Einsatz in Bern

11. Juli 2016 13:34; Akt: 11.07.2016 16:44 Print

Vermisste Person in Aare – Suche unterbrochen

Passanten beobachteten bei der Nydeggbrücke eine Person in der Aare – sie soll in Not gewesen sein. Polizisten und Taucher hatten bei der Suche noch keinen Erfolg.

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Bei der Untertorbrücke wird nach einer Person gesucht. (Bild: Leser-Reporter)

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Bei der Untertorbrücke in Bern suchten Taucher der Sanitätspolizei Bern am Montagmittag fieberhaft nach einer Person. «Ich wollte gerade einen Aareschwumm nehmen, als ich Sirenen hörte und drei bis vier Polizeiautos bei der Brücke standen», sagt Leser-Reporter Pascal. Ein Polizeiboot mit mehreren Insassen sei zur Brücke gefahren und habe zwei Taucher ins Wasser gelassen. Gleichzeitig hätten Polizisten und Sanitäter das Ufer abgesucht.

Wie er von Passanten vernahm, sei eine bekleidete Person vom Bärenpark her im Wasser getrieben: «Sie meinten, die Person sei immer wieder untergetaucht und hätte Hilfe gebraucht.» Die Passanten riefen die Polizei.

Beim Bärenpark ins Wasser

Die Kantonspolizei Bern bestätigt gegenüber 20 Minuten den Einsatz bei der Untertorbrücke: «Kurz vor 12 Uhr ging die Meldung ein, dass sich im Bereich des Bärenparks ein Mann in die Aare begeben habe», so Mediensprecherin Regina Aeberli. Ein Passant habe die Polizei verständigt, weil er die Person bei der Untertorbrücke aus den Augen verloren hätte.

Der Leiter des Bärenparks, Peter Schlup, sagt auf Anfrage, dass man für die Sicherheit innerhalb des Bärenparks verantwortlich sei – nicht für den öffentlichen Weg der Aare entlang. «Es gibt aber ein Schild, das klar signalisiert, dass an dieser Stelle ein Badeverbot herrscht», so Schlup weiter. Dieses sei universell verständlich. Vom Vorfall selbst habe man nichts mitbekommen, auch an der Suchaktion beteiligte sich der Bärenpark nicht.

Mittlerweile wurde die Suchaktion unterbrochen. Zur Identität des Mannes will die Kapo noch keine Angaben machen.

Touristen und Fotos

Mehrere Schaulustige hatten sich am Mittag laut Leser-Reporter Pascal auf der Brücke versammelt und das Geschehen beobachtet. Polizisten hätten Passanten und Touristen angehalten, keine oder nicht zu viele Fotos zu machen. «Ich bin dann nicht mehr baden gegangen – das wäre nicht angebracht gewesen.» Andere hätten sich davon jedoch nicht abschrecken lassen.

(cho/aha)