Brandserie am Murtensee

08. August 2017 18:40; Akt: 08.08.2017 18:44 Print

Einen Feuerteufel gefasst – gibt es noch weitere?

Eine unheimliche Brandserie hält derzeit die Murtensee-Region in Atem. Ein Verdächtiger wurde nun festgenommen. Doch war es jener, der all die Tiere auf dem Gewissen hat?

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In den letzten drei Wochen brannte es rund um den Murtensee elfmal. Die unheimliche Serie kostete schon 23 Pferden und über 50 Rindern das Leben, denn Ziel waren bisher meist landwirtschaftliche Betriebe.

In den Fällen Domdidier, Dompierre, Avenches und Payerne geht die Waadtländer und Freiburger Polizei davon aus, dass die Brandursache einen kriminellen Hintergrund hat. «Eine andere Brandursache konnten wir ausschliessen», so Bernard Vonlanten, Perssesprecher der Kantonspolizei Freiburg.

Noch ein weiterer Brandstifter unterwegs?

Der mutmasslich Täter von Dompierre konnte kurz nach der Tat verhaftet werden. Dort ging erstmals in dieser unheimlichen Serie ein Wohnhaus und kein Landwirtschaftsbetrieb in Flammen auf. «Die Person wird verdächtigt, in einem Wohnhaus in Dompierre eine Explosion verursacht zu haben. Aber ob der Mann auch für die anderen Brände in der Region als Täter in Frage kommt, ist nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen», sagt Bernard Vonlanten. Nach wie vor werde versucht, die Täterschaft zu ermitteln.

In St.-Aubin, wo eine Kapelle brannte, hatte das Feuer dagegen eine technische Ursache. Eine defekte Klimaanlage führte zum Brand.

Erster Verdächtiger war der Falsche

Im Zusammenhang mit den ersten sieben Brandstiftungen in der Nacht auf den 15. Juli wurde ein Feuerwehrmann als Täter verdächtigt, der in der Zeitung mit seinem heroischen Einsatz prahlte. Daraufhin wurde er festgenommen.

Weil aber in der Nacht auf den 29. Juli erneut mehrere Brände ausbrachen, während der Feuerwehrmann noch in Haft sass, liess ihn die Polizei wieder laufen: Offenbar hatten sie den Falschen. Die Ermittlungen hatten den Mann zudem weiter entlastet.

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(ct)