Geteilter Kanton

01. November 2012 22:30; Akt: 01.11.2012 22:31 Print

Grüne wollen Stadt und Kanton Bern trennen

von Markus Ehinger - Was nach einer Provokation tönt, meinen die Jungen Grünen ernst. Sie wollen einen neuen Stadtkanton Bern gründen.

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Die Stadt finanziere den Kanton mit Giesskannen, kritisieren Seraphine Iseli, Aline Trede und Manuel Michel. (Bild: ehi)

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«Bis ins Jahr 2020 bildet der Grossraum Bern einen eigenen Stadtkanton»: Das hat der Gemeinderat in seiner «Strategie Bern 2020» vor drei Jahren festgeschrieben. Passiert ist in diese Richtung seither wenig. Das wollen die Stadträtinnen Aline Trede (Grüne) und Lea Bill (JA!) ändern. Sie haben gestern einen politischen Vorstoss eingereicht. «Ist der Gemeinderat weiterhin bestrebt, einen Stadtkanton Bern zu gründen?», fragen die Politikerinnen.

Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) äussert sich eigentlich nicht zu Interpellationen, die er noch nicht gelesen hat, sagt aber: «Wenn man wirklich visionär denkt, müsste man eigentlich alle Kantone abschaffen und an deren Stelle sechs bis sieben Grossregionen in der Schweiz schaffen.»

Land überstimmt die Stadt

Die Stadträtinnen führen nebst wirtschaftlichen Überlegungen auch politische Argumente ins Feld. «Die Stadt wird immer wieder überstimmt, etwa beim AKW Mühleberg, Ausländerstimmrecht oder bei der Autosteuer», so Trede. Sie wolle deshalb die Gründung eines Stadtkantons vorantreiben.

Tschäppät dämpft die Erwartungen: «Die Gründung eines Stadtkantons ist kein Ziel, das der Gemeinderat aktiv verfolgt.» Trotzdem: Die Stadtregierung wird sich jetzt mit dem Stadtkanton auseinandersetzen müssen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Müller am 02.11.2012 05:54 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück...

    werden die Städter immer wieder von den Ländlern überstimmt. Seid doch froh, bei soviel Feinstaub und sonstigen Schädlichen Sachen in der Stadtluft, kann ja keiner mehr klar denken.

  • Yitzhak Shamir am 01.11.2012 23:42 Report Diesen Beitrag melden

    Kantone abschaffen und zwar sofort!

    Herr Tschäppät nicht 6-7 Grossregionen, sondern 3 Sprachzonen. Deutschschweiz, Westschweiz, und italienische Schweiz.

  • Markus am 02.11.2012 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wer zahlt, befiehlt

    Guter Ansatz. Es kann nicht sein, dass 30% der Kantonsbevölkerung (Grossraum Bern) 55% des Wohlstands generieren und dann nichts zu sagen haben! Ich verstehe schon, dass die Land-Berner gerne unsere Steuern ausgeben...

Die neusten Leser-Kommentare

  • René Kälin am 02.11.2012 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Grüne ade!

    Die haben Probleme die Grünen. Es ist wohl ein letztes Aufbäumen vor dem Zerfall.

  • Frida Freude am 02.11.2012 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Süss

    Das ist so lustig den Grünen zuzusehen wie sie nach Themen suchen, damit ihr anhaltender Absturz nicht weiter geht. Erinnert Euch doch, was Eure ursprüngliche Absicht in der Politik war. Aber das war ja nicht gerade erfolgreich.

  • Michael Meienhofer am 02.11.2012 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Die einen wollen (müssen!) fusionieren

    dia andern wollen einen eigenen Staat. Vielleicht sollte man gewisse Politiker noch einmal auf die Polit-Schulbank schicken. Hoffentlich merken die Stimmberechtigten bald einmal, was sie in der Stadt Bern für Volksvertreter wählen !

  • Franz am 02.11.2012 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    SP - Tschäppet + Wyss nicht wählbar

    In Bern muss entlich eine Wende gemacht werden - SP gehört der Vergangenheit an.

  • MauriceInfo Colon am 02.11.2012 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Giesskanne

    Mehr als die hälfte der Stadtberner beziehen Lohn vom Steuerzahler, wer begiesst wohl wen?