Zäziwil BE

20. Mai 2016 15:37; Akt: 20.05.2016 15:37 Print

Erneutes Bienensterben weckt böse Erinnerungen

Im Emmental sterben die Bienen. Der Grund ist derzeit noch unklar. Es ist nicht das erste Mal, dass es in der Region zu einem Massensterben kommt.

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Wiederholt sich die Geschichte von 2014? Damals starben der Region Zäziwil ganze Bienenvölker wegen eines verunreinigten Pflanzenschutzmittels. Wie das Online-Portal Bern-Ost am Mittwoch meldet, wurden rund um Zäziwil wieder tote Bienen aufgefunden.

Wie gross das Ausmass oder was die Ursache des unerklärlichen Bienensterbens dieses Mal ist, ist noch unbekannt. Ein betroffener Imker sagt zu 20 Minuten, dass etwa sechs bis acht seiner zwölf Bienenvölker betroffen sind. «Bis jetzt hält sich der Schaden in Grenzen, aber ob die Bienen das Gift auch in die Brutkästen getragen haben, wird sich erst noch zeigen», so der Imker. Wäre dies der Fall, stürben noch mehr Bienen. Wie viele seiner Kollegen betroffen sind, kann er nicht sagen.

Bienen werden untersucht

Die Imker in der Region hätten zuerst ungläubig reagiert, als am Dienstag die ersten Bienen starben, «dann kam auch Wut auf», erzählt der Bienenzüchter. «Es ist einfach unglaublich, dass es schon wieder fast das gleiche Gebiet trifft.»

Wie die «Berner Zeitung» schreibt, werden die toten Bienen momentan in einem Labor untersucht. Mit Resultaten ist in drei Wochen zu rechnen.

Wie vor zwei Jahren?

Bereits vor zwei Jahren kam es in der Region zu einem Bienenmassensterben. «Die Bienen torkeln wie betrunken aus den Fluglöchern und bleiben dann liegen», erzählte ein Imker damals 20 Minuten. Rund 130 Völker waren 2014 von der Vergiftung betroffen. Es stellte sich schliesslich heraus, dass ein Obstbauer seine Pflanzen mit einem verunreinigten Pflanzenschutzmittel besprüht hatte. Ein Speziallabor fand den Wirkstoff Fipronil, welcher in der Schweiz verboten ist. Die Vermutung liegt nahe, dass wieder die gleiche Ursache wie 2014 vorliegt. «Am Montagabend wurde gespritzt, am Dienstag begann das Bienensterben», so eine Insiderin gegenüber 20 Minuten.

Gegenüber dem RegionalsenderTeleBärn äussert sich der Landwirt und Bieneninspektor Christian Wüthrich: «Vielleicht wurde etwas gegen die Sägewespen auf eine Obstkultur gespritzt, das die Bienen dann aufgenommen haben», so seine Vermutung. Er betont jedoch, dass dies per se nicht illegal sei. «Es kann sich auch um einen Unfall handeln», so Wüthrich.

(aha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Diana am 20.05.2016 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bienensterben ist eine Katastrophe für alle

    Ja ja und schön weiter die Bauern das Gift auf den Feldern verstreuen lassen .!!! Und das alles aus Profitgier obwohl ja die Überproduktion der Lebensmittel doch wieder am Mist landet .Wann endlich wird begriffen das wir uns selber Vergiften aber macht ja nichts die Medizin bringts schon wieder hin und die Ärzte freuen sich über viel Patienten und das Volk kann immer lauter schreien wegen der fast unbezahlbaren krankenkassen gebühren.DANKE liebe GIFTLER und denen die das zulassen.!!!

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  • Hessin am 20.05.2016 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bienen gehören geschützt!

    Wenn die Bienen sterben, wird es uns Menschen nicht besser gehen. Wir sind von den Krabblern abhängig, die Biene ist das wichtigste Nutztier überhaupt! Aber die Wirtschaft hat schon eine Lösung parat: künstlich im Labor gezüchtetes Obst und Gemüse. Der grauenhafte Umgang mit der Umwelt wird sich rächen - und die Erde wird dabei siegen, die überlebt uns locker. Aber wir nicht ihre Rache für all die Gifte, die wir rausschleudern.

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  • Makatitom am 20.05.2016 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Was wohl

    das Glyphosat, das mit Hilfe der Subventionslobby in Bern immer noch versprüht werden darf und tonnenweise versprüht wird. Aber dann wieder ewigs jammern und noch mehr Milliarden verlangen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Motzimuus am 22.05.2016 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine riesen Sauerei und wird nichts gemacht..

    Es ist unglaublich das ist nicht das erstemal und doch wird alles schön geredet,der Landwirt soll noch Bienenzüchter sein,der weiss ganz genau das,das alles von den Giften kommt die in der Landwirtschaft benützt werden,das ist eine faule Ausrede,es könnte ein Unfall sein.Dann ist jedesmal wenn die Bienen sterben einfach ein Unfall,es ist eine Sauerei und unsere Regierung unternimmt nichts,es wird auch diesmal nichts gemacht.Sie werden dann was machen wenns zu spät ist und dann bezahlen wir alle dafür..

  • Fellini am 22.05.2016 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wild bee

    Wie heists es so schön, wenn die Bienen gehen, gehen wir mit. Das ganze Gelaber um Gift und so weiter, ist doch unnötig. jeder der hier ein Zitat geschrieben, hat in seinem Leben, schon mal Gift versprüht, doch das ist nicht der Punkt. Man weis in Zwischenzeit, mehr über die Gefahren mit den Produkten, als vor Jahren. Doch hat sich jeder mal gefragt, wie so überhaupt gespritzt wird. Ganz einfach, weil wir Konsumenten kein Früchte akzeptieren, die nicht schön rot sind, oder etwas kleine sind. Schlimmer als die Obst/Bauern oder Gemüse Produzenten, ist unsere Regierung. Die hätten die Macht.

  • Old Jack am 22.05.2016 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ojeoje

    Ein Bravo an chemieproduzenten und an die Bauern. Hauptsache der geldbeutel fühllts

  • Genervter am 21.05.2016 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bienenhaus

    Und in Lüterkofen-Ichertswil werden Bienenhäuser abgerissen weil sie ausserhalb der Bauzone stehen!

    • severin am 22.05.2016 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Genervter

      bienen zahlen halt keine steuern da baut man viel lieber häuser die nicht ins dorf passen, weder bienenhalter zu unterstützen! es ist leider nicht ganz jedem bewusst was wir ohne bienchen machen sollen..

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  • Summse am 21.05.2016 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weit mehr als Honig

    Die wenigsten ahnen,wie wichtig Bienen für uns sind. Es geht um weit mehr als um Honig. Bienen sind Hauptbestäuber für die meisten unserer angebauten Gemüse und Früchte. Denkt daran bei jedem Apfel,in den ihr beisst