Swiss Cyber Storm

16. September 2015 05:57; Akt: 16.09.2015 05:57 Print

Berner fährt an Hacker-Europameisterschaft

von Annina Häusli - Adrian von Arx gehört seit kurzem zu einem der besten Schweizer Nachwuchs-Hacker. Er darf nun an der Europameisterschaft teilnehmen.

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Adrian von Arx an der Schweizermeisterschaft. (Bild: Sascha Hähni)

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Adrian von Arx ist überrascht, aber überglücklich. «Ich hätte es nie erwartet, Schweizermeister zu werden», so der 26-jährige. Während des vergangenen Wochenendes zeigte von Arx in Sursee sein Können im Entdecken von Sicherheitslücken, dem Knacken von verschlüsselten Dokumenten und anderen Disziplinen und wurde schliesslich zu einem der besten zehn Nachwuchs-Hacker der Schweiz gekürt. Im Qualifying hatte er bereits über 200 Konkurrenten hinter sich gelassen.

In kleinen Teams mussten die Nachwuchs-Hacker unter Zeitdruck verschiedene Aufgaben lösen. Auch Soft Skills wie Teamfähigkeit flossen in die Bewertung mit ein. Die Aufgaben basierten dabei auf realen Problemen, wurden aber eigens für die Schweizer Meisterschaft programmiert.

Sicherheitslücken stopfen

Der Berner interessierte sich schon von Klein auf für die Funktionsweise von Computern. Früh wurde klar, dass sein Interesse dasjenige eines Normalverbrauchers überstieg. Nach Beenden der obligatorischen Schulzeit war es folglich keine grosse Überraschung, als er eine Lehre als Informatiker begann. Momentan arbeitet er als Web-Entwickler für die Berner Satzart AG.

Für Adrian von Arx ist eine gute Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg: «Neben Arbeiten und Schlafen ging fast jede freie Minute für die Vorbereitung drauf», erzählt der frischgebackene Schweizermeister.

Seine Lieblingsdisziplin heisst «Web-Security». Dabei deckt er Sicherheitslücken in Web-Applications auf und probiert anschliessend einen Weg zu finden, diese Löcher zu stopfen.

Hacking ist nicht gleich Hacking

Obwohl viele seiner Freunde ebenfalls in der IT-Branche arbeiten, ist er der einzige, der sich für das Hacking interessiert. Seine Freunde fänden es aber praktisch, dass sie mit Problemen und Fragen immer zu ihm kommen könnten, erzählt von Arx.

Von Arx bezeichnet sich selbst als «White-Hat», der «für das Gute kämpft». White-Hats setzen ihr Wissen innerhalb der Gesetze und der Hacker-Ethik ein. Das Gegenteil davon sind die Black-Hats, die mit krimineller Energie handeln und etwa Personendaten stehlen. «Hacking ist nicht böse oder schlecht. Vieles, was in den Medien oder in Filmen als Hacking bezeichnet wird, ist in den meisten Fällen das Werk von Black-Hats», versucht der Berner mit den Vorurteilen aufzuräumen.

Hacker als Beruf

Tatsächlich gibt es auch Firmen, die extra einen Hacker als sogenannten «Penetration Tester» anstellen, damit dieser die Infrastruktur des Unternehmen auf Sicherheitslücken testet. So trägt dieser dazu bei, beispielsweise sensible Daten zu schützen. Von Arx selbst betreibt das Hacking jedoch nur als Freizeitbeschäftigung.

Als Belohnung für seine Leistungen geht es nun am 21. Oktober an die Europameisterschaft in Luzern. Die Schweizer Delegation tritt dabei gegen Teams aus Deutschland, Österreich, England, Spanien und Rumänien an.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bluti am 16.09.2015 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    daumen drücken

    drück ihm die daumen... und alles hat 2 seiten... nur der mensch selbst entscheid ob wir das gute oder schlechte nutzen wollen

  • Crackers und Essiggurken am 16.09.2015 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Foerdern, unbedingt.

    Ich war vor etwa sechs oder sieben Jahren selber an der Spitze der Materie. Da ich dies nur hobbymaessig ausfuehren konnte, habe ich den Anschluss schnell verloren. Das ist ein Business das unbedingt gefoerdert gehoert mit unseren kompetenten Hochschulen in Sachen Informatik. Heute bin ich weit weg davon, was diese Jungs leisten. Es gilt unbedingt dranzubleiben, das ist ein Problem das sich auch im Alter auszeichnet. So ab 30 Jahren mag man beim besten Willen nicht mehr mithalten mit dem ganzen Zeugs was neu entwickelt wird. Gebt den aktuell besten Leuten die Chance und foerdert sie.

  • Flat tire am 16.09.2015 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Black/White Hat

    Ich habe Nachbars WLANs geknackt (Black-Hat), und ihnen aber jeweils auf ihrem eigenen Drucker die Anleitung ausgedruckt wie sie ihre WEP-WLANs sicherer machen können (White-Hat). Der Spass dabei war jeweils dass ich nach ein paar Tagen gesehen habe dass die WEP-verschlüsselten WLANS mit der Zeit verschwunden sind :-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Flat tire am 16.09.2015 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Black/White Hat

    Ich habe Nachbars WLANs geknackt (Black-Hat), und ihnen aber jeweils auf ihrem eigenen Drucker die Anleitung ausgedruckt wie sie ihre WEP-WLANs sicherer machen können (White-Hat). Der Spass dabei war jeweils dass ich nach ein paar Tagen gesehen habe dass die WEP-verschlüsselten WLANS mit der Zeit verschwunden sind :-)

  • Crackers und Essiggurken am 16.09.2015 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Foerdern, unbedingt.

    Ich war vor etwa sechs oder sieben Jahren selber an der Spitze der Materie. Da ich dies nur hobbymaessig ausfuehren konnte, habe ich den Anschluss schnell verloren. Das ist ein Business das unbedingt gefoerdert gehoert mit unseren kompetenten Hochschulen in Sachen Informatik. Heute bin ich weit weg davon, was diese Jungs leisten. Es gilt unbedingt dranzubleiben, das ist ein Problem das sich auch im Alter auszeichnet. So ab 30 Jahren mag man beim besten Willen nicht mehr mithalten mit dem ganzen Zeugs was neu entwickelt wird. Gebt den aktuell besten Leuten die Chance und foerdert sie.

  • 1d1ot am 16.09.2015 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    und wo ist der Zürcher Hacker?

    BS hat einen, BE auch und ZH?

  • Bluti am 16.09.2015 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    daumen drücken

    drück ihm die daumen... und alles hat 2 seiten... nur der mensch selbst entscheid ob wir das gute oder schlechte nutzen wollen

  • looool am 16.09.2015 08:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wer braucht sowas

    Einen titel zum angeben, nix anderes....die besten hacker nehmen an so einem schmarrn überhaupt nicht teil.

    • Der Mensch am 16.09.2015 09:24 Report Diesen Beitrag melden

      "Beste Hacker"

      Weil diese meist viel leichter Geld mit Kriminellem Hacking machen als mit Whitehat Hacking.

    • Mr Smith am 16.09.2015 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Die besten Hacker?

      Wenn die besten Hacker alle illegal arbeiten, wiebkommt es dann, dass es nicht so oft vorkommt, dass sie z.B. Geheimdienste, Banken, etc. hacken?

    • peter am 16.09.2015 10:26 Report Diesen Beitrag melden

      Keine ahnung

      Es ist schwieriger, eine software ohne sicherheitslücken herzustellen, als eine sicherheitslücke zu umgehen. Wenn es keine rechtsfreien räume (osteuropa, russland, halb asien etc.) geben würde, gäbe es 90% weniger cyberkriminalität. Der einbrecher ist übrigens auch nicht besser als der sicherheitsdienst, sondern nur charakterlich schwächer.

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