Berner Länggasse

24. Februar 2017 12:28; Akt: 24.02.2017 13:49 Print

Kanton verhandelt mit Besetzerkollektiv

Das besetzte Gebäude in der Länggasse wird vorläufig nicht geräumt. Der Kanton Bern als Grundeigentümer verhandelt mit dem Besetzerkollektiv Fabrikool.

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Das Besetzerkollektiv Fabrikool hat den Behörden ein Sicherheitskonzept vorgelegt. Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) des Kantons Bern werde dieses Konzept nun zusammen mit externen Fachspezialisten und der Gebäudeversicherung vor Ort prüfen und «gemeinsam mit dem Kollektiv über das weitere Vorgehen entscheiden», teilte der Kanton Bern am Freitag mit.

Laut den Behörden befindet sich die denkmalgeschützte Alte Schreinerei in einem schlechten Zustand. Die Behörden erliessen deshalb am Mittwoch zunächst ein Zutrittsverbot und wollten das besetzte Gebäude aus Sicherheitsgründen räumen lassen. Die Besetzer wurden aufgefordert, das Gebäude bis Donnerstagmittag zu verlassen.

Kollektiv schlägt bauliche Massnahmen vor

Dieser Aufforderung kam das Kollektiv nicht nach, nahm jedoch von sich aus Kontakt mit dem Kanton auf und legte den Behörden ein eigenes Sicherheitskonzept vor. Dieses enthält laut dem Kollektiv neben allgemeinen sicherheitstechnischen auch bauliche Massnahmen, die nötig seien, um die Sicherheit aller Menschen in und um das Haus sicherstellen zu können.

Die Gruppe Fabrikool hatte das Haus an der Fabrikstrasse letzten Sonntag besetzt. Das Kollektiv wollte das leerstehende Holzgebäude selber renovieren, weil die Behörden in den letzten Jahren untätig geblieben seien. Die Alte Schreinerei befindet sich auf dem früheren Von-Roll-Areal, das seit 2000 dem Kanton Bern gehört.

Das frühere Fabrikareal dient heute als Standort der Pädagogischen Hochschule. Der Vorplatz, auf dem zahlreiche Studierende ihre Pausen verbringen, grenzt unmittelbar an die Alte Schreinerei. Fabrikool lud Nachbarn und Öffentlichkeit am Donnerstag zu «Spiel, Spass und Pizza» auf dem Platz ein.

(stm/sda)