Weltraumsonde

30. September 2016 17:30; Akt: 30.09.2016 17:30 Print

Berner Forscher nehmen Abschied von Rosetta

Forscher der Uni Bern verfolgten am Freitag gespannt den letzten Flug von Rosetta. Doch damit ist die Arbeit für die Wissenschaftler noch nicht vorbei.

Nicolas Thomas und Martin Rubin von der Universität Bern sprechen über die letzten Minuten von Rosetta und was sie als nächstes planen.
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Eine 12-jährige Mission ist vorbei: Pünktlich um 13.20 Uhr erhielt die ESA-Kommandozentrale das letzte Signal von der Raumsonde Rosetta – was bedeutet, dass sie 40 Minuten zuvor erfolgreich auf dem Kometen Tschuri gelandet war. Doch nicht nur in Darmstadt wurde ihre finale Mission gespannt verfolgt, sondern auch in der Schweiz. In Rosetta steckt nämlich auch ein Stück Bern: Das Messgerät Rosina, das bis am Schluss Daten schickte, wurde an der hiesigen Universität entwickelt.

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Forscher und Gäste fieberten im Hörsaal mit, während die Bilder aus der Kommandozentrale live übertragen wurden. Sobald der kontrollierte Absturz von Rosetta gelungen war, applaudierten die Zuschauer. «Tschüss, Rosetta!», sagte Nicolas Thomas, Direktor des physikalischen Instituts. Und fügt schmunzelnd an: «Noch ein bisschen mehr Weltraumschrott.» Es sei eine erfolgreiche Mission gewesen, und Rosetta habe an einem interessanten Ort sterben können.


«Ein absolut grandioses Ende»

«Das ist natürlich schon ein sehr spezieller Moment», sagt Martin Rubin vom Rosina-Team. «Ein Moment, wo man mit einem lachenden und einem weinenden Augen zuschaut.» Teamleiterin Kathrin Altwegg verfolgte den Absturz von Darmstadt aus, sprach aber vorher per Skype mit den Zuschauern in Bern. Es sei ein melancholischer Moment und ein komisches Gefühl, doch: «Es ist ein absolut grandioses Ende.»

Obwohl die Rosetta-Mission nun vorbei ist, wartet noch jede Menge Arbeit auf das Rosina-Team. Bis heute wurden erst ungefähr fünf Prozent der gesendeten Daten analysiert. Bis alle ausgewertet sind, dauert es noch über sechs Jahre. Besonders die letzten 20 Kilometer bis zum Aufprall sollen laut den Forschenden noch viele neue Erkenntnisse über die Gas- und Staubhülle des Kometen liefern.


(kaf/sul/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christian am 01.10.2016 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    ich frage mich warum man

    die Sonde abstürzen lassen musste auch wen nicht mehr alles Geräte funktionierten so wäre ihr Dienst in den Kommenden Jahren immer noch von nutzen gewesen. Sei hätte auch mit dem Asteroiden mit gezogen werden können und in den Jahren wen er wieder zu uns kommt aktiviert zu werden unter Umständen wären die Daten dann noch Wichtig. Ich fahre auch nicht mein Auto an die Wand wen die Seitenscheiben sich nicht mehr senken lassen.

  • Waterpolo1s am 01.10.2016 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hhmm

    Hhmm man könnte meinen es sei ein riesen Erfolg . hhmm . und jetzt ist der Schrott ge-outsourced ....

  • Grüner Heinrich am 30.09.2016 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abfall auf Rosetta - nötig?

    Mit dem Crash auf Rosetta ist die Wegwerfgesellschaft also nun schon Mio km ins All vorgedrungen. War auch eine Red Bull-Dose dabei?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Waterpolo1s am 01.10.2016 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hhmm

    Hhmm man könnte meinen es sei ein riesen Erfolg . hhmm . und jetzt ist der Schrott ge-outsourced ....

  • Christian am 01.10.2016 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    ich frage mich warum man

    die Sonde abstürzen lassen musste auch wen nicht mehr alles Geräte funktionierten so wäre ihr Dienst in den Kommenden Jahren immer noch von nutzen gewesen. Sei hätte auch mit dem Asteroiden mit gezogen werden können und in den Jahren wen er wieder zu uns kommt aktiviert zu werden unter Umständen wären die Daten dann noch Wichtig. Ich fahre auch nicht mein Auto an die Wand wen die Seitenscheiben sich nicht mehr senken lassen.

  • Grüner Heinrich am 30.09.2016 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abfall auf Rosetta - nötig?

    Mit dem Crash auf Rosetta ist die Wegwerfgesellschaft also nun schon Mio km ins All vorgedrungen. War auch eine Red Bull-Dose dabei?

    • Gelbes Lieschen am 01.10.2016 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Grüner Heinrich

      Der Crash fand auf dem Kometen Tschuri statt. Auf Rosetta gibt es keinen Schrott, Rosetta selbst ist inzwischen Schrott, dabei war sie hochintelligent und hatte Berner Wurzeln. Eine Schönheit!

    • bitte richtig. am 01.10.2016 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Grüner Heinrich

      wenn dann : Abfall auf tschuri. die Sonde heisst Rosetta. wenn schon über ein extrem schwieriges und langes Projekt meckern dann bitte richtig.

    • Blauer Heinrich am 01.10.2016 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Grüner Heinrich

      vielleicht hat es noch Platz in der Rosetta, für zwei ungehorsame Therwiler Schüler

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