Gegen Wildpinkler

15. Mai 2014 14:04; Akt: 15.05.2014 14:28 Print

Bern setzt im Nachtleben auf mobile WCs

Weil Nachtschwärmer Hauseingänge und Lauben in der Berner Altstadt fürs Wildpinkeln missbrauchen, stellt die Stadt ab Freitag Kabinen und Pissoirs auf.

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Mobile WCs - wie hier anlässlich der Berner Fasnacht - werden für die Nachtschwärmer aufgestellt. (Bild: 20 Minuten/Alessandro Meocci)

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Im Kampf gegen den beissenden Uringestank setzt die Stadt Bern auf mobile WCs: In einem achtwöchigen Pilotversuch werden sie ab Freitag an drei Orten aufgestellt. Jeweils von Freitagabend bis Montagmorgen stehen die Kabinen und Pissoirs im Ryffligässchen, in der Ausgehmeile Aarbergergasse und vor dem Brunnen beim Progr – also an den Hotspots des Berner Nachtlebens. Die Aktion ist Teil des neuen Nachtlebenkonzepts der Bundesstadt.

Weitere Standorte sind angedacht

«Die mobilen WCs bleiben auch während der Fussball-Weltmeisterschaft stehen. Dieser Zeitraum ist sicher ein gutes Versuchsfenster – wir werden sehen, ob die Anlagen auch genutzt werden», sagt Marc Heeb von der Berner Gewerbepolizei.

Der Pilotversuch kostet einige tausend Franken. Die Anlieferung, der Service und der Abtransport der Pissoirs und Häuschen werden von einer Drittfirma gemacht. «Wir haben dafür selber schlichtweg keine Ressourcen», so Heeb. Sollten die Nachtschwärmer ihr Geschäft künftig in den Anlagen erledigen, wolle man man das Angebot ausbauen. «Dies ist aber klar eine finanzielle Frage», sagt Heeb.

(smü)