Region Bern

05. März 2018 18:25; Akt: 05.03.2018 18:25 Print

Dieser Mann raubt reihenweise Banken aus

von Raphael Casablanca - Vom Bankräuber, der letzten Dienstag eine BEKB-Filiale überfiel, fehlt weiterhin jede Spur. Die Kapo Bern glaubt, dass er für mindestens drei weitere Überfälle verantwortlich ist.

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Üblicherweise ist es ruhig in der BEKB-Filiale an der Wiesenstrasse im Berner Breitenrainquartier. Letzten Dienstag sorgte ein Mann mit Mütze und Sonnenbrille jedoch für Angst und Schrecken bei den Angestellten und ein Loch in der Kasse: Er verübte einen Raubüberfall auf die Filiale. Der unbekannte Täter bedrohte die Angestellten und konnte danach zu Fuss mit der Beute entkommen – seither fehlt jede Spur von dem Mann. Der Flüchtige wird als ungefähr 50-jähriger Mann mit stämmiger Statur beschrieben.

Die Kantonspolizei Bern veröffentlichte am Montag nun Bildmaterial des Täters und gibt weitere Informationen über den Mann preis. Denn offenbar schlug der Räuber am Dienstag nicht zum ersten Mal zu: «Wir gehen derzeit davon aus, dass der Mann in mindestens drei weiteren Raubüberfällen auf Banken involviert ist», sagt Kapo-Sprecher Dominik Jäggi. Die Überfälle ereigneten sich innert weniger Monate.

Drei Banken im Kanton Bern

Konkret geht es um einen Überfall auf eine Filiale der Berner Kantonalbank am 21. Dezember in Worb. Weiter soll der Ganove am 24. Oktober eine Raiffeisenbank in Bern-Bümpliz ausgeraubt haben. Auch ein Überfall auf eine Raiffeisen-Zweigstelle in Köniz am 6. September soll auf seine Kappe gehen. In allen vier Fällen erbeutete der Gesuchte Bargeld und konnte sich damit aus dem Staub.

Laut Kapo hat der Bankräuber in sämtlichen Fällen die Angestellten bedroht. Ob er dazu eine Waffe benutzte will die Kapo nicht sagen.

Auf Hinweise angewiesen

Im Direktvergleich der aktuellen Fahndungsbilder mit denen von Worb, Bümpliz und Köniz sticht die Ähnlichkeit sofort ins Auge. Dies will sich auch die Kapo zunutze machen und bittet die Bevölkerung mit Nachdruck, sachdienliche Hinweise und Beobachtungen zum Mann zu melden: «Informationen aus der Bevölkerung könnten in diesem Fall zentral sein», so Jäggi. Wer den Mann erkenne oder verdächtige Beobachtungen mache, könne sich unter 031 634 41 11 melden. «Selbstverständlich werden sämtliche Hinweise diskret behandelt», fügt er an.