Interlaken

06. Oktober 2015 18:33; Akt: 06.10.2015 18:35 Print

Toter im Kanal – keine Hinweise auf Verbrechen

Nun kommt Licht ins Dunkel im Fall Interlaken: Der Mann, der aus dem Kanal gezogen wurde, ist ertrunken.

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Der tote Mann wurde am Montagmittag bei der Schiffländte Interlaken aus dem Wasser geborgen. (Bild: Christoph Buchs/Berner Oberländer)

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Bei der Kantonspolizei Bern ging gegen 11 Uhr am Montagvormittag die Meldung ein, dass bei der Schiffländte in Interlaken eine Person im Wasser treibe. Vor Ort fanden die Beamten eine männliche Leiche im Wasser.

Wie die Kantonspolizei Bern nun am Dienstagabend bekannt gab, geht sie davon aus, dass der Mann nicht Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Der Mann ist offenbar ertrunken, wie Untersuchungen zur Todesursache ergaben. Die Leiche wies allerdings mehrere Schnittwunden auf: Laut dem Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern hat sich der Mann diese wohl selber zugefügt, bevor er sich an die Schiffländte hinter dem Bahnhof Interlaken West begab.

In verschiedenen Medienberichten wurde am Montag über ein Gewaltverbrechen spekuliert – so sollen Schleifspuren und Blutflecken an der Böschung zu sehen gewesen sein. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber dem Regionalsender Telebärn, in der Brust der Leiche habe ein spitzer Gegenstand gesteckt.

(smü)