10'000 Flyer

05. September 2017 17:17; Akt: 05.09.2017 17:18 Print

Pnos kippt Flyer aus – Stadt droht mit Anzeige

Die Pnos kippte am Samstagmorgen gegen 10'000 Flyer mit symbolischen Rückflugtickets nach Eritrea auf dem Münsterplatz aus. Nun prüft die Stadt Bern eine Anzeige wegen Littering.

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Auf den Flyern der Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) stand: «Ab: Schweiz, Ziel: Eritrea, one-way». Telebärn berichtete darüber.

Das Datum der Flyer-Aktion war nicht zufällig gewählt: Am selben Tag veranstaltete die Beratungsstelle für Sans-Papiers einen Solidaritätslauf rund ums Berner Münster. Die Organisation unterstützt Ausländer, die sich ohne entsprechende Papiere in der Schweiz aufhalten, bei Fragen und Anliegen.

Stadt Bern prüft noch, ob sie Anzeige macht

Das Flugblatt der Pnos war also ein Protest gegen Ausländer ohne Aufenthaltsbewilligung. Doch die grosse Anzahl der Flyer sowie die Tatsache, dass sie beim Regenwetter vom Samstag zwischen den Pflastersteinen kleben blieben, rief die Stadt Bern auf den Plan. Denn der Aufwand, um die Strassen zu reinigen, war riesig.

Nun droht der Partei eine Anzeige von der Stadt Bern wegen Littering in sehr hohem Ausmass, schreibt die «Berner Zeitung». Das Polizeiinspektorat prüft derzeit noch, wie viele Flyer tatsächlich auf der Strasse landeten. Die Zahl ist bisher nur eine grobe Schätzung von Gemeinderat Reto Nause.

Auch wird noch abgeklärt, wie gross der Aufwand für die Reinigung tatsächlich war. «Noch können wir keine weiteren Angaben dazu machen, die Ermittlungen laufen weiterhin», so Gemeinderatssprecher Walter Langenegger. Danach soll je nach Ergebnis der Untersuchung entschieden werden, ob gegen die Pnos Anzeige erstattet wird.

Protest gegen Bewilligungspraxis

Die Pnos sagte gegenüber TeleBärn, dass der Auslöser der Aktion die Stadt selber gewesen sei, weil diese den Solidaritätslauf überhaupt bewilligt hat. «Eine solche Unterstützung des Kantons fördert nur das Risiko von Kriminaltourismus», meint Dominic Lüthard, Medienspprecher der Pnos.

(nla)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike am 05.09.2017 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Anzeige

    Bei den Rechten gibt es immer sofort eine Anzeige wegen gar nichts. Wenn die Linken aber wiedermal ein Polizeiauto abfackeln passiert nichts, es wird kaum darüber berichtet.

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  • Besorgter Bürger am 05.09.2017 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genug ist genug

    Ich bin auch für die Aufnahme von Schutzbedürftigen wie z.B. Syrer, aber die Eritreär sollten langsam aber sicher zurück geschickt werden. Viele junge Männer die nur rumlungern oder junge paare und all diese haben Kleinkinder dabei. Wer das nicht glaubt sollte jeweils am Sonntag nach ZH-Wollishofen. Dort ist jeweils ein riesen Auflauf in einer Kirche. Ganze Hundertschaften sind da jeweils vor Ort.

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  • seven am 05.09.2017 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    irgendwie noch witzig!

    Und ehrlich gesagt reicht es wirklich langsam. Es kann ja so echt nicht mehr weiter gehen. Ich fühle mich in meinem Geburtsland schon lange nicht mehr heimisch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Un Gerecht am 20.09.2017 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gerechtigkeit

    Und der schwarze Block zahlt natürlich die Rechnungen nach seinen Zerstörungen pünktlich auf Ende Monat...

  • Leo Forbach am 10.09.2017 04:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klarer Fall

    Ich bin beileibe nicht immer mit der PNOS einverstanden. Aber hier hat sie recht! Eritrea ist ein sicheres Land: Viele "Asylsuchende" reisen von der CH aus regelmässig dorthin für Familienfeste und weitere Aktivitäten! Da kann es ja wohl nicht weit her sein mit "Bedrohungslsge", etc.!

  • Zürcher am 07.09.2017 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Die PNOS hat recht. Eritrea ist ein sicheres Land, mit guter Ausbildung und gutem Lohn. Die können dort ein gutes Leben führen. Kamm gestern in der Rundschau.

  • Marcellus am 06.09.2017 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Eritrea, one-way

    Ich bin kein Fan dieser Bewegung, aber diese Aktion finde ich in Ordnung, den sie soll aufzeigen das wir genug von diesen meist Kriminellen haben und Ilegal auf unseren Strassen herumlungern. Und zu faul sind zu Arbeiten sich vom Militär drücken, (Desertieren ist kein Fluchtgrund) und das Schweizer Asylgesetz missbrauchen und Soziale Institutionen abzogen.

    • Dj Redflame am 06.09.2017 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marcellus

      Von so vielem, schwarz sehn siehst du die welt nur noch schwarz weiss...

    • Redflamelady am 06.09.2017 23:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marcellus

      Jetzt aber mal halblang... also wenn ich auf der Strasse von obdachlosen angesprochen werde dann traurigerweise auf schweizerdeutsch!!!! Ich wurde selten bis gar nie von einem ausländischen Obdachlosen angequatscht! Und diese Flyeraktion verurteile sehr... noch rassistischer geht ja kaum... ah nein sorry hab die SVP-plakate vergessen... die sollte man genau so anzeigen!!!

    • Flo am 08.09.2017 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Redflamelady

      Wir sind alle gegen Rassismus! Es gibt schwarze, gelbe, rote und normale Menschen. Das ist auch gut so.

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  • Do Me am 06.09.2017 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen ungleiche Ellen

    An alle die jetzt behaupten die Anzeige kamm nur zustande, weil die PNOS diese Aktion durchgeführt hat: Politische Aktionen, bei denen Flüsse oder Brunnenwasser eingefärbt, Schriftzüge auf Strassen gesprüht oder tausende Fünfräppler auf dem Bundesplatz abgeladen wurden, wurden ebenfalls verzeigt. Die Aktion der PNOS ist sicherlich als Littering einzustuffen, unabhängig davon was auf den Flyern stand. Man hätte die Flyer auch einfach verteilen können...