Schönbühl BE

22. August 2017 18:13; Akt: 22.08.2017 18:43 Print

Steckten die Tiere von Ulrich K. Armeepferde an?

Die Pferde im Militärstall Schönbühl sind möglicherweise von der Krankheit Druse betroffen. Die aus Hefenhofen TG geretteten Tiere könnten daran schuld sein.

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93 Pferde vom Quälhof von Ulrich K.* in Hefenhofen wurden vor zwei Wochen bei der Armee in Schönbühl untergebracht und nach mehreren Tagen Pflege an neue Besitzer versteigert.

Jetzt besteht der Verdacht, dass einige der eigenen Tiere im Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere von der Pferdekrankheit Druse betroffen sind, wie «Schweiz Aktuell» am Montagabend berichtete. Dieser Infekt wird durch Bakterien übertragen und ist hochansteckend. Er befällt die Luftwege des Tieres und führt zu geschwollenen Drüsen. Eines der Pferde soll deutliche Symptome der Krankheit aufweisen, etwa das Austreten von flüssigem Sekret aus einem kleinen Loch im Hals.

Keime aus Hefenhofen

Nun besteht der Verdacht, dass Pferde aus Hefenhofen die betroffenen Erreger in den Berner Stall eingeschleppt haben. «Es wäre möglich», sagt Daniel Reist, Armeesprecher in Schönbühl. «Es kann aber auch sein, dass die Krankheit bei unseren eigenen Pferden ausgebrochen ist oder dass die Bakterien von Besuchern der Auktion übertragen worden sind, deren Heimpferde von der Krankheit befallen waren.» In einigen Tagen sollen abgenommene Proben Klarheit über die Krankheit und die Herkunft der Bakterien schaffen. Die Käufer der Auktionspferde wurden informiert.

(nla)