Virtuelles Bezahlen

05. September 2017 05:48; Akt: 05.09.2017 05:48 Print

In Bern kostet die Currywurst 0,0019 Bitcoin

In der Welle 7 können Besucher jetzt mit Bitcoins zahlen – zumindest bei einem Wurstimbiss.

Bitcoins gegen Currywurst: In Berns ist es möglich. (cho)
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Kein Münz, keine Noten, nicht einmal Plastik-Geld braucht es seit Montag beim Imbiss Wurst und Moritz, um sich eine Bratwurst zu gönnen. In den Filialen in der Welle 7 und in Zürich können Kunden nun mit Bitcoins zahlen. «Unsere Gäste fragen regelmässig, ob sie mit Bitcoins zahlen können», sagt Samuel Manz, Teilinhaber der Imbissbuden.

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Darum setzt das Unternehmen seit dieser Woche auf die Kryptowährung. Manz: «Es ist ganz klar die Zukunft, das kann niemand mehr leugnen.» Die Währung sei mittlerweile sehr sicher und einfach zu bekommen und das Interesse nehme weltweit deutlich zu. Da mache es Sinn, jetzt auf den Zug aufzuspringen. Dieser habe in der Schweiz noch nicht richtig Fahrt aufgenommen: «In Japan können Konsumenten an tausenden Orten mit Bitcoins zahlen – in der Schweiz sind es erst einige hundert», sagt Manz. Hierzulande seien sie fast Pioniere.

Einfach und schnell

Dabei sei der Bezahlvorgang kinderleicht, wie Kevin Bart, Leiter der Filiale in Bern, erklärt. Die Währung würde übers Internet erworben, etwa mit der Kreditkarte, und sei dann auf einem digitalen Konto hinterlegt. Kommen die Konsumenten dann zu Bart und wollen mit Bitcoins zahlen, rechnet die Kasse den Betrag zum aktuellen Wechselkurs um. Eine Currywurst kostet aktuell 8 Schweizer Franken oder 0,001929 Bitcoin. Das Kassensystem und erstellt einen QR-Code. «Die Transaktion erfolgt, in dem der Kunde den QR-Code einscannt. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Sekunden», so Bart.

Rebellion gegen Kreditkarten

Das Unternehmen setzt jedoch nicht nur aus praktischen Gründen auf die virtuelle Währung. «Wir wollen auch etwas Druck auf die Kreditkarten-Institute ausüben», sagt Manz. Immer wenn Kunden mit Kreditkarten bezahlen, müssen Unternehmer einen gewissen Prozentsatz entrichten: «Wie viel, das variiert je nach Anbieter – aber diese Prozente spüren wir deutlich.» Beim Bezahlen mit Bitcoins würden diese Gebühren künftig grossteils wegfallen.

Durch die zusätzliche Dienstleistung hofft Wurst und Moritz, auch neue Kunden gewinnen zu können. Das Restaurant wolle zu einem Treffpunkt für die Bitcoin-Szene werden, wie Bart meint: «Hier hat es alles, was sie brauchen. Leckeres Essen, feine Getränke und das wichtigste: Sie können mit Bitcoins zahlen.»

(cho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin Meier am 05.09.2017 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft

    Ob Bitcoin die Zukunft ist fraglich. Fakt ist jedoch, dass sich Kryptowährungen, oder anderst gesagt - die Blockchaintechnologie, langfristig durchsetzen werden. Keine Manipulationen möglich, alle Transaktionen in der Kette gespeichert und wenn man es richtig mach anonym. Die Banken haben dann grösstenteils Ihre Daseinsberechtigung verloren .

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  • Jean110 am 05.09.2017 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Frage Steuer

    Kassiert der Staat auch MWST ? oder wie ist es mit Konto Auszug für Steuererklärung ?

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  • Der Ausländer am 05.09.2017 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ähhh...

    Mit Bitcoin eine Currywurst kaufen, ist für mich, wie wenn man mit dem Novartiswertpapier shoppen geht. Also ich weis nicht, aber wenn ich meinen Lohnausweis schaue, dann möchte ich CHF sehen und nicht Bitcoineinheit. Sonst fängt man an mit der Lohnmenge zu spekulieren. PS: Manipulation (noch) nicht möglich...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Werner am 05.09.2017 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Bitcoin = Spekulantenwährung

    Diese Währung ist mir zuwenig sicher. Der Wert ändert sich ja so stark wie eine Aktie an der Börse. Dann kostet das Würstchen heute soviel und morgen soviel. Nein danke, zuviele Spekulanten sind da drin.

  • Ursa52 am 05.09.2017 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitcoins gegen Currywurst

    Bitcoins...? und wer wird durch diese Währung reich? Die Erfinder!!! und wenn die genug haben wird dieses System zusammenbrechen wie jedes Andere auch, virtuelle Währung hin oder her.

    • Frau52 am 05.09.2017 14:45 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort@Ursa52

      Eher umgekehrt, es wird bereits jetzt voraus gesagt, dass es in Zukunft mehr Bitcoin Millionäre gibt, als es jemals andere gegeben hat. Es geht ja nicht alleine um die Krptowährungen, sondern um die damit verbunden Blockchain Technologie, die mehr Sicherheit für alle Internetnutzer bietet. Früher oder später wird durch diese Technologie alles miteinander vernetzt sein. Eventuell haben Banken dann endgültig ausgedient, sind es nämlich jene welche sich seit deren Erfindung an ihren Kunden bereichert haben. Lesen sie dazu die Geschichte des Geldes.

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  • Ein Leser am 05.09.2017 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    sehr heikel

    Und bricht einmal die Bitcoinwährung zusammen stehen alle vor einem Schwerbenhaufen und wollen von den anderen Geld sehen und keine Bitcoins. So weit wird es nämlich noch kommen. Mir ist es egal mit welchen Währungen gehandelt wird nur sollen sie nacher nicht jammern wenn sie alles verlieren.

  • Mech am 05.09.2017 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    wie speziell

    Virtuelles Zahlen? Bitcoins sind sind nicht virtueller als unser Girogeld.

  • Frank Steffen am 05.09.2017 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Illusion Gebührenfrei

    Gebührenfrei bezahlen? Aber auch nur für den Händler, denn beim kaufen und ausgeben von Bitcoins habe ich immer eine Gebühr.