Zimmerwald BE

14. September 2017 15:41; Akt: 14.09.2017 19:24 Print

Junger Wolf mit Schuss verscheucht

In Zimmerwald BE haben Wildhüter einen Wolf gesichtet. Mit einem Warnschuss konnte das Tier vetrieben werden. Das Jagdinspektorat geht von einem Jungtier aus.

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Im bernischen Zimmerwald wurde ein Wolf gesichtet. Er zeigte keine besondere Scheu vor Menschen.

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Die bernische Wildhut beobachtete am Mittwochabend in Zimmerwald in der Nähe von Belp einen Wolf. Dieser habe keine besondere Scheu vor Menschen gezeigt, sei aber auch nicht aggressiv gewesen, wie der Kanton am Donnerstag mitteilte.

Aufgrund des Verhaltens des Wolfs habe man entschieden, ihn mit einem gezielten Warnschuss zu erschrecken. «Der Wolf entfernte sich in der Folge und wurde seither nicht mehr gesehen», sagt Jagdinspektor Niklaus Blatter. Zimmerwald liegt auf dem Längenberg, einem Hügel südlich der Stadt Bern.

Leser-Reporter Stefan Hubacher war am Mittwochabend mit dem Bike unterwegs, als er in der Nähe von Belp ebenfalls unverhofft den Wolf sichtete. «Ich habe meine Kamera hervorgenommen und konnte ihm ein bisschen folgen», erzählt Hubacher. Der Wolf habe sich vorsichtig und geradezu unterwürfig verhalten. «Er näherte sich mir auf zehn bis fünfzehn Meter», so der Wildtier-Fan. Als ein Auto herangebraust sei, habe das Tier das Weite gesucht.

Wolf bereits zuvor gesichtet?

Wölfe bemerken Menschen meistens frühzeitig und suchen dann das Weite. Jungtiere seien neugieriger und weniger vorsichtig. «Wir gehen demnach davon aus, dass es sich um einen jungen Wolf handelt», so Blatter. Hubacher stimmt zu: «Der war schätzungsweise zwischen zwei und drei Jahre alt.»

Wichtig sei, dass Wölfe nicht gefüttert würden, sagt David Gerke, Präsident der Gruppe Wolf Schweiz. Denn so verlören sie die Scheu vor dem Menschen. «Dann kann es im Extremfall zu Beiss- oder Schnappunfällen kommen», sagt er. Insgesamt seien Angriffe von Wölfen auf Menschen allerdings selten. Laut Blatter ist zudem ratsam, nicht auf den Wolf zuzugehen oder ihn in die Enge zu treiben. Blatter: «Besser ist es, sich zurückzuziehen.»

Der Wolf wurde in Zimmerwald, unweit der Stadt Bern, gesichtet:

(sul/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dany Bannwart am 14.09.2017 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lasst die Natur in Ruhe!!

    Meine Güte! Lasst doch den Wolf einfach Wolf sein!!!

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  • René am 14.09.2017 16:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Find ich gut.

    Na ihr Unterländer, jetzt habt ihr den Wolf. Aber keine Angst, ist ein wildes Tier und die sind ja Menschenscheu.

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  • patt am 14.09.2017 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wolf für die Stadt

    Juhuii! Jetzt habt ihr auch einen Wolf! Hoffentlich verschwindet nicht euer Fiffi oder Fluffi... sonst müsste der Wolfsschutz herabgesetzt werden...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Grün Denker am 09.10.2017 08:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wolf und Bär

    Da immer mehr überbaut ist, bietet die Schweiz zu wenig Platz (Revierfläche) für Wölfe. Wölfe und Bären sind zwar meist scheu, aber keine kuschelwuschel Tiere. Es sind per Definition Raubtiere. Zwangsläufig wird der Kontakt und somit die Probleme vorprogrammiert sein. Ich finde mann/frau sollte überlegen, ob eine Ausbreitung von den Resourcen her Sinn macht. Oder nur eine Zwängerei ist.

  • pewi am 09.10.2017 05:46 Report Diesen Beitrag melden

    Raubtiere sind nicht scheu

    Es gibt keinen Schutz gegen Raubtiere. Raubtiere sind nicht scheu sondern intelligenter als der Mesch.

  • pewi am 09.10.2017 05:24 Report Diesen Beitrag melden

    Warum Raubtierbefürworter

    Schon viele Jahre schreiben die Raubtierbefürworter nur positiv! Warum eigentlich? Die Selben wissen nach meiner Auffassung ganz genau, dass dies nicht der Realität entspricht.

  • Don Toscani am 18.09.2017 05:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso gleich eine Schuss Abgabe ?????

    Wieso gleich einen Schuss abgeben ? der Wolf ist so scheu da hilft auch schreien oder so, man o man !!!!

    • pewi am 09.10.2017 04:48 Report Diesen Beitrag melden

      Real

      Sie haben leider keine realistische Einstellung!

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  • Anneli am 16.09.2017 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kleines, dicht besiedeltes Land

    Meine Kinder gingen oft alleine mit dem Hund in den Wald. Gewisse Bekannte fanden es verantwortungslos von mir. Heute bin ich froh, dass nie was passiert ist. Damals konnte man sicher sein, dass keine Grossraubtiere unterwegs waren. Ich hoffe sehr, dass dies in 10 oder 20 Jahren auch noch der Fall ist.