Swisslos Sprecher

06. Juli 2017 15:58; Akt: 06.07.2017 15:58 Print

«Schweizer Lottokönige bleiben meist bescheiden»

von Mira Weingartner - Die Bescheidenheit des Berner Lottokönigs P.G. begeistert die Leserschaft. Dass der Multimillionär sein Geld nicht verprasst, sei in der Schweiz keine Seltenheit, meint der Swisslos-Sprecher.

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Innert Sekunden um 23 Millionen Franken reicher – dies erlebte ein 60-jähriger Berner im letzten Dezember, als er beim Lottospielen die richtigen Zahlen angekreuzt hatte. Nun erzählte er, wie es ist, ein reicher Mann zu sein.

Umfrage
Was würden Sie nach dem Gewinn von 23 Millionen Franken als Erstes machen?
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Insgesamt 8930 Teilnehmer

Anstatt sich dem Luxus hinzugeben, bleibt der Multimillionär aber lieber bodenständig und bescheiden. Mit diesem Verhalten hat er die 20-Minuten-Leser beeindruckt. Leserin Lexie etwa gönnt dem Mann deshalb die 23 Millionen, «er scheint sehr sympathisch zu sein». «Bewundernswert», meint ein anderer.

Laut Willy Mesmer, Sprecher von Swisslos, sind bescheidene Lottokönige in der Schweiz keine Seltenheit: «Die meisten unserer Gewinner bleiben bodenständig.» Dies habe sich in der Vergangenheit gezeigt. Erst kürzlich habe man die 70 Gewinner aus dem Jahr 2011 kontaktiert. 35 Gewinner hätte ausführlich über ihre jetzige Situation Auskunft gegeben: «Ausnahmslos alle gaben an, noch heute, sechs Jahre später, von ihrem Gewinn zu profitieren», sagt Mesmer. 80 Prozent sind trotz Lottogewinn in ihrer Wohnung geblieben. «Das sagt doch schon viel über deren Bescheidenheit aus.» Man leiste sich heute etwas luxuriösere Ferien, auch gehe man öfters ins Restaurant essen – «doch keiner der Kontaktierten hat sich einen massgeschneiderten roten Ferrari angeschafft», so Mesmer.

Rat von Swisslos: «Bleibt euch selber! »

Tipps, damit der Millionengewinn nicht plötzlich zum Verhängnis wird, hat Swisslos keine auf Lager – der Umgang mit dem Haufen Geld liegen in der Verantwortung des Siegers. «Wir können lediglich raten, auf dem Boden zu bleiben und sich selber zu bleiben», so Mesmer.

Erster Lottokönig musste Konkurs anmelden

Nicht geschafft hatte dies der Schweizer Lottokönig Werner Bruni. Bruni, der inzwischen verstorben ist, war 1979 der erste Lottomillionär der Schweiz. Er gewann 1,7 Millionen Franken. Sechs Jahre nach seinem Gewinn musste er Privatkonkurs anmelden. «Ihm wurde sein Chef zum Verhängnis, welcher umgehend die Medien informierte», erinnert sich der Swisslos-Sprecher. Auch verkaufte dieser ihm einen 1,9-Millionen-Mietwohnungsblock. Bruni war also sofort verschuldet. Die Verwaltung der Immobilie überforderte ihn. Der Haufen Geld war schnell weg. Mesmer: «Diese Geschichte ist zum Glück ein Einzelfall. Ansonsten sind mir keine negativen Lebenswandel von Schweizer Gewinnern bekannt.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ratmal Werwol am 06.07.2017 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Bescheidenheit ist eine Zier

    Habe vor 12 Jahren im Lotto sechs Richtige gehabt. Doch trotz des Gewinns von ca. 7.- CHF (es waren zwei Dreier!) bin ich stets bescheiden geblieben....

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  • Statistiker am 06.07.2017 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt nicht

    Studien sagen aber etwas anderes aus. 1/3 hat die Kohle im Schnitt in 3-5 Jahren wieder los. Ein anderes Drittel hat in dieser Zeitspanne das Geld los und hat noch (mehr) Schulden. Ca. 1/3 kann das "viele" Geld managen und bleiben "reich".

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  • gugus am 06.07.2017 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ich weiss nicht

    das hat doch einer Mal seinen Ferrari im Wallis um den Baum gewickelt. Er war nicht lange Milionär!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 07.07.2017 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunt mich gar nicht

    Wer gut gebildet ist und es sich von der Erziehung her gewohnt ist, hart zu arbeiten und trotzdem mit wenig Geld auskommen zu müssen, wird erst recht keine Mühe damit haben, Millionenersparnisse zusammenhalten zu können.

  • Hotwith am 07.07.2017 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    zuerst aufs konnto und dann mal weiterschauen.Sind ja nur zahlen.

  • Senior Ding Dong am 07.07.2017 00:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Allmächtiger Zwieback überbringer

    Ich würde mir ein Mensch kaufen, so einen der Zwieback ans Bett bringt.

  • Affaaannnnn KKuulloo am 06.07.2017 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    Geht euch nichts an!

    Ich weiss nicht! Würde ich 23 Millionen gewinnen, dann würde ich mir den Wunsch erfüllen und eine High-End-Musikanlage kaufen, die aber knapp eine Million kostet. Ein paar Lautsprechern Tidal Assoluta und schweizer Vor- und Endverstärker der Marke Soulution, TechDAS Plattenspieller, The Beast Musicserver und ein paar Kabel für 100'000 Franken! Darf ich das jetzt nicht tun wenn ich im Lotto gewinnen würde auch wenn ich damit total glücklich wäre? Oder soll ich den bescheidenen spielen, das in der Presse verbreiten und mich dann alle mögen weil ich bescheiden da stehen möchte?

  • Hildi am 06.07.2017 21:17 Report Diesen Beitrag melden

    Im Ernst

    Hätte ich ein paar Millionen und bräuchte sie bis ans Lebensende eh nie (gleiche Wohnung, nur etwas öfters Ferien und Essen gehen?), würde ich einen Teil zu Lebenszeit für gute Zwecke einsetzen, wie z. B. armen Menschen, auch in armen Ländern, die Ideen haben, für eine Selbständigkeit, Gratiskredite zu geben. Auf dem Konto bringen die Millionen niemandem Freude.