Bastel-Tag

08. August 2017 18:35; Akt: 08.08.2017 18:35 Print

Technikbranche versucht Lehrlinge zu gewinnen

In Zollikofen werden Kindern und Jugendlichen Tüftel-Workshops angeboten, wo sie Raketenautos basteln konnten. Denn die Technikbranche braucht dringend Lehrlinge.

Die suissetec versucht mit Workshops Kindern und Jugendlichen die Technischen Berufe schmackhaft zu machen. (Video: NLS)
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Der Gebäudetechnik-Verband suissetec Kanton Bern veranstaltete gemeinsam mit tüfteln.ch am Montag und Dienstag einen Workshop für Kinder und Jugendliche, die ihren technischen Interessen dort freien Lauf lassen konnten.

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12 %
4 %
Insgesamt 350 Teilnehmer

In der Schweiz ist das Angebot an Lehrstellen im praktischen Tätigkeitsbereich viel grösser als die Nachfrage von Lernenden. Suisstec Kanton Bern möchte durch diese Workshopprogramme das Interesse an handwerklichen Berufen fördern. «In der Schule verlieren Fächer wie Werken immer mehr an Gewicht. Mit unseren Workshops wollen wir den Jungen diese Aktivitäten wieder etwas näher bringen und wecken damit bei einigen bestimmt eine neue Leidenschaft», so Martin Müller, Geschäftsführer der suissetec Kanton Bern.

Begeisterung bei den Teilnehmern

Die Teilnehmer des Workshops sind begeistert von den Projekten, die sie in den Werkräumlichkeiten umsetzen dürfen, um an ihren Experimenten zu basteln. Zum Beispiel Raketenautos. Alle tüfteln selbstständig, unter Betreuung von Spezialisten, an ihren Werken herum und haben sichtlich Spass dabei. Nils: «Ich bastle aber auch Zuhause sehr viel, denn wir haben eine Werkstatt.»

Das freut Martin Müller, er hofft, schon einen zukünftigen Lehrling gefunden zu haben. Und er ergänzt: «Auch nach der Lehre sieht es gut aus für die Ausgebildeten: Sie sind so gefragt, dass sie danach sicher eine Anstellung finden.»


(nla)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dev am 08.08.2017 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    selber schuld

    als automechaniker hatte ich auch immer eine stelle. aber ich wollte meine familie ernähren...

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  • Langsam working poor am 08.08.2017 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft?

    In einigen Jahren kann man mit einem Mechanikerlohn keine Familie mehr durchkriegen. Mietpreise steigen, Versicherungen, Krankenkassen, Steuern. Löhne bleiben. Wertschätzung gegen null und als "kleiner" Mechaniker trifft es einem immer als erster. Dafür werden Kontrolleure angestellt, die gegen 8000.- kriegen (nicht verdienen) Zukunft sieht schlecht aus im Handwerklichen Sektor!

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  • Sanitärinstallateurin am 08.08.2017 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Super Sache!

    Als Kind wäre ich bestimmt auch begeistert gewesen von einem solchen Workshop. Ein handwerklicher Beruf ist eine sehr gute Basis. Es stehen nachher viele Möglichkeiten offen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Karl am 11.08.2017 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Der Wind wird drehen

    Aktuell werden die Handwerker immer mehr gemobbt. Aber es wird der Zeitpunkt kommen, an dem die ganzen Bürogummis merken werden, dass Pizzas nicht auf Bäumen wachsen. Und der Strom nicht aus der Steckdose kommt. Dann kommt die Stunde der Handwerker. Ich habe schon so oft mit gut ausgebildeten Büro-Fachleuten zu tun. Selten habe ich dümmere Menschen kennengelernt.

    • Antonov am 12.08.2017 01:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Karl

      Sicher? Ich habe als Kind mal in der Schule ein Kraftwerk besucht. Als ich fragte ob ich hier irgendwo Strom finde um mein Nokia zu laden meinte man zu mir: Strom gibt's leider nur aus der Steckdose für dich.

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  • Reto Michel am 10.08.2017 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Zukunft ...

    So wie ich nach der Lehre verschaukelt wurde, habe ich meinen gelehrnetn Polymech-Job schnell aufgegeben. Lohndumping und man arbeitet halt immer etwas länger weil man den Betrieb liebt? Ich habe keine Zukunft gesehen.

  • Reto Meier am 09.08.2017 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Informatik und Handwerk

    .. man sollte sich einfach im Klaren sein, dass man in der IT und in techn. Berufen mit 40J kaum noch, und mit 50J sehr selten wieder einen Job bekommt.

    • Dani D am 11.08.2017 11:07 Report Diesen Beitrag melden

      Mach dich begehrt

      Es sei denn du bietest was, was die wenigsten sonst bieten. In der IT kein grosses Problem.

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  • Barcelona am 09.08.2017 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    sehr gut

    Super macht weiter so, das sollte in allen Branchen praktiziert werden

  • Patrick am 09.08.2017 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso so geringe Löhne

    Ich als Ingenieur verstehe einfach nicht, wieso der Stundenansatz für mein Automechaniker höher ist (teils >180Fr/h), als jener für mich (150 Fr/h). Und meine Abrechnung ende Monat ist höher als jene des Mechanikers. Meine "Arbeitsutensilien" (Werkzeuge, Programme, Messgeräte...) sind auch um einiges teurer als die in einer Werkstatt. Also wo bitte bleibt das Geld? Und dann jammern immer alle in den handwerklichen Berufen verdiene man zu wenig. Man muss auch nicht >10k für eine Familie haben!

    • domi.b am 09.08.2017 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patrick

      sag doch mal nem automech genau diese worte ins gesicht und schau was passiert. nacher schaust du ev. gar nicht mehr

    • Martin am 10.08.2017 01:09 Report Diesen Beitrag melden

      @ Patrick

      Meinen sie hinter denen 180.- steck nur ein Arbeiter? Da werden Unterhaltskosten,Buchhaltung, Maschienen, (die übrigens auch nicht unbedingt günstig sind) . Dann dürfen sie auch nicht vergessen Das der verwaltungsaufwand massiv höher ist als Ing hat man normalerweise nicht täglich mehrere Proyekte. Auch muss ihnen nicht Jeder Kunde seine Lebensgeschichte erzählen wenn er einen Service anmeldet. Sie müssen auch keine Ausstellung betreiben um ihre Arbeit zu verkaufen. Im Winter vorplätze räumen und Abtauen. Sie können 90% plus produktiv arbeiten. Auch ihr öl muss als sondermüll entsorgt werden.

    • roro am 10.08.2017 09:39 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht unbedingt so schlimm

      Lieber Martin grundsätzlich mögen deine argumente ja schon stimmen. Aber auch bei anderen Gebäuden muss Schnee geräumt werden, die Arbeit verrechnet werden, Audits über sich ergehen lasse usw. Die Kosten für das Entsorgen des Altöles werden ja auf der Rechnung zusätzlich zum schon eher teuren Öl verrechnet und haben genau sowenig wie eine Ausstellung (die dient dem Verkauf von Fahrzeugen) mit den Stundenlöhnen der Werkstatt zu tun.

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