zeit wird praktisch nur noch auf Repression und Vetreibung gesetzt. Dabei geht vergessen, dass man so keine Probleme löst - im Gegenteil. Es wäre an der Zeit, eine zweite Anlaufstelle (oder zumindest erweiterte Öffnungszeiten) sowie einen würdigen, zentralen Treffpunkt für Alkoholiker und Randständige anzubieten. Damit liesse sich die Situation massiv entschärfen.

  • Der Erklärbär am 15.10.2012 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist ein Nebeneffekt dieses Systems!

    Wer an dieser kranken Leistungsgesellschaft festhalten will, soll sich auch nicht beklagen, wenn man das Resultat daraus sieht. Das tut diesen Leuten nur gut mit den Nebeneffekten konfrontiert zu werden, die als einzigen Lebensinhalt nur ihre Arbeit sehen, weil sie zuwenig Liebe im Leben erhalten haben! Nicht alle sind stark genug um mithalten zu können.

  • Bert Brenner am 15.10.2012 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Gnade

    Bern besteht vermutlich aus 60% Staatsangestellten und genau diese, die vom Staat profitieren, wollen die hässlichen Alkis jetzt weg von Plätzen haben. Die Arroganz der Linken kennt offenbar keine Grenzen. Statt diese Leute sozial aufzunehmen, verdammen sie sie von den öffentlichen Platzen. Sehr sozial.

    • Susanne Reich am 15.10.2012 13:12 Report Diesen Beitrag melden

      keinen Gefallen

      Haben Sie schon mal daran gedacht, dass man diesen Leuten auf diese Weise - indem man sie hängen lässt - keinen Gefallen tut? Etwas Druck schadet nicht, auf dass auch diese Menschen ein besseres Leben führen können, nur ihren Beitrag dazu müssen sie schon leisten!

    einklappen einklappen