Gurzelen

30. August 2017 15:09; Akt: 30.08.2017 15:09 Print

Drei weitere Wolfsrisse im Kanton Bern bestätigt

Die drei Schafe, die praktisch vor der Haustüre eines Schafzüchters in Gurzelen gerissen wurden, fielen einem Wolf zum Opfer. Auch zwei weitere Risse sind nun amtlich bestätigt.

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In den Gemeinden Gurzelen und Schangnau ist es zu drei weiteren Wolfsrissen gekommen. Das haben Untersuchungen an der Universität Lausanne ergeben. Damit summieren sich die Wolfsrisse im Kanton Bern auf fünf Fälle in diesem Jahr.

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Ein weiterer Fall in Guttannen vom 25. August ist in Abklärung, wie die bernische Volkswirtschaftsdirektion (VOL) am Mittwoch bekanntgab.

Zudem wird bei einem weiteren Vorfall in Schangnau, bei dem ein Schaf gerissen wurde, vermutet, dass ein Wolf dafür verantwortlich war. «Wir haben keine DNA-Probe und damit keinen handfesten Beweis, aber die Vermutung ist naheliegend», sagte Niklaus Bernhard von der VOL.

Vor der Haustüre

Nachgewiesen von der Universität Lausanne sind insgesamt drei neue Fälle: In Schangnau wurden am 4. August zwei Ziegen und zwei Tage später zwei Schafe gerissen. In Gurzelen fielen am 11. August drei Schafe einem Wolf zum Opfer. Der Hof liegt gerade mal 7 Kilometer von der Stadt Thun entfernt.

Welcher Wolf zugebissen hat, ist noch nicht bekannt. Es könne sich um ein Tier oder mehrere handeln, gab das VOL bekannt. Klar ist, dass das Raubtier italienischer Abstammung ist. Neue Erkenntnisse dazu sind frühestens in zwei Wochen zu erwarten.

Laut dem bernischen Jagdinspektor Niklaus Blatter verzeichnete der Kanton Bern in den vergangenen zwei Jahren je zwei Wolfsrisse. 2016 fielen eine Ziege und dreizehn Schafe dem Wolf zum Opfer, 2015 waren es drei Schafe.

(ct/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schäferin am 30.08.2017 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ratlos und voller Angst

    Das macht einen als Schafhalter Angst! Unsere Schafe sind wie Familienmitglieder, wie kann man sie wirksam schützen? Herdehund kommt in bewohntem Gebiet kaum in Frage (zu viel nächtliches Gebell). Einen wirklich guten festen Zaun darf man um Landwirtschaftsland herum nicht ziehen. Ein Riesenflexinetz mit Strom? Wir haben vor Jahren von Netzen auf 4 stromführende Drähte umgestellt, damit sich keine Schafe und kein Wild im Netz verheddert. Was also ist zu tun?

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  • Föns am 30.08.2017 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Problemwölfe

    Ihr Städtler habt keine Ahnung was das Problem ist mit dem Wolf.Die Bauern die in Zukunft keine Schafe mehr auf den Alpen Sömmern werden. Der Tourismus in Regionen wo Schutzhunde Herden bewachen.Im Calandagebiet wo kein Hirsch und Reh mehr anzutreffen sind.Familien mit Kleinkindern die in den Maiensässen Angst haben usw...

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  • Rolf M am 31.08.2017 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte Wolf auch in der Stadt Ansiedeln

    Liebe Wolfbefürworter. Es währe gut wenn man den Wolf gleich auch in den Städten Ansiedeln würde, vielleicht hättet ihr dann auch eine reale Sicht zu diesem Tier. Natürlich wird sich von den Städtern niemand für die Stadtansiedelung einsetzten, aber der Wolf wird ohnehin bald bis in die Städte vorgedrungen sein. Dann könnt auch ihr das wilde Hündli ausgiebig geniessen vielleicht bald auch streicheln. Es soll dann auch niemand damit kommen einen Stadtwolf abschiessen zu wollen!!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Skater am 05.09.2017 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    nicht verwunderlich

    Würde mich nicht verwundern, wenn es auch noch plötzlich die wertvollsten Zuchttiere waren. Man kennt ja diese Gilde

  • marko 32 am 03.09.2017 23:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

  • Rolf M am 31.08.2017 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte Wolf auch in der Stadt Ansiedeln

    Liebe Wolfbefürworter. Es währe gut wenn man den Wolf gleich auch in den Städten Ansiedeln würde, vielleicht hättet ihr dann auch eine reale Sicht zu diesem Tier. Natürlich wird sich von den Städtern niemand für die Stadtansiedelung einsetzten, aber der Wolf wird ohnehin bald bis in die Städte vorgedrungen sein. Dann könnt auch ihr das wilde Hündli ausgiebig geniessen vielleicht bald auch streicheln. Es soll dann auch niemand damit kommen einen Stadtwolf abschiessen zu wollen!!!!

    • Berner Bär am 02.09.2017 08:08 Report Diesen Beitrag melden

      Alte langweilige Leier!

      Oh je, werte Wolfshasser! Hören Sie alle endlich mit dieser langweiligen Leier auf. Wir wissen, dass sie alle Wölfe und Krokodile in der Stadt sehen wollen. Bringen Sie bitte mal etwas Neues!

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  • Rufus am 31.08.2017 06:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Natur

    Erst kommt der Mensch und vertreibt den Wolf aus seinem natürlichen Lebensraum. Wenn der Wolf dann zurück kommt, wird er zum problemfall eingestuft. Mir fehlt da jegliche logik. Der mensch hat den bezug zur Natur verloren. Das bereitet mir sorgen...

  • ESO am 30.08.2017 17:56 Report Diesen Beitrag melden

    Platz

    Die Schweiz hat zuviele Menschen und zuwenig Platz für Wölfe. Jeder der denkt alles sei so einfach. Sollen doch alle die für den Wolf sind auswandern und die Schweiz dem Wolf , Bären und allen Wildtieren überlassen. Bin auch für den Wolf und alle Wildtiere, glaube aber keinem ist geholfen, wenn über jede Parzelle von Mensch u Tier gestritten wird. Gestresster Mensch/ gestresster Wolf, das kommt sicher niemals gut.