Vote-Party im Gaskessel

12. November 2012 18:35; Akt: 12.11.2012 18:35 Print

Tanzen genügt nicht: Junge sollen wählen

von Nathalie Jufer - Auf der Strasse präsent, an der Urne gehemmt: Junge Berner wählen nicht gerne. Das soll sich jetzt ändern.

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Mehr Junge an die Urne: Clara Wyss (20) und Marigona Isufi (19) wollen mit einer Party zum Wählen mobilisieren. (Bild: Stefanie Nopper)

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Mit Demos wie «Tanz dich frei» zeigen Junge Präsenz auf Berns Strassen, an der Urne siehts aber anders aus: 2008 gingen fast doppelt so viele Rentner wählen wie 18- bis 24-Jährige. «Auf der Strasse ist man schnell, doch viele sehen nicht, dass es etwas mehr braucht», sagt Thomas Berger vom Verein Pro Nachtleben Bern. Gründe für die spärliche Wahlbeteiligung sieht der jungfreisinnige Stadtratskandidat im komplizierten Verfahren und der Politikverdrossenheit: «Viele Junge trauen den Politiker nichts zu.»

Mit Easyvote wurde Ende Oktober ein Schritt in Richtung «einfacher wählen» gemacht. Mit einer Vote-Party sollen am Freitag im Gaskessel noch die letzten Wahlmuffel animiert werden. «Wer den ausgefüllten Wahlzettel vorher einwirft, kriegt fünf Franken Eintrittsermässigung», so Mitveranstalterin Clara Wyss vom Berner Jugendrat. Bevor das Tanzbein geschwungen wird, gibts eine Podiumsdiskussion zum Thema Nachtleben. Unter anderem mit dabei: GFL-Stadtrat Manuel C. Widmer und Thomas Berger.

Für den Politologen Marc Bühlmann ist die Wahlparty einen Versuch wert: «Ich finde es eine gute Idee, die Jungen in ihrer Sprache zum Wählen aufzufordern.» Dass politisch wenig Interessierte deshalb zum Wahlcouvert greifen, wagt er aber zu ­bezweifeln. «Sinnvoller wäre es, schon früher mehr Gewicht auf die politische Bildung zu legen.»

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Baslerbebbi am 13.11.2012 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Einflussnahme

    Ich finde es eine schlechte Idee. Dort soll den Jungen erklärt werden, was sie zu stimmen haben. Bei der Abstimmung über die Ausschaffungsinitiative gab es ein Event, wo das Stimmcouvert als Eintrittskarte gesehen wurde. Drinnen wurde man ermuntert, wenn nicht gar bedrängt, ein NEIN einzulegen ! So bitte nicht !

    • Berner am 13.11.2012 20:43 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt nicht

      Das ist so nicht richtig: Dieses Ereignis dient jediglich dazu, die Jungen (wie im Artikel geschrieben) zum Abstimmen zu bewegen. Dies, ohne jegliche Einflussnahme. Kommt dazu, dass ich nicht weiss, warum sich ein Basler über eine Berner Idee, die in Bern stattfinden wird, äussern soll?

    • Berner Bär am 14.11.2012 09:29 Report Diesen Beitrag melden

      Es geht auch sehr subtil

      @Berner: Ein Basler darf sich durchaus auch zu einer Berner Idee äussern. Sie stimmen sicher auch nicht nur über Vorlagen ab, die im Kanton Bern oder sogar nur in der Stadt Bern "ausgebrütet" wurden, oder? Wer sagt denn, dass da wirklich keine Einflussnahme betrieben wird. Dies kann offen durch Bedrängung oder sehr subtil geschehen. Im Französischen unterscheidet man zwischen "tapager" (Beifall zeugen, aber auch Gegner durch Zwischenrufe stören), "chauffer" (anheizen, hier: überdurchschnittlich loben) und "chatouiller" (kitzeln, hier für fortlaufende positive Aeusserungen abgeben).

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